Jeremia 7,1–15
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Auf Heuchelei folgt Götzendienst (7–10)
Jeremias erste Tempelrede
71Wort Jahwes, das zu Jeremia kam: 2Stell dich ins Tor vom Haus Jahwes und rufe: „Hört das Wort Jahwes, ihr Judäer! Hört her, die ihr durch diese Tore kommt, weil ihr Jahwe anbeten wollt! 3So spricht Jahwe, der allmächtige Gott Israels: ‚Ändert euer Leben und Tun! Nur dann lasse ich euch an diesem Ort bleiben. 4Verlasst euch nicht auf solche Lügenworte wie: »Das hier ist der Tempel Jahwes! Es ist der Tempel Jahwes! Jahwes Tempel ist das!«5Denn nur, wenn ihr euer Leben und Tun von Grund auf bessert, wenn ihr wirklich ‹nach Gottes› Recht miteinander lebt, 6wenn ihr Fremde, Waisen und Witwen nicht ausnutzt und hier nicht das Blut unschuldiger Menschen vergießt und wenn ihr nicht den fremden Göttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden, 7nur dann werde ich euch für immer an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vorfahren gegeben habe.
8Seht doch ein, dass ihr euch nur auf Lügen verlasst, die euch gar nichts nützen! 9Wie? Ihr stehlt und mordet, ihr brecht die Ehe, schwört Meineide, bringt dem Baal Räucheropfer und lauft anderen Göttern nach, die euch gar nichts angehen! 10Und dann kommt ihr her und tretet in diesem Haus vor mich hin – in diesem Haus, das meinen Namen trägt – und sagt: »Wir sind doch gerettet!«, um dann weiter all diese Gräuel zu verüben. 11Ist denn dieses Haus, das meinen Namen trägt, für euch zu einer Räuberhöhle geworden? – Gut, dann sehe ich es auch so an, spricht Jahwe.
12Geht doch zu meiner Stätte in Schilo, wo ich früher meinen Namen wohnen ließ, und seht euch an, was ich ihr angetan habe wegen der Bosheit meines Volkes Israel! 13Nun denn, ihr habt genau das Gleiche getan‘, spricht Jahwe. ‚Ich habe zu euch geredet, habe mich beizeiten aufgemacht, geredet und geredet, aber ihr habt einfach nicht gehört. Ich habe euch gerufen, aber ihr habt nicht geantwortet. 14Darum werde ich jetzt mit diesem Haus, das meinen Namen trägt und auf das ihr euch verlasst, genauso verfahren wie mit Schilo. Ich werde diesem Ort, den ich euch und euren Vorfahren gegeben habe, dasselbe Schicksal bereiten. 15Und ich werde euch aus meiner Gegenwart wegschleudern, so wie ich es mit euren Brüdern, den Leuten von Efraïm, getan habe.‘ “
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden