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Numeri 8–10

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Die Pflege des goldenen Leuchters

81Jahwe sagte zu Mose, 2er solle Aaron Folgendes weitergeben: „Wenn du die sieben Lampen aufsetzt, dann sollen sie ihr Licht nach vorn fallen lassen.“ 3Aaron machte es so: Er setzte die Lampen so auf, dass ihr Licht vor den Leuchter fiel, wie Jahwe es Mose gesagt hatte. 4Der Leuchter bestand aus reinem Gold und war vom Fuß bis zu den Blüten aus einem Stück getrieben. Nach dem Bild, das Jahwe Mose gezeigt hatte, war der Leuchter hergestellt worden.

Die Einsetzung der Leviten

5Jahwe sagte zu Mose: 6„Sondere die Leviten aus den Israeliten aus und reinige2 sie! 7Das sollst du folgendermaßen tun: Besprenge sie mit Entsündigungswasser und sorge dafür, dass sie ihren ganzen Körper rasieren und ihre Kleidung waschen, damit sie rein werden. 8Dann sollen sie einen jungen Stier nehmen und das dazugehörige Speisopfer: mit Öl vermengtes Feinmehl. Auch du sollst einen jungen Stier zum Sündopfer nehmen. 9Lass dann die Leviten vor das Offenbarungszelt treten und die ganze Gemeinde der Israeliten zusammenkommen. 10Du sollst die Leviten vor Jahwe stellen, und die Israeliten sollen ihre Hände auf sie legen. 11Aaron soll Jahwe die Leviten als Weihgabe der Israeliten darbringen, damit sie den Dienst für Jahwe tun. 12Und die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der jungen Stiere stützen. Einen der beiden Stiere sollst du Jahwe als Sündopfer und den anderen als Brandopfer darbringen, um Sühne für die Leviten zu erwirken. 13Auf diese Weise sollst du die Leviten vor Aaron und seine Söhne stellen und sie als Weihgabe Jahwe bringen. 14So werden sie von den Israeliten ausgesondert, damit sie mir gehören.

15Danach sollen die Leviten mit ihrem Dienst am Offenbarungszelt beginnen. Du sollst sie also reinigen und Jahwe als Weihgabe bringen. 16Denn sie sind mir von den Israeliten als besonderes Eigentum gegeben, als Ersatz für alle erstgeborenen Söhne Israels habe ich sie angenommen. 17Denn mir gehört alles, was zuerst aus dem Mutterschoß kommt, von Mensch und Tier. An dem Tag, als ich jede Erstgeburt in Ägypten erschlug, habe ich sie für mich geweiht 18und die Leviten anstelle der Erstgeborenen Israels angenommen. 19Dann habe ich die Leviten Aaron und seinen Nachkommen als Gabe der Israeliten übergeben, damit sie den Dienst am Offenbarungszelt anstelle der Israeliten tun, um für sie Sühne zu erwirken. So wird keine Plage über die Israeliten kommen, wenn diese sich dem Heiligtum nähern.“

20Mose, Aaron und die ganze Menge der Israeliten machten es so mit den Leviten, genauso, wie Jahwe es Mose befohlen hatte. 21Die Leviten ließen sich entsündigen und wuschen ihre Kleidung. Aaron brachte sie dann als Weihgabe vor Jahwe dar und erwirkte Sühne für sie, um sie zu reinigen. 22Danach traten die Leviten ihren Dienst bei Aaron und seinen Söhnen im Offenbarungszelt an. So wie Jahwe es Mose für die Leviten aufgetragen hatte, machten es die Israeliten.

Das Dienstalter der Leviten

23Jahwe sagte zu Mose: 24„Für die Leviten gilt Folgendes: Mit 25 Jahren soll ein Levit in die Arbeit am Offenbarungszelt eintreten. 25Wer 50 Jahre alt ist, soll von der Dienstverpflichtung zurücktreten und keinen Dienst mehr tun. 26Er kann seinen Brüdern bei der Arbeit am Zelt helfen, soll aber keinen Dienst mehr tun. So sollst du es mit den Leviten und ihren Aufgaben halten.“

Zur Passaordnung

91Im April des zweiten Jahres nach dem Auszug aus Ägypten redete Jahwe in der Wüste Sinai zu Mose. Er sagte: 2„Die Israeliten sollen das Passa zur festgesetzten Zeit feiern, 3und zwar am 14. Tag dieses Monats gegen Abend, also zur festgelegten Zeit. Ihr sollt es nach allen Ordnungen und Vorschriften tun.“ 4Mose sagte den Israeliten, dass sie das Passa feiern sollten. 5So feierten sie das Fest am Abend des 14. April in der Wüste Sinai, wie Jahwe es Mose angewiesen hatte. Genauso taten sie es.

6Es gab aber Männer, die an einem Toten unrein geworden waren und das Passa an diesem Tag nicht feiern konnten. Sie kamen zu Mose und Aaron 7und sagten zu ihnen: „Wir sind an einem Toten unrein geworden. Warum soll es uns verwehrt sein, die Opfergabe für Jahwe zur festgesetzten Zeit zu bringen?“ 8Mose entgegnete: „Wartet, ich will hören, was Jahwe für euch anordnet.“

9Jahwe befahl Mose, 10den Israeliten zu sagen: „Wenn jemand bei euch oder euren nachfolgenden Generationen an einem Toten unrein geworden ist oder sich auf einer weiten Reise befindet und trotzdem Jahwe das Passa feiern will, 11der soll es am 14. des nächsten Monats gegen Abend tun. Man soll es zu ungesäuerten Broten und bitteren Kräutern essen. 12Sie dürfen nichts bis zum nächsten Morgen übrig lassen und keinen der Knochen des Lammes zerbrechen. Sie müssen die Passaordnung einhalten. 13Wer aber rein ist und sich nicht auf einer Reise befindet und es trotzdem unterlässt, das Passa zu feiern, muss aus seiner Volksgemeinschaft entfernt werden, denn er hat die Opfergabe für Jahwe nicht zur festgesetzten Zeit gebracht. Dieser Mann muss seine Schuld tragen. 14Wenn ein Fremder bei euch lebt und Jahwe das Passa feiern will, soll er es nach den Ordnungen und Vorschriften des Passafestes tun. Für den Fremden und den Einheimischen im Land gilt dieselbe Ordnung.“

Die Wolken- und Feuersäule

15An dem Tag, als man die Wohnung aufrichtete, das Zelt der göttlichen Urkunde, wurde dieses von der Wolke bedeckt – der Wolke, die vom Abend bis zum Morgen wie ein Feuerschein leuchtete. 16So war es ständig: Tagsüber stand die Wolke über der Wohnung, nachts war es der Feuerschein. 17Immer wenn die Wolke sich vom Zelt erhob, brachen die Israeliten auf. Und dort, wo die Wolke sich niederließ, lagerten sie. 18Nach dem Befehl Jahwes brachen die Israeliten auf und nach seinem Befehl schlugen sie ihr Lager auf. Sie blieben immer so lange, wie die Wolke auf dem Zelt ruhte. 19Wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung stehen blieb, folgten die Israeliten der Weisung Jahwes und zogen nicht weiter. 20Blieb sie nur wenige Tage, brachen sie entsprechend früher auf, immer nach Jahwes Befehl. 21Es kam auch vor, dass die Wolke nur eine Nacht blieb oder nur einen Tag und eine Nacht. Wenn die Wolke sich erhob, brachen sie auf. 22Oder es waren zwei Tage oder ein Monat oder längere Zeit – wenn die Wolke auf der Wohnung ruhte, schlugen die Israeliten ihr Lager auf und blieben so lange, bis sie sich wieder erhob. 23Nach dem Befehl Jahwes blieben sie und nach dem Befehl Jahwes brachen sie auf. Sie befolgten die Anweisung, die Jahwe ihnen durch Mose gegeben hatte.

Die silbernen Trompeten

101Jahwe sagte zu Mose: 2„Lass zwei Trompeten aus getriebenem Silber anfertigen. Sie sollen dazu dienen, die Gemeinschaft zusammenzurufen und das Zeichen zum Aufbruch zu geben. 3Wenn man beide bläst, soll sich die ganze Gemeinschaft bei dir am Eingang zum Offenbarungszelt versammeln. 4Wenn man nur eine bläst, sollen sich die Fürsten, die Oberhäupter der Wehrtruppen Israels, bei dir versammeln. 5Wenn ihr das Signal blast, sollen die Stämme aufbrechen, die im Osten lagern. 6Blast ihr das Signal zum zweiten Mal, sollen die Stämme aufbrechen, die im Süden lagern. 7Wenn aber die Versammlung einberufen werden soll, dürft ihr nicht dieses Signal blasen. 8Die Trompeten sollen von den Nachkommen Aarons, den Priestern, geblasen werden. Das ist eine immerwährende Ordnung, die auch für nachfolgende Generationen gilt. 9Und wenn ihr gegen einen Feind, der in euer Land einfällt, in den Krieg ziehen müsst, dann sollt ihr mit den Trompeten das Signal geben. Dann wird bei Jahwe, eurem Gott, an euch gedacht werden, und ihr werdet vor euren Feinden gerettet. 10Auch bei freudigen Anlässen, an den Festen und Neumondtagen, sollt ihr die Trompeten zu euren Brand- und Freudenopfern blasen. Sie sollen euch vor Gott in Erinnerung bringen. Ich bin Jahwe, euer Gott.“

Aufbruch vom Sinai

11Im zweiten Jahr nach dem Auszug aus Ägypten, am 20. Mai, erhob sich die Wolke von der Wohnung der göttlichen Urkunde2. 12Da zogen die Israeliten aus der Wüste Sinai weiter von Lagerplatz zu Lagerplatz, bis sich die Wolke in der Wüste Paran3 niederließ. 13So brachen sie zum ersten Mal auf, wie Jahwe es Mose befohlen hatte.

14Zuerst brach die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Juda auf. Judas Heeresverband wurde von Nachschon Ben-Amminadab geführt. 15Der Heeresverband des Stammes Issachar wurde von Netanel Ben-Zuar geführt 16und der Heeresverband des Stammes Sebulon von Eliab Ben-Helon. 17Nachdem die Wohnung abgebaut war, brachen die Gerschoniten und die Merariten auf, die die Wohnung trugen.

18Dann kam die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Ruben. Rubens Heeresverband wurde von Elizur Ben-Schedëur geführt. 19Der Heeresverband des Stammes Simeon wurde von Schelumiël Ben-Zurischaddai geführt und 20der Heeresverband des Stammes Gad von Eljasaf Ben-Dëuël. 21Dann brachen die Kehatiten auf, die das Heilige trugen. Und man baute die Wohnung auf, bis sie ankamen.

22Hinter ihnen zog die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Efraïm. Efraïms Heeresverband wurde von Elischama Ben-Ammihud geführt. 23Der Heeresverband des Stammes Manasse wurde von Gamliël Ben-Pedazur geführt und 24der Heeresverband des Stammes Benjamin von Abidan Ben-Gidoni.

25Die Nachhut für alle Lager bildete die Abteilung unter dem Feldzeichen des Stammes Dan. Dans Heeresverband wurde von Ahiëser Ben-Ammischaddai geführt. 26Der Heeresverband des Stammes Ascher wurde von Pagiël Ben-Ochran geführt 27und der Heeresverband des Stammes Naftali von Ahira Ben-Enan. 28So brachen die Israeliten auf, Heerschar um Heerschar.

29Mose sagte zu Hobab, dem Sohn seines midianitischen Schwiegervaters Reguël: „Wir machen uns jetzt auf den Weg zu dem Ort, den Jahwe uns versprochen hat. Geh mit uns! Wir werden dir Gutes tun, denn Jahwe hat Israel Gutes zugesagt.“ 30Doch Hobab erwiderte: „Nein, ich werde nicht mitkommen, sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft gehen.“ 31„Verlass uns doch nicht!“, bat Mose. „Du weißt, wo wir uns in der Wüste lagern können, und sollst uns…

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Fußnoten

  1. 2reinige. Leviten wurden nur gereinigt, siehe 8,15, nicht geweiht wie die Priester, siehe 4Mo 3,3.
  2. 2Wörtlich: des Zeugnisses. Gemeint sind die beiden Steintafeln mit den zehn Geboten.
  3. 3Die Wüste Paran hat man vermutlich in der nördlichen Sinaihalbinsel westlich der Araba zu suchen.