Markus 1,16–39
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16Als Jesus am See von Galiläa7 entlangging, sah er zwei Brüder. Jeder warf sein rundes Wurfnetz aus. Es waren Simon und sein Bruder Andreas. 17Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, folgt mir! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ 18Sofort ließen sie die Netze liegen und folgten ihm. 19Als er ein Stück weitergegangen war, sah er Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus. Sie saßen in ihrem Boot und besserten die Netze aus. 20Auch sie forderte er gleich auf, mit ihm zu kommen. Da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit den Lohnarbeitern im Boot zurück und folgten ihm.
21Sie kamen nach Kafarnaum8. Gleich am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und sprach zu den Menschen dort. 22Die waren sehr überrascht von seiner Lehre, denn er lehrte nicht, wie sie es von den Gesetzeslehrern kannten, sondern sprach mit Vollmacht. 23Und gerade jetzt war in ihrer Synagoge ein Mann, den ein böser Geist beherrschte. Der brüllte plötzlich los: 24„Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.“ 25Da herrschte Jesus den bösen Geist an: „Sei still und verlass diesen Mann!“ 26Darauf zerrte der böse Geist den Mann hin und her und verließ ihn mit einem lauten Schrei. 27Die Leute waren so überrascht und erschrocken, dass sie sich gegenseitig fragten: „Was ist das? Eine neue Lehre mit göttlicher Vollmacht? Auch den bösen Geistern gibt er Befehle, und sie gehorchen ihm.“ 28Sein Ruf verbreitete sich mit Windeseile im ganzen galiläischen Umland.
29Sobald sie die Synagoge verlassen hatten, gingen sie in das Haus von Simon und Andreas. Auch Jakobus und Johannes kamen mit. 30Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett, und gleich erzählten sie es ihm. 31Da ging er zu ihr hin, fasste sie bei der Hand und richtete sie auf. Im selben Augenblick verschwand das Fieber, und sie konnte ihre Gäste bewirten.
32Am Abend, es war nach Sonnenuntergang, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. 33Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt. 34So heilte Jesus viele Menschen, die an ganz verschiedenen Krankheiten litten. Er trieb auch viele Dämonen aus, die er aber nicht zu Wort kommen ließ, weil sie wussten, wer er war.
35Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand er auf und ging aus dem Haus fort an eine einsame Stelle, um dort zu beten. 36Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach. 37Als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm: „Alle suchen dich!“ 38Aber er sagte: „Lasst uns jetzt in die umliegenden Ortschaften hier gehen, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.“
39So zog er durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.
Fußnoten
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden