Nahum 1,1–3,19
Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions
German
Arabic
Czech
English
- DARBY 1890 Darby Bible
- ASV American Standard Version
- AV 1873 The Cambridge Paragraph Bible of the Authorized English Version
- CSB Christian Standard Bible
- D-R Douay-Rheims Bible
- ESV English Standard Version
- GW GOD’S WORD Translation
- GNB Good News Translation
- HCSB The Holman Christian Standard Bible
- KJV 1900 King James Version
- LSB Legacy Standard Bible
- LEB The Lexham English Bible
- MSG The Message: The Bible in Contemporary Language
- NET The NET Bible
- NASB95 New American Standard Bible (1995)
- NCV New Century Version
- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
- NKJV The New King James Version
- NLT New Living Translation
- NRSVue New Revised Standard Version: Updated Edition
- RSV The Revised Standard Version
- RSVCE The Revised Standard Version, Catholic Edition
- YLT Young’s Literal Translation
French
Hebrew
Hungarian
Italian
Korean
Latin
Portuguese
Russian
Simplified Chinese
Spanish
Traditional Chinese
1: Die Ankündigung
11Wort, das auf Ninive lastet. Das Buch der Schau Nahums aus Elkosch2.
Jahwes Macht
2Ein eifernder und rächender Gott ist Jahwe. Jahwe ist ein Rächer und ist voller Zorn. Jahwe rächt sich an seinen Gegnern und seinen Feinden verzeiht er nicht. 3Jahwe ist geduldig und von gewaltiger Kraft, doch keinen lässt er ungestraft. In Sturm und Wetter nimmt er seinen Weg, seine Füße wirbeln Wolken auf. 4Er droht dem Meer und trocknet es aus, lässt alle Ströme versiegen. Baschan3 und Karmel4 sterben dahin, ja, die Blüte des Libanon welkt. 5Berge beben vor ihm, und Hügel geraten ins Wanken. Bei seinem Anblick hebt sich die Erde, das Festland mit allen Bewohnern. 6Wer hält stand vor seiner Wut, wer besteht vor diesem flammenden Zorn? Wie ein Feuerstrom ergießt sich sein Grimm, die Felsen bersten vor ihm. 7Jahwe ist gut, eine sichere Zuflucht in Zeiten der Not. Er kennt die, die Schutz bei ihm suchen. 8Doch durch eine übermächtige Flut zerstört er die feindliche Stadt.5 Finsternis wird seine Feinde verfolgen.
Ninives Bosheit
9Was plant ihr gegen Jahwe? Er führt doch das Ende herbei! Er vernichtet euch mit einem einzigen Schlag. –10Denn wären sie auch wie Dornen verflochten und von ihrem Zechtrank durchtränkt: Wie dürres Stroh werden sie völlig verzehrt. –11Von dir, ‹Ninive›, kam der, der Böses plante, der gegen Jahwe Nutzloses riet. 12So spricht Jahwe, der Herr: „Auch wenn sie unversehrt und zahlreich sind, werden sie doch abgemäht, es ist mit ihnen vorbei. Habe ich dich, ‹Juda›, auch gebeugt, werde ich es nicht noch einmal tun. 13Ja, jetzt zerbreche ich sein Joch auf dir, deine Fesseln sprenge ich auf. 14Doch über dich, ‹Assyrerkönig›, hat Jahwe bestimmt: Von dir gibt es nun keine Nachkommen mehr! Und in deinem Götterhaus wird Schnitzwerk und Götterbild zerstört. Dein Grab ist schon geschaufelt; ich brauche dich nicht mehr.“
2: Die Beschreibung
Gute Botschaft für Israel
21Seht, da kommt schon über die Berge der Freudenbote geeilt, der den Frieden verkündet. Feiere deine Feste, Juda, und löse deine Versprechen ein!2 Denn sie ziehen nicht mehr durch dich hindurch, mit ihnen ist es völlig aus. 2Gegen dich zog der Zerstörer hinauf, wachte vorm Wachtturm, spähte den Weg aus, straffte die Lenden, spannte die Kraft. 3Jahwe stellt nun Jakobs Stolz, die Hoheit Israels, wieder her, denn Barbaren hatten es verwüstet und alle Weinstöcke zerstört.
Ninives Zerstörung
4Der Schild deiner Feinde ist rot gefärbt, und rot gekleidet sind seine Krieger. Wie Feuer funkeln die Streitwagen, wenn sie aufgestellt sind, und die Rosse schütteln sich. 5Auf den Gassen rasen die Wagen, überrennen sich auf den Plätzen, ein Anblick wie von Fackeln, wie Blitze jagen sie dahin. 6Der König bietet seine Getreuen auf. Sie rennen los, stürzen zur Mauer. Das Schutzdach ist schon aufgestellt! 7Die Tore am Fluss springen auf, Panik ist im Palast, 8die Königin zur Schau gestellt, entblößt und weggeführt. Die Mägde sind gurrende Tauben, sie schlagen sich verzweifelt an die Brust.
9Ninive ist wie ein voller Teich, dessen Wasser abfließt. „Halt, halt!“, ruft man ihm nach, aber keiner dreht sich um. 10Plündert das Silber, plündert das Gold! Kostbarkeiten ohne Ende! Herrliche Dinge, bezaubernde Schätze! 11– Leere, Entleerung, Verheerung! Das Herz zerfließt, die Knie werden weich! Alle Leiber sind schmerzgekrümmt, alle Gesichter glühen!
12Wo ist nun das Lager des Löwen, der Tummelplatz der jungen Tiere, wo sich Löwe und Löwin verbirgt, wo das Löwenjunge bleibt, dass es niemand verscheucht? 13Der Löwe raubte genug für seine Jungen, für seine Löwinnen mordete er. Er füllte seine Höhlen mit Raub, mit Beute seine Verstecke. 14„Pass auf! Jetzt gehe ich gegen dich vor!“, spricht Jahwe, der allmächtige Gott.3 „Deine Wagen werden verbrennen, und deine Löwenjungen frisst das Schwert. Ich mache deinem Rauben ein Ende, die Stimme deiner Boten hört man nicht mehr.“
3: Die Begründung
Wehruf über Ninive
31Wehe der mörderischen Stadt, erfüllt mit Lüge und Gewalt! Das Rauben lässt sie nicht. 2Peitschenknall und rasselnde Räder, jagende Pferde und rasende Wagen, 3galoppierende Reiter, flammendes Schwert und blitzender Speer. Durchbohrte Menschen, Haufen von Toten, Leichen ohne Zahl, man stolpert über die Körper. 4Das alles für die vielen Hurereien der Edelhure und Zauberkünstlerin, sie, die durch Unmoral Völker versklavte, ganze Stämme durch ihre Zauberei.
5„Pass auf! Jetzt gehe ich gegen dich vor!“, spricht Jahwe, der allmächtige Gott. „Ich hebe dir das Kleid hoch bis übers Gesicht, ich zeige den Völkern deine Blöße, den Königreichen deine Scham. 6Ich werfe Unrat auf dich, gebe dich der Verachtung preis und stelle dich öffentlich zur Schau. 7Dann läuft jeder weg, der dich erblickt, er schreckt vor dir zurück und ruft: ‚Ninive ist verwüstet! Wer wird wohl sein Beileid bekunden? Wo soll ich einen Tröster für dich finden?‘
8Bist du denn besser als Theben1, das am Nilstrom lag, von Wasser umgeben? Ein Meer war sein Bollwerk, das Wasser seine Mauer. 9Nubien2 war seine Stärke, ganz Ägypten verteidigte es, Put3 und Libyen kamen zur Hilfe. 10Auch Theben war der Verbannung verfallen, zog in die Gefangenschaft. Auch seine Kinder wurden zerschmettert an den Ecken aller Straßen, auch seine Vornehmen wurden verlost, und alle seine Großen in Ketten gelegt.
11So wirst auch du betrunken und ohnmächtig sein, auch du wirst Zuflucht suchen vor dem Feind. 12All deine befestigten Städte sind Bäume mit frühreifen Feigen: Wenn man sie schüttelt, fallen sie dem Esser in den Mund. 13Schau, deine Männer sind Memmen geworden! Die Tore deines Landes stehen offen für den Feind. Feuer hat deine Riegelbalken gefressen.
14Schöpfe dir Wasser für die Belagerung! Verstärke deine Festungen! Tritt den Ton, stampfe den Lehm, forme dir Ziegel daraus! 15Dort wird dich das Feuer fressen. Das Schwert wird dich vernichten, dich verzehren wie der Fresser4. Vermehre dich ruhig wie der Fresser, werde zahlreich wie ein Heuschreckenschwarm! 16Magst du auch mehr Händler haben, als Sterne am Himmel sind: Die Fresser häuten sich und fliegen davon. 17Deine Höflinge sind wie die Heuschrecken, deine Beamten wie ein Heuschreckenschwarm, der sich am frostigen Tag auf Mauern niederlässt. Geht die Sonne auf, fliegt er eilig davon. Niemand weiß, wohin. Ja, wo sind sie geblieben?
18Deine Hirten schlafen, König von Assyrien! Deine Mächtigen sind tot. Dein Volk ist auf den Bergen zerstreut, und niemand führt es wieder zusammen. 19Keine Heilung gibt es für deinen Bruch, von diesem Schlag erholst du dich nie! Jeder, der die Nachricht hört, klatscht vor Freude in die Hände. Denn wen traf deine ständige Bosheit nicht?“
Footnotes
- 2Elkosch. Die Lage des Ortes ist umstritten. Kafarnaum in Galiläa = Kfar Nahum (Dorf Nahums) könnte ein Hinweis sein.
- 3Baschan ist eine fruchtbare Bergregion östlich vom See Gennesaret.
- 4Der Karmel ist ein Berg, der die Mittelmeerebene unterbricht, ein Symbol für Schönheit und Fruchtbarkeit.
- 5feindliche Stadt. Gemeint ist offenbar Ninive.
- 2Versprechen. Gelübde, die man in der Not gegeben hatte.
- 3der allmächtige Gott. Hebräisch: Zebaoth, das heißt „Heere“ oder „Kriege“. In der wird der Begriff immer mit „pantokrator“ = „Allherrscher“ oder „Allmächtiger“ wiedergegeben.
- 1Theben. Hebräisch: No-Amon, Stadt des Gottes Amon. Theben war die Hauptstadt von Oberägypten im Gebiet zwischen dem heutigen Luxor und Karnak, 640 km südlich von Kairo.
- 2Nubien. Hebräisch: Kusch. Land am Oberlauf des Nil, südlich von Ägypten.
- 3Put. Ein Volk, vermutlich aus der Nachbarschaft von Ägypten und Libyen, das Hilfstruppen stellte.
- 4Fresser. Eine kriechende, noch ungeflügelte Heuschrecke.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden