Jesaja 64
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641wie das Feuer Reisig entfacht und wie es Wasser wallen macht; dass deine Feinde merken, wer du bist, dass die Völker vor Angst vergehen, 2wenn du furchterregende Taten vollbringst, die niemand von dir erwartet hat! Ja, führest du doch herab, dass die Berge erbebten vor dir! 3Noch nie hat man so etwas gehört, noch niemals so etwas erlauscht, noch nie hat ein Auge einen Gott gesehen wie dich, der an denen, die auf ihn hoffen, so gewaltige Dinge tut!
4Ach, kämst du doch dem entgegen, der freudig tut, was recht vor dir ist, und bei seinem Tun an dich denkt! Nun aber traf uns dein Zorn, denn wir haben uns versündigt an dir. Seit jeher sind wir treulos gewesen! 5Wir alle sind von Unrecht befleckt, selbst unsere gerechten Taten sind besudelt wie ein schmutziges Gewand. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind. 6Es gab niemand, der deinen Namen anrief, der sich aufraffte, um festzuhalten an dir. Denn du hattest dich verborgen vor uns, uns ausgeliefert unserer Schuld.
7Trotzdem bist du unser Vater, Jahwe! Du bist der Töpfer, wir sind der Ton; wir alle sind Gefäße deiner Hand. 8O Jahwe, zürne nicht so sehr, denk nicht für immer an unsere Schuld! Schau bitte her, wir sind doch dein Volk! 9Die Städte deines heiligen Landes sind zerstört, Zion ist verwüstet, Jerusalem ein Trümmerberg. 10Unser heiliges und herrliches Haus, in dem unsere Väter dich lobten, ist ein Raub der Flammen geworden. Alles, was uns lieb und wert war, ist zerstört. 11Kannst du dabei noch an dich halten, Jahwe? Schaust du all dem schweigend zu? Erniedrigst du uns ganz und gar?
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden