Levitikus 18–20
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Verbotene sexuelle Beziehungen
181Jahwe sagte weiter zu Mose: 2„Sprich zu den Israeliten: Ich bin Jahwe, euer Gott! 3Lebt nicht nach den Sitten des Landes Ägypten, wo ihr gewohnt habt, auch nicht nach den Gewohnheiten des Landes Kanaan, wohin ich euch bringe. Ihr sollt nicht nach ihren Ordnungen leben. 4Meine Vorschriften sollt ihr befolgen und euch nach meinen Ordnungen richten! Ich bin Jahwe, euer Gott! 5Ihr sollt euch nach meinen Vorschriften und Ordnungen richten. Wer sie befolgt, wird durch sie leben. Ich bin Jahwe!
6Niemand von euch darf eine sexuelle Beziehung mit Blutsverwandten haben. Ich bin Jahwe! 7Die Scham deines Vaters, das heißt, die deiner Mutter, darfst du nicht entblößen. Es ist deine Mutter und du darfst nicht mit ihr schlafen. 8Auch die Scham einer anderen Frau deines Vaters darfst du nicht entblößen, denn es ist zugleich die Scham deines Vaters. 9Du darfst nicht mit deiner Schwester schlafen, der Tochter deines Vaters oder deiner Mutter, egal, ob sie in der Familie oder außerhalb von ihr lebt. 10Du darfst nicht mit deiner Enkeltochter schlafen, egal, ob sie ‹aus der Familie› deines Sohns oder deiner Tochter stammt. Denn das deckt deine eigene Scham auf. 11Du darfst auch nicht mit der Tochter deiner Stiefmutter schlafen, denn sie ist von deinem Vater gezeugt, also deine Schwester. 12Auch mit der Schwester deines Vaters darfst du nicht schlafen, denn sie ist eine Blutsverwandte deines Vaters. 13Ebenso ist es mit der Schwester deiner Mutter. Du darfst nicht mit ihr schlafen, denn sie ist eine Blutsverwandte deiner Mutter. 14Du sollst auch keine sexuelle Gemeinschaft mit einer angeheirateten Tante suchen, denn damit entblößt du deinen Onkel. 15Du darfst nicht mit deiner Schwiegertochter schlafen. Sie ist doch die Frau deines Sohnes, deshalb darfst du ihre Scham nicht aufdecken. 16Auch mit deiner Schwägerin darfst du nicht schlafen, denn es ist die Scham deines Bruders. 17Du darfst nicht mit einer Frau und ihrer Tochter schlafen. Auch mit der Tochter ihres Sohnes oder der Tochter ihrer Tochter darfst du nicht schlafen, weil sie blutsverwandt sind. Es wäre eine Schandtat. 18Und solange deine Frau lebt, sollst du ihre Schwester nicht zur Nebenfrau nehmen und ihre Scham neben ihr entblößen.
19Du darfst dich einer Frau, die wegen ihrer monatlichen Blutung unrein ist, nicht nähern, um mit ihr zu schlafen. 20Mit der Frau eines anderen Mannes darfst du nicht schlafen, denn dadurch wirst du unrein. 21Keinen von deinen Nachkommen darfst du dem Moloch2 als Opfer verbrennen. Du sollst den Namen deines Gottes nicht entweihen. Ich bin Jahwe! 22Mit einem Mann3 darfst du keinen geschlechtlichen Verkehr haben wie mit einer Frau. So etwas verabscheue ich. 23Du darfst keinen Geschlechtsverkehr mit einem Tier haben. Dadurch verunreinigst du dich. Auch eine Frau darf sich nicht zu einem Tier stellen, um sich mit ihm zu paaren. Das ist widerwärtig.
24Verunreinigt euch nicht durch solche Dinge! Denn durch all dieses haben sich die Völker verunreinigt, die ich vor euch vertreibe. 25Sie haben das Land unrein gemacht, und ich habe es zur Rechenschaft gezogen, sodass es seine Bewohner ausgespuckt hat.
26Ihr aber sollt euch an meine Ordnungen und Vorschriften halten, ebenso die Fremden, die bei euch leben. Tut keines dieser abscheulichen Dinge. 27Denn das haben die Menschen getan, die vor euch im Land lebten. Und dadurch ist das Land unrein geworden. 28Sonst wird euch das Land ebenso ausspucken, wie es das Volk ausgespuckt hat, das vor euch da war. 29Jeder, der irgendetwas von diesen Abscheulichkeiten tut, soll von seinem Volk beseitigt werden. 30Gehorcht also meinen Anweisungen, keine dieser abscheulichen Bräuche zu übernehmen, die man vor euch ausgeübt hat, und verunreinigt euch nicht durch sie. Ich bin Jahwe, euer Gott.“
Heiligung des täglichen Lebens
191Jahwe sagte weiter zu Mose: 2„Rede zur ganzen Versammlung der Israeliten und richte ihnen aus: Ihr sollt heilig sein, denn ich, Jahwe, euer Gott, bin heilig. 3Jeder von euch soll seine Mutter und seinen Vater ehren. Haltet meine Sabbate ein. Ich bin Jahwe, euer Gott. 4Ihr sollt euch nicht den Götzen zuwenden und euch auch keine Götter aus Metall gießen. Ich bin Jahwe, euer Gott!
5Wenn ihr Jahwe ein Freudenopfer schlachtet, sollt ihr es so tun, dass ihr Wohlwollen findet. 6Es muss am Tag der Schlachtung gegessen werden und auch noch am Tag danach. Wenn am dritten Tag noch etwas übrig ist, muss es verbrannt werden. 7Isst jemand noch am dritten Tag von dem Fleisch, ist es unrein geworden; und das ganze Opfer gefällt Gott nicht. 8Ja, wer dann noch davon isst, lädt Schuld auf sich, denn er hat entweiht, was Jahwe heilig ist. Diese Person muss aus ihrer Volksgemeinschaft entfernt werden.
9Wenn ihr eure Ernte einbringt, sollst du das Feld nicht bis an den Rand abernten. Du sollst auch keine Nachlese halten. 10Auch in deinem Weinberg sollst du nicht nachlesen und das Heruntergefallene nicht aufheben. Lass es für die Armen und Fremden übrig. Ich bin Jahwe, euer Gott!
11Ihr sollt nicht stehlen, nicht lügen und einander nicht betrügen. 12Missbraucht meinen Namen nicht, um falsch zu schwören, denn damit entweiht ihr ihn. Ich bin Jahwe! 13Du sollst deinen Nächsten weder unterdrücken noch berauben. Den Lohn eines Tagelöhners darfst du nicht über Nacht bis zum nächsten Morgen behalten. 14Einen Tauben sollst du nicht schmähen und vor einen Blinden kein Hindernis legen. Du sollst dich vor deinem Gott fürchten, denn ich bin Jahwe!
15Tut kein Unrecht im Gericht. Einen Geringen darfst du nicht bevorzugen und einen Großen nicht ehren. Du sollst ein gerechtes Urteil über deinen Nächsten sprechen. 16Du sollst nicht als Verleumder in deiner Sippe umhergehen. Trete nicht gegen das Leben deines Nächsten auf. Ich bin Jahwe!
17Du sollst im Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Nächsten ernstlich zurecht, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst. 18Räche dich nicht selbst und trage deinen Volksgenossen nichts nach. Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Ich bin Jahwe!
19Ihr sollt euch an meine Ordnungen halten. Kreuzt nicht Tiere verschiedener Art miteinander. Besät eure Felder nicht mit zweierlei Samen. Tragt keine Gewänder aus zweierlei Stoff.
20Wenn ein Mann mit einer Sklavin schläft, die für einen anderen Mann bestimmt ist, aber noch nicht losgekauft oder freigelassen wurde, muss er Schadenersatz leisten. Die beiden müssen nicht getötet werden, denn die Frau ist nicht frei gewesen. 21Der Mann muss Jahwe einen Schafbock als Schuldopfer an den Eingang zum Offenbarungszelt bringen. 22Der Priester soll ihm damit vor Jahwe Sühne für die begangene Sünde erwirken. Dann wird ihm vergeben werden.
23Wenn ihr in das Land kommt und Fruchtbäume pflanzt, dann sollt ihr deren Früchte wie eine Vorhaut stehen lassen. Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten und dürfen nicht gegessen werden. 24Im vierten Jahr sollt ihr sie Jahwe als Festgabe weihen. 25Vom fünften Jahr an dürft ihr die Früchte der Fruchtbäume genießen. So wird ihr Ertrag umso größer sein. Ich bin Jahwe, euer Gott!
26Ihr dürft nichts Blutiges essen. Treibt keine Wahrsagerei und deutet keine Zeichen. 27Rasiert euch das Haar nicht rings um den Kopf ab, stutzt auch nicht eure Bärte 28und macht euch keine Einschnitte am Körper wegen eines Toten. Ihr sollt euch auch keine Zeichen eintätowieren. Ich bin Jahwe! 29Entehre deine Tochter nicht und treibe sie nicht zur Prostitution, damit das Land nicht sexueller Unmoral verfällt und voller Schandtaten ist.
30Meine Sabbate sollt ihr halten und mein Heiligtum fürchten. Ich bin Jahwe! 31Wendet euch nicht an Totengeister und sucht keine Wahrsager auf. Denn durch sie verunreinigt ihr euch. Ich bin Jahwe, euer Gott! 32Vor grauem Haar stehe auf und begegne alten Menschen mit Respekt. Fürchte dich vor deinem Gott. Ich bin Jahwe!
33Wenn ein Fremder mit euch zusammen in eurem Land lebt, dürft ihr ihn nicht unterdrücken. 34Wie ein Einheimischer soll er euch gelten. Du sollst ihn lieben wie dich selbst, denn ihr seid selber Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin Jahwe, euer Gott!
35Ihr sollt niemand Unrecht zufügen im Gericht, beim Messen, beim Wiegen und Abmessen. 36Eure Waage muss stimmen, die Gewichte und die Hohlmaße4 müssen dem Grundmaß entsprechen. Ich bin Jahwe, euer Gott, der euch aus Ägypten herausgeführt hat! 37Ihr sollt auf alle meine Ordnungen und Vorschriften achten und euch danach richten. Ich bin Jahwe, euer Gott!“
Strafe für schwere Vergehen
201Jahwe sagte dann zu Mose: 2„Gib den Israeliten Folgendes weiter: Wenn ein Israelit oder ein Fremder, der in Israel lebt, eins von seinen Kindern dem Moloch opfert, muss er getötet werden. Das Volk des Landes soll ihn steinigen. 3Ich werde mich gegen diesen Mann wenden und ihn aus seinem Volk beseitigen, denn er hat eins von seinen Kindern dem Moloch gegeben, mein Heiligtum unrein gemacht und meinen heiligen Namen entweiht. 4Und wenn das Volk des Landes die Augen vor diesem Mann verschließt, der einen seiner Nachkommen dem Moloch opferte, wenn es ihn nicht tötet, 5dann werde ich selbst mich gegen diesen Mann und seine Sippe wenden und gegen alle, die es ihm nachmachen und sich mit dem Moloch einlassen. Ich werde sie aus ihrem Volk beseitigen.
6Ich werde mich auch gegen jede Person stellen, die sich mit Totengeistern oder Wahrsagern einlässt, und sie aus ihrem Volk beseitigen. 7So sondert euch von alldem ab und lebt heilig, denn ich bin Jahwe, euer Gott! 8Ihr sollt euch nach meinen Ordnungen richten! Ich bin Jahwe, der euch heiligt!
9Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht, muss getötet werden. Denn dafür lastet Blutschuld auf ihm.
10Wenn jemand mit der Frau eines anderen Ehebruch begeht, müssen beide getötet werden: der Ehebrecher und die Ehebrecherin. 11Und wenn jemand mit einer der Frauen seines Vaters schläft, hat er die Scham seines Vaters entblößt. Beide müssen getötet werden. Die Blutschuld dafür lastet auf ihnen. 12…
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Footnotes
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden