1. Samuel 13–31
Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions
German
Arabic
Czech
English
- DARBY 1890 Darby Bible
- ASV American Standard Version
- AV 1873 The Cambridge Paragraph Bible of the Authorized English Version
- CSB Christian Standard Bible
- D-R Douay-Rheims Bible
- ESV English Standard Version
- GW GOD’S WORD Translation
- GNB Good News Translation
- HCSB The Holman Christian Standard Bible
- KJV 1900 King James Version
- LSB Legacy Standard Bible
- LEB The Lexham English Bible
- MSG The Message: The Bible in Contemporary Language
- NET The NET Bible
- NASB95 New American Standard Bible (1995)
- NCV New Century Version
- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
- NKJV The New King James Version
- NLT New Living Translation
- NRSVue New Revised Standard Version: Updated Edition
- RSV The Revised Standard Version
- RSVCE The Revised Standard Version, Catholic Edition
- YLT Young’s Literal Translation
French
Hebrew
Hungarian
Italian
Korean
Latin
Portuguese
Russian
Simplified Chinese
Spanish
Traditional Chinese
Samuel widersteht Saul
131Ein Jahr verging, bis Saul ‹nach seiner Salbung öffentlich als› König ‹eingesetzt› wurde. Und nachdem er zwei Jahre König war, 2wählte er sich 3000 Israeliten1 aus. 2000 sollten unter seinem Befehl in Michmas2 und auf den Höhen von Bet-El stehen und 1000 bei Jonatan in Gibea in Benjamin. Den Rest des Volkes entließ er wieder nach Hause. 3‹Jahre später› eroberte Jonatan die Philister-Garnison in Geba3 und erschlug die Besatzung. Als das bei den Philistern bekannt wurde, ließ Saul im ganzen Land die Signalhörner blasen, denn er wollte, dass die Hebräer es hörten. 4Überall in Israel wurde ausgerufen: „Saul hat die Grenzposten der Philister geschlagen! Dadurch hat sich Israel bei den Philistern verhasst gemacht.“ So wurde das Volk nach Gilgal zusammengerufen, um unter Sauls Führung zu kämpfen.
5Auch die Philister sammelten sich zum Kampf gegen Israel: 30004 Streitwagen und 6000 Reiter, dazu Fußkämpfer wie Sand am Meer. Ihr Lager schlugen sie bei Michmas, östlich von Bet-Awen5 auf. 6Als die Israeliten sahen, dass sie durch diese Menge in Not kommen würden, versteckten sie sich in Höhlen und in Dornengestrüpp, in Felsen, Grabkammern und Zisternen. 7Einige Hebräer flohen sogar über den Jordan ins Gebiet von Gad6 und Gilead. Saul war immer noch in Gilgal. Und das ganze Volk, das bei ihm war, zitterte vor Angst. 8Er wartete sieben Tage bis zu der von Samuel bestimmten Zeit. Als Samuel nicht nach Gilgal kam, fingen die Leute an wegzulaufen. 9Da sagte Saul: „Bringt mir die Tiere für das Brand- und die Freudenopfer her!“ Dann opferte er das Brandopfer selbst. 10Als er gerade damit fertig war, kam Samuel. Saul ging ihm zum Segensgruß entgegen.
11„Was hast du da getan?“, fragte Samuel. „Ich sah, dass das Volk mir davonlief“, erwiderte Saul, „und du kamst nicht zur vereinbarten Zeit, und die Philister standen schon in Michmas. 12Da dachte ich: Nun werden sie nach Gilgal herunterkommen, und ich habe Jahwe noch nicht angefleht. Da habe ich es gewagt und das Brandopfer selbst dargebracht.“ 13„Das war eine große Torheit!“, sagte Samuel. „Du hast das Gebot Jahwes, deines Gottes, nicht beachtet. Denn gerade jetzt hätte er dein Königtum über Israel dauerhaft bestätigt. 14Aber nun wird es keinen Bestand haben. Jahwe hat sich einen Mann gesucht, der ihm gefällt, und ihn zum Führer über sein Volk bestimmt. Denn du hast dich nicht an das gehalten, was Jahwe dir befohlen hat.“
Israel ohne Waffen
15Samuel verließ Gilgal und ging seines Weges. Der Rest des Volkes zog mit Saul der feindlichen Armee entgegen bis7 hinauf nach Gibea in Benjamin. Als Saul seine Leute musterte, waren es noch etwa 600 Mann. 16Saul und sein Sohn Jonatan schlugen ihr Lager bei Geba in Benjamin auf. Die Philister standen bei Michmas. 17Jetzt brachen aus dem Lager der Philister drei Abteilungen auf, die das Land verwüsten sollten. Eine Truppenabteilung zog in Richtung Ofra8, im Gebiet von Schual. 18Die zweite zog in Richtung Bet-Horon9 und die dritte in Richtung des Höhenzuges, von dem aus das Hyänental und die Wüste zu sehen sind.
19Damals gab es in ganz Israel keinen Schmied, denn die Philister wollten verhindern, dass die Hebräer sich Schwerter oder Speere machten. 20Deshalb musste jeder Israelit zu den Philistern gehen, wenn er seine Pflugschar, einen Spaten, ein Beil oder eine Sichel schärfen lassen wollte. 21Bei Pflugschar und Spaten kostete das zwei Drittel von einem Schekel Silber, bei einem Dreizink, einem Beil und dem Ochsenstachel10 ein Drittel. 22So kam es, dass am Tag des Kampfes keiner von den Männern Israels, die Saul und Jonatan folgten, ein Schwert oder einen Speer hatte. Nur Saul und sein Sohn besaßen welche.
23Ein Posten der Philister sollte den Pass bei Michmas sichern.
Jonatans Heldentat
141Eines Tages sagte Jonatan zu seinem Waffenträger: „Los, gehen wir zu dem Posten der Philister dort drüben!“ Seinem Vater aber sagte er nichts davon. 2Saul saß zu dieser Zeit unter dem Granatapfelbaum, der am Rand von Gibea-Migron steht. Etwa 600 Mann waren bei ihm. 3Ahija, der Sohn Ahitubs, trug das Efod. Ahitub war der Bruder von Ikabod, dem Sohn von Pinhas und Enkel von Eli, dem Priester Jahwes in Schilo. Von den Männern Sauls wusste niemand, dass Jonatan weggegangen war.
4Um zu dem Posten der Philister hinüberzugelangen, wählte Jonatan einen Weg zwischen zwei Felszacken hindurch. Einen nannte man Bozez, den Glänzenden, den anderen Senne, den Stachel. 5Sie ragten wie Säulen auf, die eine im Norden auf der Seite von Michmas, die andere im Süden auf der Seite von Geba.
6Jonatan sagte zu seinem Waffenträger: „Komm, wir gehen zum Posten dieser Unbeschnittenen dort drüben. Vielleicht wird Jahwe etwas für uns tun, denn für ihn spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind.“ 7„Tu, was du für richtig hältst“, erwiderte sein Waffenträger, „ich bin immer dabei!“ 8„Pass auf!“, sagte Jonatan. „Wir gehen ganz offen auf die Männer zu. 9Wenn sie dann zu uns sagen: ‚Bleibt stehen, bis wir bei euch sind!‘, dann bleiben wir stehen und steigen nicht zu ihnen hinauf. 10Wenn sie aber sagen: ‚Kommt herauf zu uns!‘, dann klettern wir hinauf, denn dann hat Jahwe sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns das Zeichen sein.“
11So zeigten sich beide dem Posten der Philister. „Sieh da!“, riefen die Philister. „Die Hebräer kommen aus den Löchern hervor, in die sie sich verkrochen haben.“ 12Die Wachen riefen Jonatan und seinem Waffenträger zu: „Kommt rauf zu uns, dann werden wir es euch schon zeigen!“ Da sagte Jonatan zu seinem Waffenträger: „Steig mir nach, denn Jahwe hat sie in die Hand Israels gegeben!“ 13Auf allen vieren kletterte Jonatan hinauf und sein Waffenträger hinter ihm her. Jonatan schlug die Philister nieder und sein Waffenträger versetzte ihnen den Todesstoß. 14Dieser erste Schlag, den Jonatan mit seinem Waffenträger führte, traf etwa 20 Mann – auf einer Fläche von der Größe eines halben Ackers2.
15Da brach eine Panik im ganzen Heer der Philister aus: bei denen im Lager und bei denen im Gelände, auch bei der Postenkette und bei denen, die zur Verwüstung des Landes ausgezogen waren. Dazu bebte die Erde. Ein Schrecken Gottes war auf sie gefallen.
Der Sieg über die Philister
16Die Späher Sauls in Gibea-Benjamin bemerkten das lärmende Getümmel, das hin- und herwogte. 17Saul befahl seinen Leuten: „Lasst antreten und seht nach, wer von uns weggegangen ist!“ Da stellte sich heraus, dass Jonatan und sein Waffenträger fehlten. 18„Bring die Lade Gottes3 her!“, sagte Saul zu Ahija. Die Bundeslade befand sich nämlich im Lager der Israeliten. 19Aber während er noch mit dem Priester redete, steigerte sich der Tumult im Lager der Philister so sehr, dass Saul zu ihm sagte: „Nein, lass es!“
20Saul und seine Leute sammelten sich und stürmten in den Kampf. Da sahen sie, dass einer gegen den anderen kämpfte. Es war ein großes Durcheinander. 21Und die Hebräer, die sich bisher zu den Philistern gehalten hatten und mit ihnen in den Kampf gezogen waren, wollten jetzt bei den Israeliten sein, die zu Saul und Jonatan standen. 22Und als die Israeliten, die sich im Bergland von Efraïm versteckt hatten, von der Flucht der Philister hörten, nahmen auch sie die Verfolgung auf. 23So rettete Jahwe Israel an diesem Tag. Der Kampf zog sich bis über Bet-Awen hinaus.
Sauls voreiliger Schwur
24Vorwärtsgetrieben wurden die Männer Israels an jenem Tag durch einen Schwur Sauls. Saul hatte gesagt: „Verflucht sei jeder, der vor dem Abend etwas isst, bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe!“ Daher nahm keiner von den Leuten etwas zu sich, 25obwohl das ganze Land in der Wabenernte war und sich Honig auf dem freien Feld befand. 26Als die Leute an den Bienenstöcken vorbeikamen, flossen diese von Honig über. Aber niemand wagte es, davon zu kosten, denn sie fürchteten Sauls Fluch.
27Jonatan wusste nichts von dem Fluch, mit dem sein Vater das Volk belegt hatte. Er tauchte den Stab, den er in der Hand hatte, mit der Spitze in eine Honigwabe und aß von dem Honig. Da leuchteten seine Augen auf. 28Einer von den Männern sagte zu ihm: „Dein Vater hat jeden mit einem Fluch bedroht, der heute etwas isst. Darum sind wir alle so erschöpft.“ 29Da sagte Jonatan: „Mein Vater bringt das Land ins Unglück. Seht doch, wie meine Augen leuchten, weil ich dieses bisschen Honig gekostet habe. 30Wie viel größer wäre unser Sieg gewesen, wenn die Leute sich an der Beute ihrer Feinde hätten satt essen können. So ist der Schlag gegen die Philister nicht heftig genug.“ 31Sie verfolgten die Philister an jenem Tag bis nach Ajalon4. Dann waren alle erschöpft. 32Sie stürzten sich nun auf die Beutetiere und schlachteten Schafe, Rinder und Kälber einfach auf der Erde und aßen das blutige Fleisch. 33Man berichtete Saul: „Pass auf! Das Volk macht sich schuldig vor Jahwe. Sie essen Fleisch, das noch blutig ist!“ – „Ihr seid Gott untreu geworden!“, rief Saul. „Wälzt sofort einen großen Stein zu mir her!“ 34Dann ordnete er an: „Geht unter das Volk und sagt jedem, dass er sein Rind oder Schaf zu mir bringen und es hier schlachten soll. Dann können sie es essen, ohne sich an Jahwe zu versündigen.“ Deshalb brachten in dieser Nacht alle ihre Tiere zum Schlachten an diesen Platz. 35Dann baute Saul Jahwe einen Altar. Das war der erste, den er für ihn gebaut hatte.
36Saul sagte: „Lasst uns noch in der Nacht den Philistern nachjagen. Wir wollen sie ausplündern und keinen von ihnen bis zum Morgen übrig lassen!“ – „Tu, was du für richtig hältst!“, riefen die Männer. Aber der Priester sagte: „Lasst uns erst hier vor Gott treten!“ 37Saul fragte Gott: „Soll ich die Philister bis in die Ebene verfolgen? Wirst du sie in die Hand Israels geben?“ Aber Gott gab Saul keine Antwort.
38Da rief Saul alle Truppenführer zu sich und sagte: „Es muss heute jemand Schuld auf sich geladen haben. Findet heraus, wer es war! 39So wahr Jahwe lebt, der Israel gerettet hat, der Schuldige muss sterben, und wenn es mein Sohn Jonatan wäre!“ Aber niemand aus dem Volk antwortete ihm. 40Da sagte er zu…
This passage has been shortened. Keep reading 1. Samuel 13–31 in Logos
Footnotes
- 13000 Israeliten. n_N drei 50 Mann-Einheiten. Zwei als Leibwächter für Saul und eine als Wächter und als Ausbilder für den noch sehr junge Jonathan.
- 2Michmas war ein Dorf im Stammesgebiet von Benjamin, 12 km nördlich von Jerusalem.
- 3Geba war eine Festung und lag zwischen Michmas und Gibea, etwa 9 km nordöstlich von Jerusalem.
- 4 3000. Hebräisch: 30.000. n_N. vielleicht 300 Streitwagen und 600 Reiter.
- 5Bet-Awen. Stadt an der Nordgrenze von Benjamin, 12 km nordöstlich von Jerusalem.
- 6Gad. Stammesgebiet nordöstlich des Toten Meeres an der Ostseite des Jordan-Tals.
- 7seines Weges … entgegen bis. Der eingefügte Text ist nur in der LXX überliefert.
- 8Ofra. Das heutige et Tajibe, das auf einer Anhöhe 9 km nördlich von Michmas liegt.
- 9Bet-Horon. Wichtiger Passweg vom Gebirge in die Schefela, das fruchtbare Hügelland Judas. Er wird von den Orten Oberes Bet-Horon (617 m über NN) und Unteres Bet-Horon (399 m über NN) beherrscht.
- 10Ochsenstachel. Zum Antreiben der Rinder verwendete man einen Stab mit einer scharfen Spitze. Er konnte auch als Waffe verwendet werden, siehe Richter 3,31.
- 2Acker. Wörtlich: der halben Pflugstrecke eines Ackerjochs. Ein Joch ist die Fläche, die von einem Joch Ochsen an einem Tag gepflügt werden konnte, etwa 1600 Quadratmeter, die Hälfte davon also 800.
- 3Lade Gottes. Die übersetzt hier und auch im nächsten Satz: das Efod.
- 4Ajalon. Stadt in der Schefela, 21 km nordwestlich von Jerusalem.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden