Lukas 3
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Seine Vorbereitung (3–4)
Johannes, der Wegbereiter
31Es war im 15. Regierungsjahr des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa; Herodes ‹Antipas› regierte als Fürst4 in Galiläa, sein Bruder Philippus in Ituräa5 und Trachonitis6, und Lysanias in Abilene7. 2Hohe Priester waren Hannas und Kajafas. In dieser Zeit erhielt Johannes, der Sohn des Zacharias, draußen in der Wüste einen Auftrag von Gott. 3Daraufhin durchzog er die ganze Jordangegend und predigte den Menschen, sie sollten zu Gott umkehren und sich als Zeichen dafür taufen lassen, damit sie Vergebung ihrer Sünden empfingen. 4So steht es schon im Buch des Propheten Jesaja: „Hört, in der Wüste ruft eine Stimme: ‚Bereitet den Weg für den Herrn! Ebnet die Pfade für ihn! 5Die Täler sollen aufgefüllt, die Berge und Hügel eingeebnet werden. Krumme Wege sollen begradigt werden und holprige eben gemacht. 6Dann werden alle Menschen die Rettung Gottes sehen.‘8“
7Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Doch er sagte zu ihnen: „Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, dass ihr dem kommenden Zorngericht Gottes entgeht? 8Bringt die Früchte hervor, die beweisen, dass ihr eure Einstellung geändert habt! Und fangt nicht an zu denken, dass ihr doch Abraham zum Vater habt. Ich sage euch: Gott kann Abraham aus diesen Steinen hier Kinder erwecken! 9Die Axt ist schon an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“ 10Da fragten ihn die Leute: „Was sollen wir denn tun?“ 11„Wer zwei Hemden hat“, gab er zur Antwort, „soll dem eins geben, der keins hat! Wer zu essen hat, soll es mit dem teilen, der nichts hat!“ 12Auch Zolleinnehmer wollten sich taufen lassen. „Rabbi9“, fragten sie, „und was sollen wir tun?“ 13„Fordert nicht mehr, als euch zusteht!“, erwiderte Johannes. 14„Und wir“, fragten einige Soldaten, „was sollen wir tun?“ – „Beraubt und erpresst niemand“, war seine Antwort. „Gebt euch mit eurem Sold zufrieden!“
15Das Volk war voller Erwartung, und alle fragten sich, ob Johannes etwa der Messias, der versprochene Retter, sei. 16Doch Johannes erklärte vor allen: „Ich taufe euch zwar mit Wasser, aber es wird einer kommen, der mächtiger ist als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 17Er hat die Worfschaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Den Weizen wird er in die Scheune bringen, die Spreu aber wird er mit einem Feuer verbrennen, das niemand löschen kann.“ 18Mit diesen und vielen anderen Worten rüttelte er das Volk auf und machte ihnen die Heilsbotschaft Gottes bekannt.
19Johannes wies auch Herodes ‹Antipas› zurecht. Der Fürst hatte nämlich seinem Bruder die Frau weggenommen, die Herodias10, und auch sonst viel Unrecht getan. 20Deswegen ließ Herodes ihn ins Gefängnis werfen und fügte das zu allem Unrecht noch hinzu.
Taufe und Ahnentafel von Jesus
21Zusammen mit den vielen Menschen hatte auch Jesus sich taufen lassen. Als er danach betete, riss der Himmel auf, 22und der Heilige Geist kam sichtbar auf ihn herab, anzusehen wie eine Taube. Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: „Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude!“
23Als Jesus öffentlich zu wirken begann, war er ungefähr dreißig Jahre alt. Man hielt ihn für den Sohn Josefs, dessen Vater Eli hieß. 24Seine weiteren Vorfahren waren Mattat, Levi, Melchi, Jannai, Josef, 25Mattitja, Amos, Nahum, Hesli, Naggai, 26Mahat, Mattitja, Schimi, Josech, Joda, 27Johanan, Resa, Serubbabel, Schealtiël, Neri, 28Melchi, Addi, Kosam, Elmadam, Er, 29Joschua, Eliëser, Jorim, Mattat, Levi, 30Simeon, Juda, Josef, Jonam, Eljakim, 31Melea, Menna, Mattata, Natan, David, 32Isai, Obed, Boas, Salmon, Nachschon, 33Amminadab, Admin, Arni, Hezron, Perez, Juda, 34Jakob, Isaak, Abraham, Terach, Nahor, 35Serug, Regu, Peleg, Eber, Schelach, 36Kenan, Arpachschad, Sem, Noah, Lamech, 37Metuschelach, Henoch, Jered, Mahalalel, Kenan, 38Enosch, Set, Adam – Gott.11
Footnotes
- 4Fürst. Eigentlich „Viertelfürst“, das war ursprünglich der Titel eines Fürsten, der den vierten Teil eines Reiches regierte.
- 5Ituräa. Gebiet nördlich von Israel um den Antilibanon herum.
- 6Trachonitis. Landschaft nordöstlich vom See Gennesaret.
- 7Abilene. Landschaft zwischen Ituräa und Damaskus.
- 9Rabbi. Respektvolle Anrede im Judentum: „Mein Lehrer“.
- 10Herodias. Enkelin Herodes des Großen, war zunächst mit ihrem Onkel Herodes Philippus (nicht dem Fürsten Philippus) verheiratet. Auch Herodes Antipas, ihr jetziger Ehemann, war ein Onkel von ihr.
- 11Dieses Geschlechtsregister unterscheidet sich von dem des Matthäus dadurch, dass es rückwärts läuft und entweder Josefs physischen Stammbaum darstellt oder den von Maria.
Cross references
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden