Hiob 3,1–10
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3–31: Die Reden der Freunde.
Erste Runde (3–14)
Hiob verwünscht den Tag seiner Geburt
31Dann erst begann Hiob zu sprechen und verfluchte den Tag seiner Geburt. 2Er sagte:
3„Es verschwinde der Tag, an dem ich geboren bin, und die Nacht, die sagte: ‚Ein Knabe kam zur Welt!‘ 4Finsternis sei dieser Tag! Gott da oben frage nicht nach ihm, nie scheine über ihm das Licht! 5Mögen Finsternis und Dunkel ihn besitzen, dichte Wolken über ihm stehen! Die Finsternis ersticke sein Licht! 6Jene Nacht – das Dunkel soll sie holen, damit sie nicht im Jahreslauf erscheint! Zu keinem Monat soll sie gehören! 7Unfruchtbar sei jene Nacht, kein Jubel kehre bei ihr ein! 8Verwünschen sollen sie die Tageverflucher, die fähig sind, den Leviatan2 zu reizen! 9Finster seien die Sterne ihrer Dämmerung; sie hoffe auf Licht, doch das bleibe aus, sie sehe keinen Schimmer vom Morgenrot! 10Denn sie hat mir nicht den Mutterschoß versperrt und das Unglück meinen Augen erspart.“
Footnotes
- 2Leviatan. Ein saurierähnliches Ungeheuer, hier Symbol einer gottfeindlichen Macht, die die Nacht von Hiobs Geburt hätte verschlingen können.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden