Jesaja 24–26
Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions
German
Arabic
Czech
English
- DARBY 1890 Darby Bible
- ASV American Standard Version
- AV 1873 The Cambridge Paragraph Bible of the Authorized English Version
- CSB Christian Standard Bible
- D-R Douay-Rheims Bible
- ESV English Standard Version
- GW GOD’S WORD Translation
- GNB Good News Translation
- HCSB The Holman Christian Standard Bible
- KJV 1900 King James Version
- LSB Legacy Standard Bible
- LEB The Lexham English Bible
- MSG The Message: The Bible in Contemporary Language
- NET The NET Bible
- NASB95 New American Standard Bible (1995)
- NCV New Century Version
- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
- NKJV The New King James Version
- NLT New Living Translation
- NRSVue New Revised Standard Version: Updated Edition
- RSV The Revised Standard Version
- RSVCE The Revised Standard Version, Catholic Edition
- YLT Young’s Literal Translation
French
Hebrew
Hungarian
Italian
Korean
Latin
Portuguese
Russian
Simplified Chinese
Spanish
Traditional Chinese
Gottes Gericht über die Erde
241Jahwe verwüstet die Erde und fegt sie leer, er entstellt ihr Gesicht und zerstreut die Bewohner. 2Dann geht es dem Priester wie dem Volk, dem Sklaven wie dem Herrn, der Magd wie der Gebieterin, dem Käufer wie dem Verkäufer, dem Borger wie dem Leiher, dem Schuldner wie dem Gläubiger. 3Die Erde wird völlig leer und ausgeplündert sein, denn Jahwe hat das Urteil gefällt. 4Die Erde verfällt und verfault, der Weltkreis verwelkt, und auch die Mächtigen gehen ein. 5Entweiht liegt die Erde unter ihren Bewohnern, denn sie haben Gottes Gesetz übertreten, seine Ordnungen missachtet und den ewigen Bund ungültig gemacht. 6Darum frisst ein Fluch die Erde, und die Bewohner büßen für ihre Schuld. Sie schwinden dahin, von Glut verzehrt. Von den Menschen bleibt nur ein winziger Rest. 7Es vertrocknet der Most, der Weinstock verwelkt, und die einst so Fröhlichen seufzen jetzt. 8Der Freudenklang der Tamburine verstummt, der Lärm der feiernden Menge erstirbt, das fröhliche Harfenspiel bricht ab. 9Man trinkt keinen Wein mehr bei frohem Gesang, bitter schmeckt den Zechern ihr Bier. 10Zertrümmert ist die öde Stadt, verschlossen und verrammelt jedes Haus. 11Man wimmert um Wein auf den Gassen. Die Freude ist untergegangen, aller Jubel im Land ist verbannt. 12Öde ist der Rest der Stadt, das Tor ist nur ein Haufen Schutt.
13So wird es unter den Völkern der Erde geschehen. Es wird wie beim Abschlagen von Oliven sein, wie bei der Nachlese im Weinberg, wenn die Ernte dann vorüber ist. 14Sie beginnen zu jubeln, sie preisen die Größe Jahwes. Über das Meer im Westen jauchzen sie ihm zu. 15„Ehrt auch im Osten den Namen Jahwes, und an den Meeresküsten lobt Jahwe, Israels Gott!“ 16Vom Ende der Erde hören wir Gesang: „Gebt ihm die Ehre, er hat für das Recht gesorgt!“
Ich aber schreie: „Mir ist elend, ich vergehe! Weh mir, ich kann nicht mehr!“ Treulose kennen keine Treue! Nur noch Treuebruch, Veruntreuung und Treulosigkeit! 17Grauen und Furcht, Fallgrube und Fangnetz erwarten die Bewohner der Welt. 18Wer vor den Schreckensschreien flieht, fällt in die Grube, und wer sich aus der Grube retten kann, verfängt sich im Netz. Die Schleusen des Himmels öffnen sich, und es beben die Fundamente der Welt. 19Berstend reißt die Erde auf, sie bricht und zerbricht, sie wankt und schwankt, 20sie taumelt wie ein Betrunkener, schaukelt wie eine Nachthütte im Feld. Ihre Sünde lastet schwer auf ihr. Sie fällt und steht nicht wieder auf.
21An dem Tag zieht Jahwe zur Rechenschaft die Geistermächte der unsichtbaren Welt und die irdischen Herrscher der Erde. 22Sie werden zusammengetrieben und in die Grube gesperrt. Sie werden ins Gefängnis gebracht und nach langer Zeit erst bestraft. 23Da wird der Mond ganz rot vor Scham und die Sonne vor der Schande bleich, denn als König herrscht Jahwe, der Allmächtige, auf dem Zionsberg und in Jerusalem. Und seinen Führern zeigt er seine Herrlichkeit.
Gottes Friedensreich
251Jahwe, du bist mein Gott! Dich will ich erheben und deinen Namen preisen! Denn du hast Wunder vollbracht nach deinem Beschluss, der schon lange gefasst und nun in wahrhaftiger Treue ausgeführt ist. 2Die Stadt hast du zum Steinhaufen gemacht, die starke Burg zu einem Trümmerfeld. Die Paläste der Fremden bewohnt keiner mehr. Die Stadt wird niemals wieder aufgebaut. 3Nun ehrt dich eine mächtige Nation, in den Städten brutaler Völker fürchtet man dich. 4Denn du bist die Festung des Schwachen, die Zuflucht des Armen in seiner Not, ein Schutzdach vor dem Wolkenbruch, ein Schatten vor der Sonnenglut, wenn die Wut der Tyrannen wie ein Wetter gegen eine Mauer tobt 5und wie glühende Hitze den ausgedörrten Boden verbrennt. Du hast ihr Toben zum Schweigen gebracht. Wie der Schatten einer Wolke die Hitze dämpft, so dämpftest du ihr Siegesgeschrei.
6Hier auf dem Zionsberg wird es geschehen: Jahwe, der Allmächtige, wird alle Völker zum Fest einladen, zu einem Mahl mit feinsten Speisen und einem guten Tropfen, mit kräftigen, köstlichen Gerichten und gut gelagertem alten Wein. 7Hier wird er den Schleier zerreißen, der allen Völkern das Gesicht verhüllt, die Decke entfernen, die auf den Nationen liegt. 8Den Tod wird er für immer verschlingen, und Jahwe, der Herr, wischt die Tränen von jedem Gesicht. Er nimmt seinem Volk die Schmach in aller Welt weg. Ja, das hat Jahwe zugesagt.
9An dem Tag wird man sagen: „Da ist unser Gott! Auf ihn hatten wir unsere Hoffnung gesetzt. Das ist Jahwe! Wir haben nicht vergeblich gehofft. Jubeln wir! Freuen wir uns, denn er hat uns die Rettung gebracht!“ 10Jahwes Hand schützt diesen Berg, doch Moab wird zertreten im eigenen Land, so wie man Stroh in der Jauche zertritt. 11Und rudert er mit seinen Armen darin wie ein Schwimmer, der sich zu retten versucht, wird sein Hochmut dennoch niedergedrückt, auch wenn er sich geschickt dagegen wehrt. 12Deine hohen, steilen Mauern reißt er nieder und macht sie alle dem Erdboden gleich.
Lobgesang der Erlösten
261Dann singt man in Juda dieses Lied: „Wir haben eine starke Stadt, denn Wall und Mauer gab er uns zum Schutz. 2Macht die Tore auf, damit ein Volk einzieht, das gottrecht lebt, das ihm die Treue hält 3und sich durch nichts beirren lässt. Frieden, ja Frieden gibst du dem, der dir vertraut. 4Vertraut auf Jahwe immerzu, auf Jah,1 auf Jahwe, den ewigen Fels! 5Die in stolzer Höhe wohnten, hat er niedergeduckt, die hochragende Burg hat er gänzlich zerstört, er hat sie niedergestoßen bis in den Staub. 6Nun soll sie zertreten der Fuß: die Füße der Armen, die Tritte von Menschen ohne Macht.“
7Wer gottrecht lebt, hat einen geraden Weg; dem, der dir gehorcht, ebnest du die Bahn. 8Selbst wenn du uns strafen musst, warten wir voll Hoffnung auf dich, Jahwe. Wir sehnen uns nach dir, nach deinem Namen, deinem Lob. 9Bei Nacht sind meine Gedanken bei dir, voller Sehnsucht suche ich dich. Wenn du deine Gerichte auf der Erde vollstreckst, lernen die Menschen, was Gerechtigkeit ist. 10Doch wenn ein Gottloser begnadigt wird, lernt er nie Gerechtigkeit. Selbst in diesem Land, wo dein Recht gilt, handelt er verkehrt und sieht nicht die Hoheit Jahwes. 11Auch deine hocherhobene Hand nehmen sie nicht wahr. Doch deinen Eifer um dein Volk werden sie sehen, Jahwe! Und das Feuer, das deinen Feinden gilt, vernichtet auch sie! 12Du wirst uns Frieden geben, Jahwe, denn du hast ja alle unsere Taten für uns vollbracht.
13Außer dir haben auch andere Herren über uns geherrscht, Jahwe. Nur durch dich haben wir an deinen Namen gedacht. 14Tote werden nicht lebendig, Totengeister stehen nicht wieder auf. Deshalb hast du sie ja heimgesucht und beseitigt und jeden Gedanken an sie zunichtegemacht. 15Du hast dein Volk vermehrt, Jahwe, hast dein Volk groß gemacht und seine Grenzen weit. Du hast deine Herrlichkeit gezeigt. 16In der Not haben sie dich gesucht, Jahwe, und als du straftest, kamen sie klagend zu dir. 17Wie eine schwangere Frau kurz vor der Geburt, wie sie sich windet und in Schmerzen schreit, so waren wir vor dir, Jahwe. 18Wir waren schwanger, wanden uns in Schmerzen und gebaren Wind. Rettung konnten wir dem Land nicht bringen und keinen Bewohner für die Welt. 19Doch deine Toten werden leben, die Leichen meines Volkes werden auferstehen! Wacht auf und jubelt ihr zu Staub Gewordenen! Denn du bist wie belebender Tau im Licht, und die Erde gibt die Verstorbenen heraus.
20Geh, mein Volk, in deine Kammer und schließ die Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen Augenblick, bis das Strafgericht vorüber ist. 21Denn schon tritt Jahwe aus seiner Wohnung heraus, um für ihre Schuld zu bestrafen die Bewohner der Welt. Dann deckt die Erde das Blut wieder auf und verbirgt die Ermordeten nicht mehr.
Footnotes
- 1Jah. Kurzform von Jahwe.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden