Jeremia 38,1–9
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Jeremia soll sterben
381Einige der Oberen des Königs, nämlich Schefatja Ben-Mattan, Gedalja Ben-Paschhur, Juchal Ben-Schelemja und Paschhur Ben-Malkija hörten, wie Jeremia im Wachthof öffentlich sagte: 2„So spricht Jahwe: ‚Wer in dieser Stadt bleibt, wird entweder durch das Schwert, durch den Hunger oder die Pest sterben. Wer aber hinausgeht und sich den Chaldäern ergibt, kommt mit dem Leben davon.‘ 3So spricht Jahwe: ‚Das Heer des Königs von Babylon wird diese Stadt ganz gewiss in die Hand bekommen und erobern.‘ “ 4Die Oberen sagten zum König: „Dieser Mann muss getötet werden! Wenn er so weiterredet, raubt er den Soldaten, die in der Stadt noch übrig sind, und dem ganzen Volk den letzten Mut. Dieser Mensch sucht nicht das Wohl des Volkes, sondern seinen Untergang.“ 5„Macht mit ihm, was ihr wollt“, sagte der König. „Ich kann euch nicht daran hindern.“ 6Da brachten sie Jeremia zur Zisterne des Prinzen Malkija und ließen ihn an Stricken hinunter. In der Zisterne war kein Wasser mehr, sondern nur Schlamm. Jeremia sank tief darin ein.
7Im Königspalast lebte ein Eunuch aus Nubien1 namens Ebed-Melech; der hörte, dass sie Jeremia in die Zisterne gebracht hatten. Der König hielt sich gerade im Benjamintor auf. 8Da verließ Ebed-Melech den Palast und ging zum König. 9„Mein Herr und König“, sagte er, „diese Männer haben dem Propheten Jeremia übel mitgespielt. Sie haben ihn in die Zisterne geworfen. Er wird dort verhungern, denn es gibt kein Brot mehr in der Stadt.“
Footnotes
- 1Nubien. Hebräisch: Kusch. Land am Oberlauf des Nil, südlich von Ägypten.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden