Logos Bible Study

Psalm 56–60

Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions

German

Arabic

Czech

English

French

Hebrew

Hungarian

Italian

Korean

Latin

Portuguese

Russian

Simplified Chinese

Spanish

Traditional Chinese

Vertrauen auf Gott

561Dem Chorleiter. Nach der Melodie „Verstummte Taube in der Ferne“. Ein Gedicht von David, als die Philister ihn in Gat festgenommen hatten.

2Sei mir gnädig, Gott! Denn Menschen schnappen nach mir. Den ganzen Tag bekriegen und bedrängen sie mich. 3Meine Feinde dringen ständig auf mich ein, viele bekämpfen mich von oben herab. 4Doch wenn ich Angst bekomme, vertraue ich auf dich.

5Auf Gott – ich lobe sein Wort –, auf Gott vertraue ich und habe keine Angst: Was könnte ein Mensch mir schon tun?

6Täglich zweifeln sie meine Worte an und überlegen, wie sie mir schaden. 7Sie liegen auf der Lauer, bespitzeln mich auf Schritt und Tritt, ja, sie bedrohen mein Leben. 8Sollen sie wirklich mit solcher Bosheit entkommen? Schmettere sie zornig zu Boden, Gott!

9Du zählst, wie oft ich fliehen muss und sammelst meine Tränen in deinen Krug.1 Steht das nicht alles in deinem Buch? 10Es weichen meine Feinde zurück, wenn ich rufe, denn ich weiß: Auf meiner Seite steht Gott.

11Auf Gott – ich lobe sein Wort –, auf Jahwe – ich lobe sein Wort –, 12auf Gott vertraue ich und habe keine Angst: Was könnte ein Mensch mir schon tun?

13Ich schulde dir, Gott, meine Gelübde, und ich werde meine Dankesschuld zahlen. 14Denn du hast mich vor dem Tod gerettet, meine Füße vor dem Sturz bewahrt, damit ich vor Gott im Licht des Lebens vorwärtsgehen kann.

Neue Gewissheit

571Dem Chorleiter. Nach der Melodie „Verdirb nicht!“. Ein Gedicht von David, als er vor Saul in die Höhle floh.

2Sei mir gnädig Gott, schenk mir dein Erbarmen, denn ich flüchte mich zu dir! Im Schatten deiner Flügel berge ich mich, bis das Verderben vorbeigegangen ist. 3Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, zu Gott, der meine Sache führt. 4Er schicke mir Hilfe vom Himmel, denn mein Verfolger hat mich verhöhnt. ♪ Gott sende seine Gnade und Wahrheit zu mir. 5Mir ist, als wäre ich von Löwen umringt, die gierig auf Menschenfleisch sind. Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile, ihre Zunge ein geschliffenes Schwert.

6Zeig deine Hoheit am Himmel, Gott, deine Herrlichkeit über der Erde!

7Meinen Füßen hatten sie ein Netz gelegt, denn sie wollten mich beugen. Sie hatten mir eine Grube gegraben – und fielen selber hinein.♪ 8Gott, mein Herz ist nun fest und bereit. Ich will singen und spielen dazu. 9Wach auf, meine Seele! Harfe und Zither, wacht auf! Ich will das Morgenrot wecken. 10Ich will dich preisen, Herr, unter den Völkern, dir vor den Nationen lobsingen. 11Denn deine Gnade reicht bis zum Himmel hinauf und deine Wahrheit bis hin zu den Wolken.

12Zeig deine Hoheit am Himmel, Gott, deine Herrlichkeit über der Erde!

Gott, der gerechte Richter

581Dem Chorleiter. Nach der Melodie „Verdirb nicht!“. Ein Gedicht von David.

2Sprecht ihr wirklich Recht und schweigt? Richtet ihr die Menschen gerecht? 3Ihr habt das Unrecht schon im Herzen und mit Gewalt beherrscht ihr das Land.

4Von Geburt an sind diese Gottlosen auf der schiefen Bahn, von klein auf ans Lügen gewöhnt. 5Ihr Gift gleicht dem Gift einer Schlange, einer tauben Kobra, die ihr Ohr verschließt 6und nicht auf den Beschwörer hört, obwohl der doch die Formeln kennt.

7Schlag ihnen die Zähne ein, Gott! Zerbrich das Gebiss dieser Löwen, Jahwe! 8Lass sie verschwinden wie versickerndes Wasser! Legt er seine Pfeile an, so brich du ihnen die Spitze ab! 9Lass sie wie Schnecken im Schleim zerfließen und wie eine Fehlgeburt die Sonne nicht sehn!

10Bevor der Dornstrauch unter euren Töpfen brennt, reißt der brennende Zorn alles hinweg.

11Der Gerechte wird sich freuen, wenn er die Vergeltung sieht. Er badet seine Füße in des Gottlosen Blut. 12Dann wird man sagen: „Ja, der Gerechte wird doch belohnt! Ja, es gibt doch einen Gott, der für das Recht auf der Erde sorgt.“

Gott ist meine Burg

591Dem Chorleiter. Nach der Melodie „Verdirb nicht!“. Ein Gedicht von David, als Saul sein Haus umstellen ließ, um ihn zu töten.

2Entreiß mich meinen Feinden, mein Gott! Schütze mich vor meinen Gegnern! 3Befreie mich von diesen Verbrechern! Rette mich, sie wollen mein Blut! 4Schau doch! Sie wollen mir ans Leben, Starke greifen mich an. Es ist nicht mein Vergehen, nicht meine Schuld, Jahwe. 5Obwohl ich schuldlos bin, stürmen sie vor und stellen sich auf. Wach auf, komm mir entgegen und sieh, was geschieht! 6Jahwe, du allmächtiger Gott, Israels Gott! Werde wach und rechne mit den Völkern ab! Hab kein Erbarmen mit diesen Verbrechern! ♪

7Jeden Abend kommen sie zurück, heulen wie Hunde, umkreisen die Stadt. 8Geifer spritzt aus ihrem Maul. Jedes ihrer Worte ist wie ein Dolch! Sie denken, dass niemand es hört. 9Doch du, Jahwe, du lachst über sie; du spottest über all diese Fremden. 10Du bist stark, auf dich will ich achten! Denn Gott ist mein sicherer Schutz. 11Und mein gnädiger Gott kommt mir zuvor! Nun blicke ich auf meine Feinde herab.

12Töte sie nicht, damit mein Volk es nicht vergisst! Zerstreue sie durch deine Macht und bring sie zu Fall, Herr, du unser Schild! 13Sünde ist jedes Wort aus ihrem Mund. Lass sie sich verfangen im eigenen Stolz – auch wegen ihrer Flüche und Lügen! 14Vernichte sie im Zorn! Vernichte sie, dass nichts von ihnen bleibt! Dann wird man wissen, dass Gott in Israel herrscht/ und bis an das Ende der Erde. ♪

15Jeden Abend kommen sie zurück, heulen wie Hunde, umkreisen die Stadt. 16Sie streunen umher, gierig nach Fraß. Werden sie nicht satt, dann knurren sie. 17Doch ich will singen von deiner Macht, frühmorgens deine Güte rühmen! Denn du bist eine Burg für mich, eine Zuflucht in Zeiten der Not. 18Dir, meine Stärke, singe ich mein Lob! Ja, Gott ist meine sichere Burg, ein Gott, der mir Gnade gewährt.

Gebet nach Rückschlag

601Dem Chorleiter. Nach der Weise „Die Lilie“. Ein Zeugnis- und Lehrgedicht von David. 2als er mit den Syrern von Mesopotamien und denen von Zoba kämpfte, als Joab zurückkehrte und 12 000 Edomiter1 im Salztal erschlug.

3Gott, du hast uns verworfen, unsere Reihen zerrissen. Du warst zornig auf uns. Richte uns doch wieder auf! 4Du hast das Land erschüttert und gespalten. Heile seine Risse, denn es wankt! 5Du hast dein Volk hart geprüft, tränktest uns mit betäubendem Wein. 6Doch denen, die dich ehren, hast du ein Zeichen aufgestellt, zu dem sie fliehen können vor dem Feind. ♪

7Greif ein mit deiner Macht, erhöre mich, dass die gerettet werden, die du liebst! 8Und das hat Gott in seiner Heiligkeit gesagt: „Ich will jubeln über meinen Sieg! Ich werde ‹das Land von› Sichem2 verteilen und messe Sukkots3 Ebene aus. 9Gilead4 gehört mir, und auch Manasse5 ist mein. Der Helm auf meinem Kopf ist Efraïm6, und Juda ist mein Herrscherstab. 10Moab7 muss mir als Waschschüssel dienen, und auf Edom8 werfe ich meinen Schuh. Juble über mich, Philisterland!9 11Wer wird mich zur Festungsstadt bringen, wer mich nach Edom hinführen?“

12Wer außer dir, Gott, könnte das tun? Doch du hast uns ja verworfen, ziehst nicht mit unseren Heeren aus. 13Bring uns doch Hilfe im Kampf mit dem Feind! Menschenhilfe nützt uns nichts. 14Mit Gott werden wir Großes vollbringen. Er wird unsere Feinde zertreten.

Read in Logos

Footnotes

  1. 1Wörtlich: Schlauch. Ein Sack aus Ziegenfell zur Aufbewahrung von Wasser, Milch und Wein.
  2. ♪steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.
  3. 1n_N 900 Edomiter.
  4. 2Sichem war eine strategisch und religiös bedeutende Stadt auf dem Pass (Sichem = Schulter) zwischen den Bergen Ebal im Norden und Garizim im Süden.
  5. 3Sukkot liegt etwa 34 km nordöstlich von Jericho auf der Ostseite des Jordan und der Nordseite des Jabbok.
  6. 4Gilead bezeichnet das mittlere, manchmal auch das ganze Ostjordanland.
  7. 5Manasse. Einer der zwölf Stämme Israels. Die Hälfte dieses Stammes hatte sich im Ostjordanland niedergelassen.
  8. 6Efraïm. Einflussreichster Stamm im Nordreich Israels. Sein Name kann für das ganze Nordreich stehen.
  9. 7Die Moabiter lebten östlich des Toten Meeres zwischen den Flüssen Arnon und Zered.
  10. 8Edom. Land östlich der Araba im Süden des Toten Meeres, bewohnt von den Nachkommen Esaus.
  11. 9Die Philister bewohnten die südliche Küstenebene von Kanaan.