Lukas 2,22–52
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22.Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mose’s kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstellten dem HERRN
23.[wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des HERRN: "Allerlei männliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem HERRN geheiligt heißen ")
24.und das sie gäben das Opfer, wie es gesagt ist im Gesetz des HERRN: "Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben."
25.Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm.
26.Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christus des HERRN gesehen.
27.Und er kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pflegt nach dem Gesetz,
28.da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:
29.HERR, nun läßt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast;
30.denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,
31.welchen du bereitest hast vor allen Völkern,
32.ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel.
33.Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward.
34.Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
35.[und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen ), auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden.
36.Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betagt und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft
37.und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.
38.Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries den HERRN und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem warteten.
39.Und da sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des HERRN, kehrten sie wieder nach Galiläa zu ihrer Stadt Nazareth.
40.Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm.
41.Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest.
42.Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach der Gewohnheit des Festes.
43.Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten’s nicht.
44.Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Gefreunden und Bekannten.
45.Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn.
46.Und es begab sich, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.
47.Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antworten.
48.Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Seine Mutter aber sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan ? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
49.Und er sprach zu ihnen: Was ist’s, daß ihr mich gesucht habt ? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, das meines Vaters ist?
50.Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete.
51.Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.
52.Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
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