1. Korinther 14,5–19
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5Ich wollte, dass ihr alle in Sprachen redet, aber noch viel mehr möchte ich, dass ihr weissagt. Das hat mehr Gewicht, als in Sprachen zu reden, es sei denn, dass sie übersetzt werden, damit die Gemeinde etwas davon hat.
6Wenn ich jetzt zu euch käme und in Sprachen reden würde, meine Geschwister, was hättet ihr davon, wenn ich keine Offenbarung, keine Erkenntnis, keine Weissagung, keine Lehre bringe? 7Es ist wie bei einem Musikinstrument, einer Flöte oder Harfe. Wenn man die einzelnen Töne nicht unterscheiden kann, wie soll man dann erkennen, was auf der Flöte oder Harfe gespielt wird? 8Und wenn die Trompete kein klares Signal gibt, wer wird sich dann zum Kampf fertig machen? 9So ist es auch bei euch. Wenn ihr beim Reden in Sprachen keine verständlichen Worte von euch gebt, kann euch niemand verstehen. Dann redet ihr nur in den Wind. 10Es gibt wer weiß wie viele Sprachen in der Welt und keine davon ist an sich unverständlich. 11Wenn ich aber die Bedeutung ihrer Laute und Wörter nicht kenne, werde ich dem Redenden ein Fremder sein und er auch für mich. 12So ist es auch mit euch. Wenn ihr schon solchen Wert auf die Geistesgaben legt, dann bemüht euch doch vor allem um die, die dem Aufbau der Gemeinde dienen. 13Wer in einer Sprache redet, soll dann auch darum beten, sie recht übersetzen zu können. 14Denn wenn ich einer Sprache bete, betet mein Geist, aber meine Aussage bringt keine Frucht. 15Was soll ich nun tun? Ich will mit dem Geist beten, aber auch mit meinem Verstand; ich will mit dem Geist singen, aber auch mit meinem Verstand. 16Denn wenn du mit dem Geist Gott rühmst, wie soll dann jemand, der nicht versteht, was du sagst3, das Amen zu deiner Danksagung sprechen? Er weiß doch nicht, was du gesagt hast. 17Es kann sein, dass du gut gedankt hast, aber er hat nichts davon.
18Gott sei Dank rede ich mehr in Sprachen als ihr alle. 19Aber in der Gemeinde will ich lieber fünf verständliche Sätze sagen, um andere zu unterweisen, als zehntausend Wörter, die niemand versteht.
Footnotes
- 3nicht versteht, was du sagst. Wörtlich: der die Stelle des Unkundigen einnimmt.
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