Logos Bible Study

Prediger 7,1–22

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7–12: Wichtige Einsichten für das Leben

Was ist weise und gut?

71Besser ein guter Ruf als ein guter Geruch – und der Tag des Todes als der Tag der Geburt. 2Besser in ein Trauerhaus gehen als in ein Hochzeitshaus, denn da zeigt sich das Ende jedes Menschen und der Lebende nimmt es sich zu Herzen. 3Besser traurig sein als lachen, denn bei ernster Miene bessert sich das Herz. 4Der Weise geht eher in ein Trauerhaus, der Dummkopf in eines, wo man sich vergnügt. 5Besser einen Weisen schelten zu hören als einen Narren singen. 6Denn das Lachen eines Narren ist wie das Prasseln der Dornen unter dem Kochtopf. Doch auch das ist nichtig. 7Ja, Erpressung macht selbst den Weisen verrückt, und Bestechung vernebelt den Verstand.

8Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang, besser langmütig als hochmütig. 9Werde nicht schnell ärgerlich, denn Ärger sitzt dem Toren im Schoß. 10Sag nicht: „Wie kommt es nur, dass früher alles besser war als jetzt?“, denn ein Weiser fragt nicht so. 11Weisheit mit Wohlstand ist ein Vorteil für alle, die das Sonnenlicht sehen. 12Denn im Schatten der Weisheit ist es wie im Schatten des Geldes. Doch der Vorteil der Weisheit ist, dass sie einen am Leben erhält.

13Betrachte das Werk Gottes: Wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat? 14Am Tag des Glücks sei guter Dinge, und am Tag des Unglücks bedenke: Auch diesen hat Gott ebenso wie jenen gemacht. Und was nach ihm kommt, kann der Mensch nicht wissen.

Sei nicht allzu gerecht!

15Einiges habe ich beobachtet in meinem nichtigen, flüchtigen Leben. Da ist ein Gerechter, der in seiner Gerechtigkeit zugrunde geht, und da ist ein Ungerechter, der in seiner Bosheit lange lebt. 16Sei nicht allzu gerecht, und gib dich nicht gar zu weise! Warum willst du dich selbst zugrunde richten? 17Sei nicht zu oft ungerecht, und sei kein Narr! Warum willst du vor der Zeit sterben? 18Es ist gut, wenn du dich an das eine hältst und vom anderen nicht lässt. Wer Gott fürchtet, wird das Richtige tun.

19Die Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Machthaber in der Stadt. 20Denn kein Mensch auf der Erde ist gerecht, dass er nur Gutes tut und sich niemals schuldig macht. 21Kümmere dich nicht um alles, was die Leute reden, damit du nicht hörst, wie dein Sklave dich verflucht. 22Denn du weißt genau, wie oft du andere verdammst.

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