Psalm 42–72
Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions
German
Arabic
Czech
English
- DARBY 1890 Darby Bible
- ASV American Standard Version
- AV 1873 The Cambridge Paragraph Bible of the Authorized English Version
- CSB Christian Standard Bible
- D-R Douay-Rheims Bible
- ESV English Standard Version
- GW GOD’S WORD Translation
- GNB Good News Translation
- HCSB The Holman Christian Standard Bible
- KJV 1900 King James Version
- LSB Legacy Standard Bible
- LEB The Lexham English Bible
- MSG The Message: The Bible in Contemporary Language
- NET The NET Bible
- NASB95 New American Standard Bible (1995)
- NCV New Century Version
- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
- NKJV The New King James Version
- NLT New Living Translation
- NRSVue New Revised Standard Version: Updated Edition
- RSV The Revised Standard Version
- RSVCE The Revised Standard Version, Catholic Edition
- TNIV Today’s New International Version
- YLT Young’s Literal Translation
French
Hebrew
Hungarian
Italian
Korean
Latin
Portuguese
Russian
Simplified Chinese
Spanish
Traditional Chinese
42–72: Zweites Buch
Ich sehne mich nach Gott
421 Dem Chorleiter. Ein Lehrgedicht von den Söhnen Korachs.
2Wie ein Hirsch nach klarem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, mein Gott. 3Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich wieder kommen, wann vor seinem Angesicht stehn? 4Tränen waren Tag und Nacht mein Brot, denn sie sagten täglich zu mir: „Wo ist denn nun dein Gott?“ 5Darüber denke ich nach, und es bricht mir das Herz. Wie gern zog ich mit der fröhlichen Schar, mitten im Lärm der feiernden Menge, und führte sie mit Jubel und Dank in Gottes Haus.
6Was bist du so verwirrt, meine Seele, was stöhnst du in mir? Hoffe auf Gott! Denn ich werde ihn noch loben für das Heil von seinem Angesicht.
7Mein Gott, ich bin ganz aufgelöst. Darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan, der Hermongipfel und des Kleinen Bergs3. 8Die Tiefe ruft der Tiefe zu beim Tosen deiner Wasserströme. All deine Wogen und Wellen gehen über mich hin. 9Am Tag bietet Jahwe seine Gnade auf, nachts ist sein Lied bei mir, ein Gebet zum Gott meines Lebens. 10Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: „Warum hast du mich vergessen? Warum laufe ich trauernd umher, bedrückt durch den Feind?“ 11Mörderische Qual in meinen Knochen ist der Hohn meiner Bedränger, die mich täglich fragen: „Wo ist denn dein Gott?“
12Was bist du so verwirrt, meine Seele, was stöhnst du in mir? Hoffe auf Gott! Denn ich werde ihn noch preisen, ihn, meine Hilfe und meinen Gott!
431Verschaffe mir Recht, mein Gott! Verteidige mich gegen ein treuloses Volk! Lass mich den Lügnern und Betrügern entkommen! 2Du warst doch immer mein Schutz. Warum hast du mich verstoßen? Warum ist alles dunkel um mich, warum bedrängt mich der Feind? 3Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg, zu den Orten deiner Gegenwart; 4dass ich komme zu Gottes Altar, zum Gott meiner jubelnden Freude und dich mit Zitherspiel preise, Gott, mein Gott!
5Was bist du so verwirrt, meine Seele, was stöhnst du in mir? Hoffe auf Gott! Denn ich werde ihn noch preisen. Heil meines Angesichts, mein Gott!
Von Gott verstoßen?
441Dem Chorleiter. Ein Lehrgedicht von den Söhnen Korachs.
2Gott, mit eigenen Ohren haben wir es gehört; unsere Väter haben uns von dem Werk erzählt, das du gewirkt hast in ihren Tagen, den Tagen längst vergangener Zeit. 3Mit eigener Hand hast du Völker vertrieben, sie aber eingepflanzt. Nationen hast du Schaden zugefügt, sie aber ausgebreitet. 4Denn nicht mit ihrem Schwert nahmen sie das Land, es half ihnen nicht die eigene Kraft. Nein, dein Arm hat ihnen geholfen und das Licht deiner Gegenwart. Denn du fandest Gefallen an ihnen.
5Du selbst bist mein König, Gott; befiehl die Rettung von Jakobs Nachkommenschaft! 6Mit dir stoßen wir unsere Bedränger nieder, durch deinen Namen zertreten wir sie. 7Denn ich vertraue nicht auf meinen Bogen, mein Schwert wird mich nicht retten. 8Nein, du befreist uns von unseren Feinden; lässt sie scheitern mit ihrem Hass. 9Wir rühmen uns den ganzen Tag über solch einen Gott, und preisen deinen Namen immerzu. ♪
10Doch du hast uns verworfen und in Schande gebracht und ziehst nicht aus mit unserem Heer. 11Du lässt uns fliehen vor unseren Feinden, und Menschen, die uns hassen, plündern uns aus. 12Du gibst uns hin wie Vieh zum Verzehr, zerstreust uns unter die Völker. 13Für ein Spottgeld verkaufst du dein Volk und hast nichts durch den Kaufpreis verdient. 14Du machst uns zum Schimpf für die Nachbarn, zum Hohn und Spott für alle um uns her. 15Du machst uns zum Sprichwort für die Völker, Nationen schütteln den Kopf über uns. 16Immer steht mir die Schande vor Augen, und Scham bedeckt mein Gesicht, 17wenn ich die Spötter und Lästerer höre und die rachsüchtigen Feinde sehen muss.
18All das ist über uns gekommen, und doch haben wir dich nicht vergessen, nicht verraten deinen Bund. 19Unsere Herzen wichen nicht von dir ab, unsere Schritte nicht von deinem Pfad. 20Doch du hast uns zu Boden geschlagen, wir hausen wie Schakale in Trümmern, sind mit Todesdunkel bedeckt. 21Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen, zu einem fremden Gott die Hände erhoben, 22hätte Gott das nicht bemerkt? Er kennt doch die Geheimnisse des Herzens. 23Nein, wegen dir werden wir täglich getötet, wie Schlachtvieh sieht man uns an.
24Erwache doch! Warum schläfst du, Herr? Wach auf! Verstoße uns nicht für immer! 25Warum wendest du dich ab, vergisst unsere Not und Bedrängnis? 26Erniedrigt liegen wir am Boden, kraftlos hingestreckt im Staub. 27Steh auf und komm uns zu Hilfe! Erlöse uns, weil du doch gütig bist!
Lied zur Hochzeit des Königs
451Dem Chorleiter. Zu singen wie das Lilienlied.1 Ein Lehrgedicht von den Söhnen Korachs. Ein Lied von der Liebe.
2Gute Worte bewegen mein Herz. Dem König trag ich meine Lieder vor. Meine Zunge sei wie die Feder eines guten Poeten!
3Du bist schöner als andere Menschen, anmutig strömen die Worte aus dir. Darum hat Gott dich gesegnet für ewig. 4Gürte, du Held, dein Schwert an die Hüfte, umhülle dich mit Majestät und Pracht! 5Deiner Herrlichkeit wird es gelingen. Zieh aus für die Sache der Wahrheit, für Demut und Gerechtigkeit! Furcht verschaffe dir dein mächtiger Arm! 6Deine Pfeile sind scharf. Unterwirf dir die Völker, triff deine Feinde mitten ins Herz! 7Gott, dein Thron hat für immer Bestand! Dein Zepter ist Gerechtigkeit. 8Du liebst das Recht; alle Gottlosigkeit ist dir verhasst. Darum hat dich, Gott, dein Gott mit dem Öl der Freude gesalbt wie keinen der anderen bei dir. 9Von Myrrhe3, Aloë4 und Kassia5 duften deine Gewänder, aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.
10Königstöchter stehen da mit deinen Kostbarkeiten. Die Braut steht dir zur Rechten, mit feinstem Gold aus Ofir geschmückt. 11Hör zu, Tochter! Sieh her und neige dein Ohr! Vergiss dein Volk und Vaterhaus! 12Begehrt der König deine Schönheit, – er ist ja dein Herr –, so neige dich vor ihm! 13Die Leute von Tyrus bringen Geschenke, die Reichen des Volkes huldigen dir. 14Ganz herrlich steht die Königstochter in ihrem Gemach, mit Gold durchwirkt ist ihr Gewand. 15In buntbestickten Kleidern wird sie zum König geführt, unberührte Mädchen folgen ihr. Auch ihre Freundinnen begleiten sie zu dir. 16Mit Freude und Jubel geleitet man sie. So ziehen sie in den Palast des Königs ein.
17An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; du setzt sie als Fürsten im ganzen Land ein. 18Deinen Namen will ich bekennen in jeder Generation. Darum werden die Völker dich loben allezeit.
Gott, unsere Burg
461Dem Chorleiter. Nach einer Mädchenweise. Ein Lied von den Söhnen Korachs.
2Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein Helfer in Zeiten der Not. 3Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde erbebt, wenn Berge versinken im Meer, 4wenn seine Fluten noch so toben und Berge erzittern unter ihrer Wucht. ♪
5Ein Strom aus vielen Bächen erfreut die Gottesstadt, das Heiligtum, die Wohnung des Höchsten. 6Gott ist in ihrer Mitte, nichts kann sie erschüttern. Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht. 7Völker toben, Weltreiche wanken, seine Stimme erschallt, und die Erde vergeht.
8Jahwe, der Allmächtige, ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg. ♪1
9Kommt und seht die Taten Jahwes, der Entsetzen auf der Erde verbreitet, 10der Kriege aufhören lässt auf der ganzen Welt, der Bogen zerbricht und Speere zerschlägt und die Streitwagen im Feuer verbrennt. 11„Lasst ab ‹davon› und erkennt, dass ich Gott bin! Ich werde erhöht sein unter den Völkern, erhaben über die Erde.“
12Jahwe, der Allmächtige, ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg. ♪
Der höchste Herr
471Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von den Söhnen Korachs.
2Ihr Völker alle, klatscht in die Hände! Lobt Gott und lasst euren Jubel laut hören! 3Denn Jahwe, der Höchste, ist aller Ehren wert, ein großer König über die ganze Welt. 4Er hat uns Völker unterstellt, uns ganze Nationen zu Füßen gelegt. 5Er hat für uns das Erbland ausgewählt, den Stolz der Nachkommen Jakobs, die er liebt. ♪ 6Im Jauchzen stieg Gott hinauf, im Schall des Schofar-Horns, Jahwe.
7Singt, lobsingt zu Gottes Ehre, singt, lobsingt unserem König! 8Denn Gott ist König der ganzen Erde, singt ihm euer schönstes Lied1! 9Gott ist König über die Völker; Gott sitzt auf seinem heiligen Thron. 10Die Großen der Völker kommen herbei als Volk des Gottes Abrahams, denn Gott gehören die Schilde2 der Erde. Er allein ist über alle erhöht.
Gottes Stadt
481Ein Lied mit Begleitung, ein Psalm von den Söhnen Korachs.
2Groß ist Jahwe und sehr zu loben in der Stadt unseres Gottes, auf seinem heiligen Berg. 3Schön ragt er empor – eine Freude für die ganze Welt –, der Zionsberg, der sich nach Norden erstreckt. Dort liegt die Stadt des großen Königs. 4Gott ist in ihren Palästen und er ist bekannt als ein sicherer Schutz.
5Denn seht: Die Könige vereinten sich und zogen gemeinsam heran. 6Doch was sie sahen, ließ sie erstarren; bestürzt ergriffen sie die Flucht. 7Dort kam das Zittern über sie wie die Wehen über eine Frau. 8Den Ostwind hast du benutzt und die großen Schiffe zerstört.
9Wie wir es hörten, so haben wir es gesehen in Jahwes Stadt, der Stadt des Allmächtigen. Gott wird sie erhalten bis in Ewigkeit. ♪ 10Wir denken über deine Gnade nach, Gott, wir tun es, wenn wir in deinem Tempel sind. 11Wie dein Name, Gott, so reicht dein Ruhm bis an das Ende der Welt. Deine Hand ist mit Gerechtigkeit gefüllt.
12Es freue sich der Zionsberg, auch Judas Städte sollen jubeln wegen deiner gerechten Gerichte. 13Zieht um die Zionsstadt, umkreist sie und zählt ihre Türme! 14Bewundert ihre befestigten Mauern, betrachtet ihre Paläste und erzählt es der kommenden Generation. 15Denn so ist Gott, unser Gott, für immer und ewig. Er wird uns leiten unser Leben lang.
Leben kann man nicht kaufen
491Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von den Söhnen Korachs.
2Hört dies an, ihr Völker alle, merkt auf, alle Bewohner der Welt; 3Menschenkinder, Herrensöhne, miteinander Arm und Reich! 4Mein Mund…
This passage has been shortened. Keep reading Psalm 42–72 in Logos
Footnotes
- 3Kleiner Berg, hebräisch: har misar. Ein Berg dieses Namens ist in Israel nicht bekannt. Vielleicht ist im Gegensatz zu den drei Hermongipfeln der Berg Zion in Jerusalem gemeint.
- ♪steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.
- 1Lilien. Hebräisch: Schoschannim. In Hohelied 2,1 beschreibt der Ausdruck die Anmut der Braut. Hier ist wahrscheinlich die Art der Musik gemeint.
- 3Myrrhe. Ein sehr kostbares wohlriechendes Harz afrikanisch-arabischer Herkunft, das in Salbölen und Arzneien verarbeitet wurde.
- 4Aloë. Öl aus dem Harz eines Baumes, der in Indien wuchs.
- 5Kassia. Gemeint sind wahrscheinlich Duftstoffe und das Öl, das aus der Rinde des Zimt-Kassienbaums in Südchina gewonnen wurde.
- 1 steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.
- 1schönstes Lied. Wörtlich: Singt ihm ein Maskil, ein Lehrgedicht. Oder: Singt ihm mit Verstand!
- 2Die Könige wurden als Schutzschilde ihrer Völker angesehen.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden