Hiob 3,11–22
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Hiob verwünscht sein Überleben als Säugling
11„Warum starb ich nicht bei der Geburt, als ich aus dem Mutterschoß kam? 12Weshalb kamen mir Knie entgegen, wozu Brüste, dass ich daran sog? 13Dann läge ich jetzt schon und ruhte aus, dann schliefe ich und hätte Ruh 14mit Königen und Räten des Landes, die sich verödete Grabmäler bauten; 15oder mit Fürsten, reich an Gold, die ihre Häuser mit Silber füllten. 16Oder als verscharrte Fehlgeburt wäre ich nicht da, wie ein Kind, das niemals das Licht sah. 17Dort endet das Wüten der Bösen, dort ruhen die Erschöpften aus. 18Gefangene sind frei von Sorgen, hören das Geschrei des Antreibers nicht. 19Die Kleinen sind dort wie die Großen, und der Sklave ist frei von seinem Herrn.“
Hiob verwünscht den Umstand, weiterleben zu müssen
20„Warum gibt er dem Leidenden Licht und Leben denen, die verbittert sind; 21die auf den Tod warten, doch der bleibt aus; die nach ihm scharren mehr als nach Schätzen; 22die sich freuen würden, wären sie im Grab. Sie würden jubeln und wären entzückt.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden