Psalm 109,6–19
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6„Bestelle einen Gottlosen gegen ihn, ein Ankläger stehe an seiner Seite! 7Stellt er sich dem Gericht, werde er schuldig gesprochen! Selbst sein Gebet gelte als Sünde! 8Er soll möglichst früh sterben, und sein Amt soll ein anderer bekommen! 9Seine Kinder sollen Waisen werden, seine Frau eine Witwe! 10Ja, endlos umherirren sollen seine Kinder, betteln und ihre Trümmer absuchen.
11Der Gläubiger umstricke alles, was er hat, ein Fremder plündere den Ertrag seiner Arbeit. 12Es soll keinen geben, der freundlich an ihn denkt, keinen, der seinen Waisen gnädig ist. 13Seine Nachkommen soll man vernichten, sein Name erlösche schon in der nächsten Generation! 14Nie vergesse Jahwe die Schuld seiner Väter! Die Sünde seiner Mutter bleibe ungesühnt! 15Nichts davon soll Jahwe vergessen! Er lasse ihr Andenken von der Erde verschwinden!
16Weil er nicht daran dachte, gnädig zu sein, hat er den Armen und Hilflosen gejagt und wollte den Verzweifelten töten. 17Er liebte den Fluch, so treffe er ihn, er wollte keinen Segen, so bleib er ihm fern! 18Er zog den Fluch an wie ein Hemd, so dringe er wie Wasser in sein Inneres, wie Öl in seine Gebeine! 19Er soll ihn bedecken wie ein Gewand, ihn wie ein Gürtel umschließen!“
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden