Josua 13–21
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13–21: Die Verteilung des Landes
Noch nicht eroberte Gebiete
131Inzwischen war Josua sehr alt geworden. Da sagte Jahwe zu ihm: „Du bist schon sehr alt, und sehr viel Land ist noch in Besitz zu nehmen. 2Folgende Gebiete sind noch zu erobern: Alle Bezirke der Philister1 und ganz Geschur, 3das Gebiet vom Schihor2 vor Ägypten bis zur Grenze von Ekron3 im Norden, das den Kanaanitern zugerechnet wird, die fünf Fürstentümer der Philister: Gaza, Aschdod, Aschkelon, Gat und Ekron und das Gebiet der Awiter4 im Süden. 4Weiter gehört dazu das ganze Gebiet der Kanaaniter von der Sidonierstadt Meara bis nach Afek und zur Grenze der Amoriter; 5das Gebiet der Gebaliter5 und der ganze Libanon im Osten von Baal-Gad am Fuß des Hermon bis dorthin, wo es nach Hamat6 geht; 6alle Gebirgsbewohner vom Libanon an bis nach Misrefot-Majim, alle Sidonier. Ich selbst werde sie vor den Israeliten vertreiben. Verlose ruhig das ganze Land als Erbbesitz für Israel, wie ich es dir befohlen habe. 7Verteile es als bleibenden Besitz an die neun Stämme und den halben Stamm Manasse.“
Das schon eroberte Gebiet (13–17)
Das Ostjordanland
8Die andere Hälfte des Stammes Manasse hatte zusammen mit den Rubeniten und Gaditen ihren Erbbesitz schon im Ostjordanland angenommen, so wie Mose, der Diener Jahwes, es ihnen ausgeteilt hat: 9von Aroër am Rand des Arnontals an und der Stadt, die direkt am Fluss liegt; die ganze Hochebene zwischen Medeba7 und Dibon8 10und alle Städte des Amoriterkönigs Sihon, der von Heschbon aus geherrscht hatte, bis zur ammonitischen Grenze; 11die Landschaft Gilead und das Land der Geschuriter, das Land der Maachatiter und das ganze Hermongebirge, ganz Baschan bis nach Salcha; 12das ganze Reich von König Og, der in Aschtarot und Edreï regierte, der Letzte aus dem Geschlecht der Refaïter, die von Mose geschlagen und vertrieben worden waren. 13Aber die Geschuriter und Maachatiter vertrieben die Israeliten nicht. Sie leben bis heute mitten in Israel. 14Nur dem Stamm Levi gab Mose keinen Erbbesitz. Ihm wurden die Opfergaben für Jahwe, den Gott Israels, als Anteil zugesichert.
15Den Sippen des Stammes Ruben hatte Mose folgendes Gebiet zugeteilt: 16von Aroër an, das am Rand des Arnontals liegt, und der Stadt direkt am Fluss, über die ganze Hochebene bis Medeba 17und Heschbon mit all den Städten des Hochlandes: Dibon, Bamot-Baal9, Bet-Baal-Meon10, 18Jahaz11, Kedemot12, Mefaat13, 19Kirjatajim14, Sibma, Zeret-Schahar im Bergland östlich des Salzmeeres und 20Bet-Peor15. Dazu kamen die Siedlungen auf den Abhängen des Pisga, Bet-Jeschimot 21und alle anderen Städte der Hochebene. Es umfasste das ganze Herrschaftsgebiet des Amoriterkönigs Sihon aus Heschbon, den Mose ebenso besiegt hatte wie die midianitischen16 Stammesfürsten: Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die dort lebten und in Sihons Diensten standen. 22Neben vielen anderen töteten die Israeliten damals auch den Wahrsager Bileam Ben-Beor mit dem Schwert. 23Die Westgrenze des Stammes Ruben bildete der untere Jordan und seine Uferlandschaft. Diese Städte und Dörfer waren den Sippen des Stammes Ruben zugeteilt worden.
24Den Sippen des Stammes Gad hatte Mose folgendes Gebiet zugeteilt: 25Jaser18 und alle Städte Gileads, das halbe Land der Ammoniter bis nach Aroër19, das Rabba20 gegenüber liegt; 26von Heschbon bis Ramat-Mizpe21 und Betonim22, von Mahanajim23 bis an das Gebiet von Debir; 27in der östlichen Tiefebene des Jordan: Bet-Haram24, Bet-Nimra25, Sukkot und Zafon, also das restliche Gebiet des Reiches von Sihon, der in Heschbon regiert hatte, bis zum Süd-Ende des Sees Kinneret. 28Diese Städte und Dörfer waren den Sippen des Stammes Gad zugeteilt worden.
29Den Sippen des halben Stammes Manasse hatte Mose das Gebiet zugeteilt, 30das von Mahanajim an das ganze Reich des Königs Og von Baschan umfasste, dazu alle Zeltdörfer Jaïrs – das waren 60 Ortschaften –, 31das halbe Gilead, dazu die Städte Aschtarot und Edreï, die zum Königreich Ogs gehört hatten. Dieses Gebiet wurde der Hälfte der Sippen zugeteilt, die von Machir Ben-Manasse abstammten.
32Die Verteilung des Landes hatte Mose im Steppengebiet von Moab im Ostjordanland gegenüber von Jericho vorgenommen. 33Aber dem Stamm Levi gab Mose keinen Anteil am Landbesitz. Jahwe, der Gott Israels, sollte selbst ihr Erbbesitz sein und für sie sorgen, wie er es versprochen hatte.
Das Westjordanland
141Es folgt eine Liste mit den Gebieten im Land Kanaan, die der Priester Eleasar und Josua Ben-Nun und die Oberhäupter der einzelnen Stämme an die Israeliten als Erbbesitz austeilten. 2So wie Jahwe es Mose befohlen hatte, wurden sie durchs Los an die neuneinhalb Stämme aufgeteilt. 3Die anderen zweieinhalb Stämme hatten ihren Erbbesitz ja schon im Ostjordanland von Mose zugeteilt bekommen. Nur den Leviten war kein Land zugeteilt worden. 4Die Nachkommen Josefs bildeten nämlich zwei Stämme: Manasse und Efraïm. Und die Leviten erhielten keinen Anteil am Land; sie bekamen jedoch Städte, in denen sie wohnen konnten, und Weideplätze für ihr Vieh. 5Die Israeliten verteilten das Land so, wie Jahwe es Mose befohlen hatte.
6In Gilgal kamen die Männer des Stammes Juda zu Josua. Und Kaleb Ben-Jefunne aus der Sippe Kenas sagte zu ihm: „Du weißt ja, was Jahwe zu Mose, dem Mann Gottes, über mich und dich in Kadesch-Barnea gesagt hat. 7Ich war damals 40 Jahre alt, als Mose, der Diener Jahwes, mich von Kadesch-Barnea als Kundschafter in dieses Land hier geschickt hatte. Und ich erstattete ihm Bericht, wie ich es in meinem Herzen hatte. 8Doch meine Brüder, die mit mir gezogen waren, machten dem Volk Angst. Aber ich ließ mich nicht beirren, sondern vertraute ganz auf Jahwe, meinen Gott. 9An diesem Tag hatte Mose mir unter Eid versprochen: ‚Das Land, das du mit deinen Füßen betreten hast, soll dir und deinen Nachkommen für immer gehören! Denn du bist Jahwe, meinem Gott, treu gefolgt.‘ 10Das ist jetzt 45 Jahre her und Jahwe hat mich tatsächlich am Leben erhalten, wie er es mir damals in der Wüste durch Mose versprochen hatte. Heute bin ich 85 Jahre alt 11und noch genauso stark wie damals als Kundschafter. Ich kann immer noch kämpfen und in den Krieg ziehen. 12Gib mir nun dieses Gebirge, von dem Jahwe geredet hat. Du hast damals selbst gehört, dass die Anakiter dort in großen stark befestigten Städten wohnen. Vielleicht steht Jahwe mir bei, dass ich sie vertreiben kann. Er hat es mir ja zugesagt.“ 13Da segnete Josua Kaleb und erklärte Hebron zu seinem Erbbesitz. 14Die Stadt gehört noch heute seinen Nachkommen, weil Kaleb Ben-Jefunne aus der Sippe Kenas Jahwe, dem Gott Israels, treu gefolgt war. 15Hebron hieß damals übrigens noch Kirjat-Arba, Stadt des Arba. Das war der größte Mann unter den Anakitern gewesen. Danach war der Krieg zu Ende, und das Land kam zur Ruhe.
Der Stamm Juda
151Den Sippen des Stammes Juda wurde durch Losentscheid folgendes Gebiet zugewiesen: Im Süden grenzte es an die Wüste Zin, die zu Edom1 gehört. 2Ihre südliche Grenze begann an der Südspitze des Salzmeeres 3und lief in südlicher Richtung am Fuß der Skorpionensteige vorüber nach Zin. Sie führte dann weiter südlich an Kadesch-Barnea vorbei über Hezron hinauf nach Addar, wo sie einen Bogen nach Karka machte. 4Sie ging weiter durch Azmon und lief am Bach Ägyptens2 aus, dem sie bis zum Meer folgte. Das wird für euch die Südgrenze sein.
5Die Ostgrenze bildete das Salzmeer bis zur Einmündung des Jordan. Von dieser Stelle führte die Nordgrenze 6nach Bet-Hogla hinauf, lief nördlich an Bet-Araba vorbei bis zum Stein Bohans, des Rubeniten. 7Vom Tal Achor führte sie nach Debir hinauf, wandte sich nordwärts zu den Steinmalen3 gegenüber dem Pass von Adummim, der südlich des Baches verläuft. Dann erreichte die Grenze En-Schemesch, die Sonnenquelle, und dann En-Rogel, die Bleicherquelle. 8Sie führte durchs Ben-Hinnom-Tal, südlich um den Abhang herum, auf dem die Jebusiterstadt, das heutige Jerusalem, liegt, bis zum Gipfel des Berges, der sich westlich des Hinnom-Tals am Nordrand der Refaïm-Ebene erhebt. 9Von dort zog sie sich herum auf die Quelle Neftoach zu und lief dann in Richtung der Städte des Berglandes von Efron und weiter nach Baala, dem heutigen Kirjat-Jearim. 10Von Baala aus ging sie in westliche Richtung zum Gebirge Seïr, lief den Nordhang des Berges Jearim – das ist Kesalon – hinab nach Bet-Schemesch und hinüber nach Timna. 11Dann verlief sie an der Nordflanke von Ekron in einem Bogen nach Schikkaron hinüber zum Berg Baala und lief bei Jabneël an der Küste des Meeres aus. 12Das große Meer bildete die Westgrenze. Dies war das Gebiet, das der Stamm Juda mit seinen Sippen erhielt.
13Nach Befehl Jahwes überließ Josua Kaleb Ben-Jefunne einen Teil des Stammesgebietes von Juda, nämlich Hebron. Damals hieß es noch Kirjat-Arba nach dem Stammvater der Anakiter. 14Kaleb vertrieb die drei Sippen der Anakiter von dort: Scheschai, Ahiman und Talmai. 15Dann zog er vor die Stadt Debir, die früher noch Kirjat-Sefer hieß. 16„Wer Kirjat-Sefer erobert“, versprach er ‹seinen Männern›, „bekommt meine Tochter Achsa zur Frau!“4 17Es war Otniël Ben-Kenas, der Sohn von Kalebs Bruder, der die Stadt einnahm und Achsa zur Frau nehmen durfte. 18Doch während sie bei Otniël einzog, rang sie ihm die Erlaubnis ab, ein bestimmtes Landstück von ihrem Vater fordern zu dürfen. Und als sie vor ihm vom Esel herabglitt, fragte Kaleb: „Was hast du?“ 19Sie erwiderte: „Wenn du mich schon in den heißen Negev verheiratet hast, dann gib mir auch ein paar Wasserbecken als Segensgeschenk dazu!“ Da schenkte ihr Kaleb die oberen und die unteren Teichanlagen ‹bei Hebron›.
Die zwölf Bezirke Judas
20Zu dem Land, das dem Stamm Juda und seinen Sippen als Erbbesitz zugeteilt wurde5, 21gehörten auch die folgenden Städte:
Im Negev an der Grenze von Edom waren es Kabzeël, Eder, Jagur, 22Kina, Dimona, Adada6, 23Kedesch, Hazor, Jitnan, 24Sif, Telem, Bealot, 25Hazor-Haddata, Kirjat-Hezron – das ist Hazor –, 26Amam, Schema, Molada, 27Hazar-Gadda, Heschmon, Bet-Pelet, 28Hazar-Schual, Beerscheba und…
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Footnotes
- 1Die Philister bewohnten die südliche Küstenebene von Kanaan.
- 2Schihor. Einer der Nilkanäle in der Nähe des heutigen Suez-Kanals.
- 3Ekron. Philisterstadt in der Küstenebene, 32 km südöstlich von Joppe.
- 4Awiter. Volk in der Nähe von Gaza.
- 5Geba ist eine Stadt an der phönizischen Küste, 60 km nördlich von Sidon.
- 6Hamat. heute: Labwe, etwa 70 km nördlich vom Berg Hermon.
- 7Medeba. Moabitische Stadt, 32 km südlich vom heutigen Amman.
- 8Dibon. Bedeutende Stadt Moabs, 21 km östlich vom Toten Meer, 5 km nördlich der Arnon-Schlucht.
- 9Bamot-Baal. Nordöstlich des Toten Meeres. Genaue Ortslage unbekannt.
- 10Bet-Baal-Meon. 10 km östlich vom Toten Meer, 37 km südwestlich vom heutigen Amman.
- 11Jahaz. Moabitische Stadt auf der Hochfläche des Ostjordanlandes, 17 km südöstlich von Medeba.
- 12Kedemot. 32 km östlich vom Toten Meer, nördlich des Arnon.
- 13Mefat. Vielleicht identisch mit Jahwah, 11 km südlich vom heutigen Amman.
- 14Kirjatajom. Vielleicht 14 km östlich vom Toten Meer.
- 15Bet-Peor. 29 km westlich vom heutigen Amman.
- 16Die Midianiter waren ein Nomadenvolk, das in der Araba (Jordantal) und in Transjordanien umherzog.
- 18Jaser. Vermutlich Khirbet es-Sar, 10 km westlich vom heutigen Amman.
- 19Aroër. Stadt an der Grenze zwischen Israel und Ammon.
- 20Rabba. Hauptstadt der Ammoniter, 38 km östlich vom Jordan, heute: Amman.
- 21Ramat-Mizpe. Eventuell 18 km westlich vom heutigen Amman.
- 22Betonim. 26 km nordöstlich von Jericho
- 23Mahanajim. Wahrscheinlich 11 km östlich vom Jordan am Jabbok.
- 24Bet-Haram. 29 km westlich vom heutigen Amman
- 25Bet-Nimra. Vielleicht identisch mit Nimrim, 8 km östlich des Jordan.
- 1Edom. Land östlich der Araba und südlich vom Toten Meer, bewohnt von den Nachkommen Esaus.
- 2Bach Ägyptens. Heute: Wadi El-Arisch.
- 3Steinmale. Wörtlich: Gelilot. Die liest hier Gilgal.
- 4Achsa zur Frau. Der Sieg im Kampf war eine Möglichkeit, den Brautpreis zu zahlen.
- 5zugeteilt wurde. Das Siedlungsgebiet lag hauptsächlich zwischen dem Toten Meer und dem Mittelmeer.
- 6Adada. Wahrscheinlich identisch mit Aroër.
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