Markus 3,7–30
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Wer wirklich zu Jesus gehört
7Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Eine Menschenmenge aus Galiläa folgte ihm. Auch aus Judäa, 8Jerusalem und Idumäa2, aus dem Ostjordanland und der Gegend von Tyrus und Sidon3 kamen sie in Scharen zu ihm, weil sie von seinen Taten gehört hatten. 9Da befahl er seinen Jüngern, ihm ein Boot bereitzuhalten, damit die Menge ihn nicht zu sehr bedrängte, 10weil er so viele heilte. Denn alle, die ein Leiden hatten, stürzten zu ihm, um ihn zu berühren. 11Und wenn von bösen Geistern besessene Menschen ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder und schrien: „Du bist der Sohn Gottes!“ 12Doch Jesus verbot ihnen streng, ihn bekannt zu machen.
13Dann stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Sie traten zu ihm, 14und er wählte zwölf von ihnen aus, die er ständig um sich haben und später aussenden wollte. Sie sollten predigen 15und in seiner Vollmacht Dämonen austreiben. 16Die Zwölf, die er dazu bestimmte, waren: Simon, den er Petrus nannte, 17Jakobus Ben-Zebedäus und Johannes, sein Bruder – die er übrigens Boanerges nannte, das heißt „Donnersöhne“ –, 18Andreas, Philippus und Bartholomäus, Matthäus, Thomas und Jakobus Ben-Alphäus, Thaddäus, Simon, der zu den Zeloten4 gehört hatte, 19und Judas Iskariot der Jesus später verriet.
20Jesus ging nach Hause, und wieder strömten so viele Menschen bei ihm zusammen, dass er mit seinen Jüngern nicht einmal zum Essen kam. 21Als seine Angehörigen das erfuhren, machten sie sich auf, um ihn mit Gewalt zurückzuholen, denn sie sagten sich: „Er muss den Verstand verloren haben.“
22Die Gesetzeslehrer, die von Jerusalem hergekommen waren, sagten: „Er ist mit Beelzebul6 im Bund. Und die Dämonen treibt er nur mit Hilfe des Obersten aller bösen Geister aus.“ 23Jesus rief sie zu sich und gab ihnen durch einige Vergleiche Antwort:
„Wie kann denn Satan den Satan austreiben? 24Wenn ein Reich mit sich selbst im Streit liegt, kann es nicht bestehen. 25Und eine Familie, die sich zerstreitet, zerfällt. 26Wenn also der Satan gegen sich selbst aufsteht und mit sich selbst in Streit gerät, kann sein Reich nicht bestehen; es ist aus mit ihm. 27Andererseits kann niemand einfach so in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Besitz rauben. Erst wenn der Starke gefesselt ist, kann man sein Haus ausrauben. 28Ich versichere euch: Alle Sünden können den Menschen vergeben werden, selbst die Gotteslästerungen, die sie aussprechen. 29Wer aber den Heiligen Geist lästert, wird in Ewigkeit keine Vergebung finden. Mit dieser Sünde hat er ewige Schuld auf sich geladen.“ 30Das sagte er zu ihnen, weil sie behauptet hatten, er sei von einem bösen Geist besessen.
Fußnoten
- 2Idumäa. Von Edomitern bewohntes Gebiet südlich von Juda und westlich des Toten Meeres, etwa 200 km südlich vom See Gennesaret.
- 3Tyrus und Sidon waren die wichtigsten Hafenstädte Phöniziens (heute: Libanon).
- 4Zeloten. Wörtlich: Kananäer. Wahrscheinlich von kana („eifern“) abgeleitet. Es handelte sich offenbar um die jüdische Partei der „Eiferer“, die aktiven Widerstand gegen die Römer leistete, es ablehnte, Steuern zu zahlen, und das messianische Reich mit Gewalt herbeizwingen wollte.
- 6Beelzebul. Ein anderer Name für Satan, den Obersten aller Dämonen.
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