Hosea 9,10–16
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Israel einst und jetzt
10Wie man Trauben in der Wüste findet, so fand ich Israel. Wie die erste Frucht am jungen Feigenbaum, so sah ich eure Väter. Aber kaum waren sie nach Baal-Peor3 gekommen, da weihten sie sich der Schande und wurden Scheusale wie ihre Liebhaber. 11Efraïm – wie ein Vogelschwarm fliegt seine Herrlichkeit davon. Keine Geburt mehr, keine Schwangerschaft, keine Empfängnis. 12Selbst wenn sie ihre Söhne großziehen sollten, mache ich sie kinderlos und verlassen. Ja, wehe auch ihnen selbst! Denn ich wende mich von ihnen ab.
13Efraïm ist, wie ich sehe, gepflanzt wie eine Palme auf fruchtbarem Grund. Nun muss es seine Söhne dem Schlächter zuführen. 14Gib ihnen, Jahwe, was du geben willst: einen unfruchtbaren Schoß und vertrocknete Brüste.
15Schon in Gilgal hat sich ihre Bosheit enthüllt, dort habe ich gelernt, sie zu hassen. Wegen ihrer schlimmen Taten vertreibe ich sie aus meinem Haus. Ich kann sie nicht mehr lieben, denn Aufrührer sind ihre Führer. 16Efraïm ist geschlagen, seine Wurzeln verdorrt, Frucht bringen sie nicht mehr. Selbst wenn es noch Kinder bekäme, würde ich seine Lieblinge töten.
Fußnoten
- 3Baal-Peor. Der Peor ist ein Berg in Moab, von dem aus man über das Jordantal blicken konnte. Auf seinem Gipfel befand sich vermutlich ein Baals-Heiligtum.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden