Hesekiel 16,1–11
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Jerusalem – die treulose Frau
161Das Wort Jahwes kam zu mir. Er sagte: 2„Du Mensch, halte der Stadt Jerusalem ihre Gräueltaten vor 3und sage:
So spricht Jahwe, der Herr, zu Jerusalem: Du stammst aus dem Land der Kanaaniter. Ein Amoriter war dein Vater, eine Hetiterin2 deine Mutter. 4Und so erging es dir bei deiner Geburt: Man schnitt dir nicht die Nabelschnur ab, man hat dich nicht gebadet und mit Salz eingerieben und dich nicht in Windeln eingepackt. 5Niemand hatte Mitleid mit dir, niemand hat dich entsprechend versorgt. Man warf dich hinaus aufs freie Feld – so verabscheut warst du bei deiner Geburt.
6Da kam ich vorbei und sah dich zappeln in deinem Blut. Als du so dalagst, sagte ich zu dir: Du sollst leben! Ja, zu dir in deinem Blut sagte ich: Du sollst leben 7und wachsen wie eine Blume auf dem freien Feld. So blühtest du auf und wurdest zu einer höchst anmutigen Frau. Deine Brüste wölbten sich, das Schamhaar sprosste, aber du warst nackt und bloß.
8Als ich wieder vorbeikam, sah ich, dass die Zeit der Liebe für dich gekommen war. Da breitete ich meinen Mantel über dir aus und bedeckte deine Blöße. Ich schwor dir Treue und schloss den Bund der Ehe mit dir. So wurdest du mein. 9Ich badete dich und wusch dein Blut von dir ab. Dann salbte ich dich mit Öl 10und zog dir ein bunt gewirktes Kleid an. Ich gab dir Sandalen aus Tachasch-Leder3, band dir ein Kopftuch aus allerfeinstem Leinen um und hüllte dich in Seide ein. 11Dann legte ich dir Schmuck an: Spangen für das Handgelenk, eine Kette um den Hals,
Footnotes
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