Prediger 8,1–9
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Macht über Menschen
81Wer ist so weise und wer versteht eine Sache zu deuten? Die Weisheit eines Menschen lässt sein Gesicht leuchten und die Härte darin schwinden. 2Die Worte des Königs beachte, weil es da einen Gotteseid gibt. 3Geh nicht vorschnell von ihm weg, und lass dich nicht auf eine böse Sache ein, denn er tut doch, was er will. 4Denn das Wort eines Königs hat Macht. Wer könnte ihm denn sagen: „Was machst du da?“ 5Wer das Gebot befolgt, hat nichts Schlimmes zu befürchten. Der Weise weiß im Innersten um Zeit und Recht. 6Denn für jede Sache gibt es die richtige Zeit und Entscheidung. Das ist so, weil das Unglück des Menschen schwer auf ihm liegt. 7Er weiß ja nicht, was geschehen wird, denn wer könnte ihm das mitteilen? 8Kein Mensch hat Macht über den Wind, keiner kann ihn zurückhalten. Und niemand hat Macht über den Tag des Todes. Im Krieg wird niemand entlassen, und das Unrecht rettet seinen Täter nicht. 9Das alles habe ich gesehen, als ich mich mit dem beschäftigte, was unter der Sonne getan wird. Es gibt eine Zeit, in der ein Mensch über den anderen zu dessen Unglück herrscht.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden