1. Chronik 16–18
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161Man brachte die Lade Gottes in das Zelt, das David für sie errichtet hatte. Dann wurden Brand- und Freudenopfer1 vor Gott geschlachtet. 2Nach dem Opfermahl segnete David das Volk im Namen Jahwes. 3Dann ließ er an jeden Israeliten, Mann und Frau, je einen Brotfladen, eine Portion Dattelkuchen und eine Portion Rosinenkuchen verteilen.
4Einige Leviten setzte er zum Dienst vor der Lade Jahwes ein, um Jahwe, den Gott Israels, auch weiterhin zu rühmen, zu preisen und zu loben. 5Als Oberhaupt bestimmte er Asaf, als seinen Stellvertreter Secharja, dann Jaasiël, Schemiramot, Jehiël, Mattitja, Eliab, Benaja, Obed-Edom und Jëiël. Sie sollten sich mit Harfen und Zithern hören lassen, Asaf auf der Zimbel 6und die Priester Benaja und Jahasiël ständig mit Trompeten vor der Bundeslade Gottes.
Davids Danklied
7Damals, an jenem Tag, beauftragte David Asaf und seine Brüder zum ersten Mal, Jahwe so zu loben:
8Preist Jahwe! Ruft aus seinen Namen, macht den Völkern seine Taten bekannt! 9Singt ihm, spielt ihm und redet von all seinen Wundern! 10Rühmt euch seines heiligen Namens! Die ihn suchen, können sich freuen!
11Fragt nach Jahwe und seiner Macht, sucht seine Nähe zu aller Zeit! 12Denkt an die Wunder, die er tat, die Beweise seiner Macht und seine Rechtsentscheide. 13Ihr Nachkommen seines Dieners Israel, ihr Söhne Jakobs, seine Erwählten: 14Das ist Jahwe, unser Gott! Seine Rechtsentscheide gelten in der ganzen Welt.
15Denkt immer wieder an seinen Bund – sein Versprechen gilt tausend Generationen –, 16den er mit Abraham schloss, und an seinen Eid mit Isaak! 17Er gab ihn Jakob als Ordnung, Israel als ewigen Bund. 18Er sagte: Dir will ich das Land Kanaan geben als Erbland, das euch zugeteilt ist.
19Ihr wart damals leicht zu zählen, nur wenig Leute und Fremde dabei. 20Sie zogen von Nation zu Nation, von einem Reich zu einem anderen Volk. 21Er erlaubte keinem Menschen, sie zu bedrücken, ihretwegen wies er Könige zurecht: 22„Tastet meine Gesalbten nicht an, tut meinen Propheten nichts Böses!“
23Singe Jahwe, ganze Erde! Verkündet seine Rettung jeden Tag! 24Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit, von seinen Wundern bei allen Nationen!
25Denn Jahwe ist groß und sehr zu loben, mehr zu fürchten als alle Götter. 26Denn alle Götter der Völker sind Nichtse, doch Jahwe hat den Himmel gemacht. 27Macht und Hoheit strahlt er aus, Pracht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.
28Gebt Jahwe, ihr Völkerstämme, gebt Jahwe Ehre und Macht! 29Gebt ihm seines Namens Herrlichkeit! Bringt ihm seine Gaben, kommt zu ihm! Huldigt Jahwe in heiliger Pracht!
30Die ganze Welt erzittere vor ihm! Doch die Erde steht fest und wankt nicht. 31Der Himmel freue sich, es jauchze die Erde! Man sage den Völkern: „Jahwe ist König!“ 32Es tose das Meer und was es erfüllt! Es jauchze das Feld und alles darauf! 33Auch die Bäume im Wald sollen jubeln vor Jahwe. Denn er kommt, um die Erde zu richten.
34Preist Jahwe! Denn er ist gut und seine Gnade hört niemals auf. 35Sagt: „Rette uns, du Gott unserer Rettung, sammle uns und befreie uns aus den Nationen, dass dein heiliger Name gepriesen wird und wir uns deines Lobes rühmen!“ 36Gelobt sei Jahwe, der Gott Israels, in alle Zeit und Ewigkeit!
Das ganze Volk sagte: „Amen!“3 und lobte Jahwe.
Die Aufgaben der Leviten
37David ließ Asaf und die Männer seiner Sippe ständig vor der Bundeslade Jahwes bleiben, um dort den täglich notwendigen Dienst zu tun. 38Obed-Edom, den Sohn Jedutuns, und die 68 Männer seiner Sippe ließ er ebenso wie Hosea ihren Dienst als Torwächter aufnehmen. 39Den Priester Zadok und die anderen Priester ließ David bei der Wohnung Jahwes ihren Dienst verrichten, die auf der Höhe bei Gibeon steht. 40Sie sollten Jahwe jeden Morgen und Abend die Brandopfer bringen und alles tun, was im Gesetz Jahwes für die Israeliten vorgeschrieben ist. 41Bei ihnen waren Heman und Jedutun und die, die namentlich dazu bestimmt worden waren, Jahwe für seine ewige Gnade zu preisen. 42Heman und Jedutun hatten Trompeten, Zimbeln und andere Instrumente für das Lob Gottes dabei. Die Söhne Jedutuns bewachten das Tor.
43Dann kehrten alle Israeliten wieder nach Hause zurück. Auch David ging, um seiner Familie den Segensgruß zu bringen.
Die Bundeszusage (17)
Gottes Verheißung für David
171Als nun David in seinem Palast wohnte, sagte er eines Tages zum Propheten Natan: „Sieh doch, ich wohne hier in einem Palast aus Zedernholz, und die Bundeslade Jahwes steht nur in einem Zelt.“ 2Natan sagte: „Tu, was du auf dem Herzen hast, denn Gott ist mit dir!“ 3Doch in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Natan: 4„Geh zu meinem Diener David und richte ihm aus: ‚So spricht Jahwe: Nicht du wirst mir das Haus zur Wohnung bauen. 5Seit ich Israel aus Ägypten herausführte, habe ich noch nie in einem Haus gewohnt, sondern bin bis heute in einer Zeltwohnung umhergezogen. 6Habe ich während dieser ganzen Zeit jemals zu einem der Führer Israels gesagt, denen ich aufgetragen hatte, mein Volk Israel zu weiden: Warum baut ihr mir kein Haus aus Zedernholz?‘ 7Darum sollst du meinem Diener David ausrichten: ‚So spricht Jahwe, der Allmächtige: Ich selbst habe dich von der Schafherde weggeholt und dich zum Herrscher über mein Volk Israel gemacht. 8Und wohin du auch gegangen bist, bin ich bei dir gewesen und habe alle deine Feinde vor dir beseitigt. Ich habe deinen Namen berühmt gemacht. Du wirst zu den Großen der Erde gezählt. 9Ich habe meinem Volk Israel eine Heimat gegeben, ein Land, in dem es sicher leben kann und nicht mehr zittern muss. Böse Menschen werden es nicht mehr unterdrücken wie früher 10und auch noch zu der Zeit, als ich Richter über mein Volk Israel einsetzte. Ich habe dir Ruhe vor all deinen Feinden verschafft. Und nun kündigt Jahwe dir an, dass er dir ein Haus bauen wird. 11Wenn deine Zeit abgelaufen ist und du gestorben bist, werde ich dir einen deiner eigenen Nachkommen auf dem Thron folgen lassen und seine Herrschaft festigen. 12Der wird dann ein Haus für meinen Namen bauen. Und seinem Königtum werde ich ewigen Bestand geben. 13Ich werde sein Vater sein und er soll mir Sohn sein. Meine Gnade entziehe ich ihm nicht, wie ich sie deinem Vorgänger entzog. 14Ich werde ihn für immer bestehen lassen in meinem Haus und meinem Königtum, und sein Thron soll allezeit fest stehen.‘ “ 15Natan gab David alles genauso weiter, wie es ihm gesagt und offenbart worden war.
Davids Dankgebet
16Da ging David in das Zelt, setzte sich vor Jahwe nieder und sagte: „Wer bin ich schon, Jahwe, mein Gott, und was bedeutet meine Familie, dass du mich bis hierher gebracht hast? 17Und das war dir noch zu wenig, mein Gott! Du hast sogar Zusagen gemacht, die noch meinen fernen Nachkommen gelten. Und mich siehst du als einen ganz besonderen Menschen an, Herr, mein Gott. 18Was soll David da noch weiter reden von der Ehre, die du deinem Diener erweist? Du kennst ja deinen Diener. 19Weil du mich liebst, Jahwe, und weil es dein Wille war, hast du all das Große getan, um es deinen Diener erkennen zu lassen. 20Niemand ist dir gleich, Jahwe. Und nach allem, was wir gehört haben, gibt es keinen Gott außer dir. 21Und welches Volk gleicht deinem Volk Israel? Es ist die einzige Nation auf der Erde, die Gott aus der Sklaverei befreit und zu seinem Volk gemacht hat. So hast du dir mit großen und furchterregenden Dingen einen Namen gemacht. Aus Ägypten hast du es befreit und hast andere Völker vor ihm vertrieben. 22Für alle Zeiten hast du dir Israel zu deinem Volk gemacht, und du selbst, Jahwe, bist sein Gott geworden. 23Und nun, Jahwe, lass die Zusage, die du deinem Diener und seinem Königshaus gemacht hast, für immer gültig sein, und tu, was du versprochen hast! 24Dann wird dein Name als zuverlässig gelten und groß für alle Zeiten sein, und man wird sagen: ‚Jahwe, der Allmächtige, Israels Gott, ist Gott über Israel!‘ Und auch das Königshaus deines Dieners David wird vor dir gesichert sein. 25Denn du, Jahwe, mein Gott, du hast deinem Diener enthüllt: ‚Ich werde dein Königsgeschlecht bestehen lassen!‘ Darum hat dein Diener es gewagt, so zu dir zu beten. 26Und nun, Jahwe, du allein bist wirklich Gott, und du hast deinem Diener all das Gute versprochen. 27Und nun hat es dir gefallen, das Königshaus deines Dieners zu segnen, dass es für immer vor dir bestehe! Denn du, Jahwe, du hast es gesegnet, es wird für immer gesegnet sein!“
Vernichtung der äußeren Feinde (18–20)
Davids Kriege und Siege
181Einige Zeit später besiegte David die Philister. Er unterwarf sie und nahm ihnen die Stadt Gat und ihre umliegenden Ortschaften aus der Hand. 2Er unterwarf auch die Moabiter1 und machte sie tributpflichtig. 3Ebenso besiegte David König Hadad-Eser von Zoba2 bei Hamat, als David auszog, um seine Macht am oberen Euphrat aufzurichten. 4Dabei nahm David 1000 Wagen3, 7000 Reiter und 20.000 Fußsoldaten von ihm gefangen. Alle Streitwagen ließ er unbrauchbar machen, nur 100 behielt er für sich.
5Als die Syrer von Damaskus König Hadad-Eser von Zoba zu Hilfe kamen, besiegte David auch sie und tötete 22.000 Mann.4 6David legte Besatzungen in das damaszenische Syrien. So wurden die Syrer David untertan und mussten ihm regelmäßig Tribut zahlen. Jahwe half David überall, wohin er zog.
7David erbeutete die goldenen Schilde, die Hadad-Esers Offiziere getragen hatten, und brachte sie nach Jerusalem. 8Aus den Städten Tibhat und Kun, die zu Hadad-Esers Gebiet gehörten, nahm er eine große Menge Bronze mit. Daraus ließ Salomo später das „bronzene Meer“, die Säulen und die Gegenstände aus Bronze5 gießen. 9Als König Toï von Hamat hörte, dass David die ganze Streitmacht des Königs Hadad-Eser von Zoba vernichtet hatte, 10schickte er seinen Sohn Hadoram6 mit allerlei Geräten aus Gold, Silber und Bronze zu ihm. Er sollte König David Grüße ausrichten und ihn zu seinem Sieg über Hadad-Eser beglückwünschen. Hadad-Eser hatte nämlich ständig gegen Toï Krieg geführt. 11Auch diese Gaben weihte König David Jahwe, ebenso wie das Silber und Gold, das er von den Völkern…
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Footnotes
- 1Beim Freudenopfer wurde im Gegensatz zum Brandopfer, bei dem das ganze Tier verbrannt wurde, nur das Fett auf dem Altar verbrannt. Der größte Teil des Tieres durfte bei einer fröhlichen Opfermahlzeit gemeinsam mit Verwandten und Freunden verzehrt werden.
- 3Amen. Hebräisch: Es werde wahr! Oder: So sei es!
- 1Die Moabiter lebten östlich vom Toten Meer zwischen den Flüssen Arnon und Zered.
- 2Zoba war ein kleines Königreich nördlich von Damaskus.
- 3n_N 1000 Wagenkämpfer, 700 Reiter, 2000 Fußsoldaten. Siehe auch bei 2. Samuel 8,4.
- 4n_N 2200 Mann.
- 5Gegenstände aus Bronze. Alles war für den späteren Tempel bestimmt.
- 6Siehe Anmerkung zu 2. Samuel 8,10.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden