Maleachi 3,1–18
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3: Ich, nur ich bin eure Zukunft!
31„Siehe, ich sende meinen Boten“, sagt Jahwe, der allmächtige Gott. „Er wird mir den Weg bahnen.“ Und plötzlich wird der Herr, auf den ihr wartet, zu seinem Tempel kommen. Ja, der Bote des Bundes, den ihr herbeisehnt, wird kommen. 2Aber wer wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird vor seinem Erscheinen bestehen können? Denn er ist wie das Feuer des Goldschmieds und wie die Lauge der Wäscher. 3Er wird sich setzen, um das Silber auszuschmelzen und zu reinigen.
So wird er die Söhne Levis läutern, wie man das bei Gold und Silber macht. Dann werden gerechte Männer Jahwe Opfer bringen. 4Und dann wird er – so wie es in vergangenen Zeiten war – Freude haben an der Opfergabe, die ihm von Juda und Jerusalem gebracht wird.
5„Ich komme zu euch zum Gericht“, spricht Jahwe, der allmächtige Gott, „und ich werde mit all den Zauberern, Ehebrechern und Meineidigen kurzen Prozess machen. Ich werde gegen alle vorgehen, die keine Ehrfurcht vor mir haben, die ihre Arbeiter um den gerechten Lohn bringen, die Witwen und Waisen unterdrücken und die Ausländer verdrängen.
„Kehrt zu mir um!“
6Denn ich bin Jahwe, ich habe mich nicht geändert. Und ihr habt nicht aufgehört, Jakobssöhne2 zu sein!“ 7„Wie alle eure Vorfahren habt ihr mir nicht gehorcht und meine Weisungen nicht beachtet. Bekehrt euch zu mir, dann werde auch ich zu euch umkehren!“, spricht Jahwe, der allmächtige Gott. „Aber ihr sagt: ‚Wieso sollen wir umkehren?‘ 8Darf ein Mensch denn Gott betrügen? – Ja, ihr betrügt mich und sagt: ‚Wieso betrügen wir dich?‘ Mit dem Zehnten eurer Erträge und mit den Abgaben für die Priester! 9Ihr seid mit einem Fluch belegt, denn die ganze Nation betrügt mich. 10Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Tempel ist, und stellt mich doch damit auf die Probe“, spricht Jahwe, der allmächtige Gott, „ob ich dann nicht die Schleusen des Himmels öffnen und euch mit Segen überschütten werde. 11Euretwegen werde ich die Heuschrecken von den Feldern und Weinbergen fernhalten, damit sie die Ernte nicht verderben“, spricht Jahwe, der allmächtige Gott. 12„Und alle Völker werden euch glücklich preisen, weil ihr ein Land seid, das Gott gefällt.“
„Wer mich fürchtet, hat Zukunft!“
13„Heftig sind eure Worte mir gegenüber“, sagt Jahwe, „aber ihr sprecht: ‚Was haben wir denn gegen dich gesagt?‘ 14Ihr sagt: ‚Es bringt nichts, Gott zu dienen. Was haben wir davon, dass wir seine Anordnungen befolgen und uns vor Jahwe, dem allmächtigen Gott, in Demut beugen? 15Ja, wir preisen die Frechen glücklich, denn den Gottlosen geht es gut. Ja, wer Gott versucht, kommt ungestraft davon.‘ “
16Jahwe hörte aufmerksam zu, als die Menschen, die ihn fürchteten und seinen Namen achteten, so miteinander redeten. Für sie wurde ein Gedenkbuch vor ihm geschrieben. 17„Sie werden mein persönliches Eigentum sein. An dem Tag, an dem ich eingreife, werde ich sie verschonen, wie ein Mann seinen gehorsamen Sohn verschont“, spricht Jahwe, der allmächtige Gott. 18„Dann werdet ihr wieder den Unterschied zwischen Gerechten und Ungerechten sehen, zwischen denen, die Gott dienen und denen, die es nicht tun.
Footnotes
- 2Jakobssöhne. Das heißt, dass auch die Söhne Betrüger sind, wie ihr Stammvater Jakob es war.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden