Hesekiel 16,6–14
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6Da kam ich vorbei und sah dich zappeln in deinem Blut. Als du so dalagst, sagte ich zu dir: Du sollst leben! Ja, zu dir in deinem Blut sagte ich: Du sollst leben 7und wachsen wie eine Blume auf dem freien Feld. So blühtest du auf und wurdest zu einer höchst anmutigen Frau. Deine Brüste wölbten sich, das Schamhaar sprosste, aber du warst nackt und bloß.
8Als ich wieder vorbeikam, sah ich, dass die Zeit der Liebe für dich gekommen war. Da breitete ich meinen Mantel über dir aus und bedeckte deine Blöße. Ich schwor dir Treue und schloss den Bund der Ehe mit dir. So wurdest du mein. 9Ich badete dich und wusch dein Blut von dir ab. Dann salbte ich dich mit Öl 10und zog dir ein bunt gewirktes Kleid an. Ich gab dir Sandalen aus Tachasch-Leder3, band dir ein Kopftuch aus allerfeinstem Leinen um und hüllte dich in Seide ein. 11Dann legte ich dir Schmuck an: Spangen für das Handgelenk, eine Kette um den Hals, 12einen Ring an deine Nase und auch Ringe für die Ohren, dazu einen kostbaren Reif an die Stirn. 13So warst du mit Gold und Silber geschmückt, trugst Kleider aus feinstem Leinen, Seide und bunt gewebten Stoffen. Du hattest Gebäck aus feinem Mehl mit Honig und Öl. Und du warst überaus schön, tauglich zu einer Königin. 14Der Ruf deiner Schönheit, die durch meinen Schmuck vollkommen wurde, ging durch alle Welt, spricht Jahwe, der Herr.
Footnotes
- 3Tachasch-Leder. Weichgegerbtes Leder aus Tümmler- oder Dachshäuten.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden