Logos Bible Study

Jesaja 9,7–10,4

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Der Schatten über Samaria

7Ein Urteil hat mein Herr über Jakob gefällt, und an Israel wurde es vollstreckt. 8Zu spüren bekam es das ganze Volk – das von Efraïm und was in Samarien wohnt – mit seinem selbstherrlich hochmütigen Spruch: 9„Die Ziegel sind gefallen, doch mit Quadern bauen wir auf, das Holz der wilden Feigenbäume4 ist zerbrochen, doch wir setzen dort Zedernbalken ein.“ 10Aber Jahwe wiegelt Rezins Unterfürsten auf, ihre Feinde stachelt er gegen sie an. 11Die Syrer kommen von vorn und von hinten die Philister, und sie fressen Israel mit vollem Maul. – Trotzdem legt sich der Zorn Gottes nicht. Seine Hand bleibt drohend ausgestreckt.

12Doch das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schlägt. Jahwe, den allmächtigen Gott, suchen sie nicht. 13Da haut Jahwe Kopf und Schwanz von Israel ab, Palmzweig und Binse an einem einzigen Tag. 14Die Ältesten und Vornehmen sind der Kopf, der Lügen lehrende Prophet ist der Schwanz. 15Die Führer dieses Volkes sind Verführer, und die Geführten wissen nicht mehr wohin. 16Deshalb freut sich der Herr nicht über seine jungen Männer, erbarmt sich nicht über seine Witwen und Waisen. Denn alle sind sie gottlos und böse, aus jedem Mund kommt schändliches Geschwätz. – Trotzdem legt sich der Zorn Gottes nicht. Seine Hand bleibt drohend ausgestreckt.

17Denn ihre Bosheit lodert auf wie ein Feuer, das Dornen und Disteln verzehrt. Im dichten Unterholz des Waldes zündet es und wirbelt als schwarze Rauchwolke hoch. 18Durch den Zorn Jahwes, des Allmächtigen, ist das Land verbrannt. Und wie ein Feuerfraß wütet das Volk, keiner verschont den andern. 19Man verschlingt etwas von rechts und bleibt doch hungrig, man frisst nach links und wird nicht satt. Jeder frisst das Fleisch seines eigenen Arms. 20Manasse frisst Efraïm und Efraïm Manasse, und beide fallen über Juda her. – Trotzdem legt sich der Zorn Gottes nicht. Seine Hand bleibt drohend ausgestreckt.

101Wehe denen, die unheilvolle Gesetze erlassen, die unerträgliche Vorschriften machen, 2um die Schwachen aus dem Gericht zu drängen und die Armen um ihr Recht zu bringen, um die Witwen zu plündern und die Waisen auszurauben. 3Was werdet ihr am Tag der Heimsuchung tun, wenn das Unwetter von fern her kommt? Zu wem wollt ihr dann fliehen, um Hilfe zu finden, wo euren Reichtum hinterlassen? 4Beugt man sich dann nicht in Gefangenschaft, wird man unter den Erschlagenen sein. – Trotzdem legt sich der Zorn Gottes nicht. Seine Hand bleibt drohend ausgestreckt.

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Footnotes

  1. 4wilden Feigenbäume Das Holz der Sykomore eignete sich gut zum Bauen, besonders für Decken und Dachkonstruktionen. Seine Früchte galten als Nahrung der Armen.