Logos Bible Study

2. Samuel 8–10

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Davids Siege

81Einige Zeit später schlug David die Philister. Er unterwarf sie und nahm ihnen die Zügel der Herrschaft aus der Hand. 2Er schlug auch die Moabiter1. Die Besiegten mussten sich nebeneinander auf die Erde legen, und er ließ die Messschnur über Leben und Tod entscheiden. Je zwei Schnurlängen Menschen wurden getötet und eine volle Schnurlänge am Leben gelassen. So unterwarf sich David die Moabiter und machte sie tributpflichtig. 3David besiegte auch König Hadad-Eser Ben-Rechob von Zoba2, der gerade ausgezogen war, um seine Macht am oberen Euphrat wiederherzustellen. 4David nahm 1700 Reiter und 20.000 Fußsoldaten von ihm gefangen. Alle Streitwagen ließ er unbrauchbar machen, nur 100 behielt er für sich.

5Als die Syrer von Damaskus König Hadad-Eser von Zoba zu Hilfe kamen, besiegte David auch sie und tötete 22.000 Mann4. 6David legte Besatzungen in das damaszenische Syrien. So wurden die Syrer David untertan und mussten ihm regelmäßig Tribut zahlen. Jahwe half David überall, wohin er auch zog.

7David erbeutete die goldenen Schilde, die Hadad-Esers Offiziere getragen hatten, und brachte sie nach Jerusalem. 8Aus den Städten Betach und Berotai, die zu Hadad-Esers Gebiet gehörten, nahm er eine große Menge Bronze mit. 9Als König Toï von Hamat hörte, dass David die ganze Streitmacht Hadad-Esers vernichtet hatte, 10schickte er seinen Sohn Joram5 zu ihm. Er sollte König David Grüße ausrichten und ihn zu seinem Sieg über Hadad-Eser beglückwünschen. Hadad-Eser hatte nämlich ständig gegen Toï Krieg geführt. Joram brachte Geräte aus Gold, Silber und Bronze mit. 11Auch diese weihte König David Jahwe, ebenso wie das Silber und Gold, das er von den Völkern bekam, die er unterworfen hatte, 12von den Syrern, den Moabitern und Ammonitern6, von den Philistern, den Amalekitern, und das, was er König Hadad-Eser Ben-Rechob von Zoba abgenommen hatte.

13Einen Namen aber machte sich David, als er von seiner Schlacht gegen Aram zurückkehrte und ‹Abischai› im ‹edomitischen› Salztal 18.000 Mann7erschlagen hatte. 14Im ganzen Land Edom setzte er Statthalter ein und machte die Bewohner zu seinen Untertanen. So half Jahwe David überall, wohin er auch zog.

15David regierte als König über ganz Israel und sorgte für Recht und Gerechtigkeit in seinem Volk.

Davids Beamte

16Joab Ben-Zeruja war Oberbefehlshaber über das Heer. Joschafat Ben-Ahilud war Kanzler. 17Zadok Ben-Ahitub und Ahimelech Ben-Abjatar waren Priester, Seraja war Staatsschreiber. 18Benaja Ben-Jojada befehligte die Leibgarde8. Alle Söhne Davids hatten den Rang von Priestern.

David und Mefi-Boschet

91Eines Tages fragte David: „Ist eigentlich von Sauls Familie noch jemand am Leben? Um Jonatans willen möchte ich ihm Gutes tun.“ 2Saul hatte einen Gefolgsmann namens Ziba gehabt, der nun zu David gerufen wurde. Der König fragte ihn: „Bist du Ziba?“ – „Ja, ich bin dein Diener“, antwortete er. 3Der König fragte ihn: „Ist denn keiner von Sauls Familie mehr am Leben? Ich möchte ihm Gottes Güte erweisen.“ Ziba erwiderte: „Es gibt noch einen Sohn Jonatans, der an beiden Füßen gelähmt ist.“ 4„Wo ist er?“, fragte der König. „Er lebt im Haus von Machir Ben-Ammiël in Lo-Dabar1“, erwiderte Ziba.

5Da schickte der König Leute hin und ließ ihn holen. 6So kam Mefi-Boschet Ben-Jonatan, der Enkel Sauls, zu David und und warf sich vor ihm nieder, das Gesicht auf dem Boden. „Mefi-Boschet!“, sagte David. „Ja, ich bin dein Diener“, erwiderte dieser. 7„Hab keine Angst!“, sagte David zu ihm. „Um deines Vaters Jonatan willen möchte ich dir Gutes tun. Ich werde dir alle Ländereien deines Großvaters Saul zurückgeben. Und du darfst immer an meinem Tisch essen.“ 8Da warf er sich erneut nieder und sagte: „Was ist dein Diener schon, dass du dich mir so zuwendest? Ich bin doch nur ein toter Hund!“

9Dann ließ der König Ziba, den Gefolgsmann Sauls, zu sich kommen und sagte zu ihm: „Alles, was Saul und seiner Familie gehört hat, habe ich dem Enkel deines Herrn zurückgegeben. 10Du wirst mit deinen Söhnen und Knechten das Land bearbeiten und die Ernte einbringen, damit der Enkel deines Herrn seinen Lebensunterhalt hat. Mefi-Boschet selbst wird immer an meinem Tisch essen.“ Ziba hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte. 11Da sagte Ziba zum König: „Dein Diener wird alles tun, was mein Herr, der König, ihm befiehlt.“

Mefi-Boschet wurde also an der Königstafel versorgt wie einer der Königssöhne. 12Er hatte auch noch einen kleinen Sohn namens Micha. Und alle, die zum Haushalt Zibas gehörten, wurden zu Dienern Mefi-Boschets. 13Dieser allerdings wohnte seitdem in Jerusalem und speiste beständig an der Tafel des Königs. Er war an beiden Füßen gelähmt.

Krieg gegen die Ammoniter

101Einige Zeit später starb der König der Ammoniter und sein Sohn Hanun wurde König. 2David dachte: „Ich will Hanun Ben-Nahasch Freundlichkeit erweisen, wie sein Vater auch mir gegenüber Freundlichkeit gezeigt hat.“ So schickte er eine Gesandtschaft zu Hanun, um ihm sein Beileid auszusprechen. Als die Gesandten Davids im Ammoniterland ankamen, 3sagten die Oberen der Ammoniter zu ihrem Herrn: „Denkst du wirklich, dass David deinen Vater ehren will, wenn er dir sein Beileid ausspricht? Er hat seine Gesandten doch nur geschickt, um die Stadt zu erkunden. Er will sie ausspionieren, um sie später zerstören zu können.“ 4Da ließ Hanun die Gesandten Davids ergreifen, ihnen die Hälfte des Bartes abscheren und die Gewänder unten bis zum Gesäß abschneiden und schickte sie so zurück. 5Als David erfuhr, wie schwer seine Männer beschämt worden waren, schickte er ihnen Boten entgegen und ließ ihnen sagen: „Bleibt in Jericho, bis euer Bart wieder gewachsen ist, und kommt dann zurück.“

6Als die Ammoniter merkten, dass sie sich bei David verhasst gemacht hatten, warben sie Soldaten an: 20.000 Mann1 bei den Syrern von Bet-Rechob2 und Zoba, 12.000 Mann von Tob3 und den König von Maacha4 mit 1000 Mann. 7Als David davon hörte, ließ er Joab mit dem ganzen Heer erfahrener Soldaten ausrücken. 8Die Ammoniter bezogen Stellung vor dem Tor ihrer Stadt. Aber die Syrer von Zoba und Rechob und die Männer von Tob und Maacha stellten sich in einiger Entfernung auf dem offenen Feld zur Schlacht auf. 9Als Joab sah, dass er eine Front vor sich und eine im Rücken hatte, wählte er seine besten Leute aus und stellte sich mit ihnen den Syrern entgegen. 10Die übrigen sollten sich unter dem Kommando seines Bruders Abischai den Ammonitern entgegenstellen. 11Joab sagte: „Wenn die Syrer stärker sind als ich, kommst du mir zu Hilfe. Und wenn dir die Ammoniter zu stark werden, helfe ich dir. 12Hab Mut und lass uns stark sein für unser Volk und die Städte unseres Gottes! Dann soll Jahwe tun, was ihm gefällt.“ 13Joab rückte mit seiner Truppe zur Schlacht gegen die Syrer vor. Da flohen sie vor ihm. 14Als die Ammoniter sahen, dass die Syrer flohen, ergriffen auch sie vor Abischai die Flucht und zogen sich in die Stadt zurück. Da stellte Joab den Kampf gegen die Ammoniter ein und kehrte nach Jerusalem zurück.

Krieg gegen die Syrer

15Die Syrer jedoch sammelten sich wieder, nachdem sie von Israel geschlagen worden waren. 16Hadad-Eser ließ auch die syrischen Truppen von jenseits des Euphrat anrücken. Unter dem Befehl seines Heerführers Schobach rückten sie bis Helam vor. 17Als David das gemeldet wurde, rief er alle wehrfähigen Männer Israels zusammen, überquerte mit ihnen den Jordan und kam nach Helam. Dort stellten sich ihm die Syrer entgegen, und es kam zur Schlacht. 18Die Syrer wurden von Israel in die Flucht geschlagen. Davids Männer erschlugen 700 syrische Wagenkämpfer, dazu 40.000 Reiterund Fußvolk. Auch Schobach, ihren Heerführer, verwundeten sie, dass er dort starb. 19Als nun all die Könige, die unter der Oberherrschaft Hadad-Esers gestanden hatten, sahen, dass sie geschlagen waren, schlossen sie Frieden mit Israel und unterwarfen sich. Die Syrer wagten es nicht, den Ammonitern noch einmal zu helfen.

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Footnotes

  1. 1Die Moabiter lebten östlich vom Toten Meer zwischen den Flüssen Arnon und Zered.
  2. 2Zoba war ein kleines Königreich nördlich von Damaskus.
  3. 4n_N 2200 Mann.
  4. 5Joram. Sein ursprünglicher Name lautete wohl Hadoram (Hadad ist erhaben) wie 1. Chronik 18,10. 1. Chronik 18,10. Möglicherweise hatte David ihm den Namen Joram (Jahwe ist erhaben) gegeben. Siehe auch Daniel 1,7.
  5. 6Die Ammoniter waren nordöstliche Nachbarn der Moabiter.
  6. 718.000. n_N 900 Mann.
  7. 8Leibgarde. Wörtlich: Die Kreter und Pleter. Vielleicht sind damit Männer von zwei aus Kreta stammenden Philisterstämmen gemeint, die David als Leibwächter in der königlichen Leibgarde dienten.
  8. 1Lo-Dabar ist eine Stadt im Ostjordanland, 16 km südöstlich vom See Gennesaret, etwa vier Tagereisen von Jerusalem entfernt.
  9. 1Zahlen n_N 2000, 1200, 100 Mann.
  10. 2Bet-Rechob liegt zwischen dem Berg Hermon und dem Libanon-Gebirge.
  11. 3Tob. Die Stadt lag nördlich vom Königreich Ammon und östlich vom Stammesgebiet Manasse.
  12. 4Maacha war ein kleines syrisches Königreich nördlich und östlich vom See Gennesaret.