Genesis 7,1–8,19
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Die große Flut kommt über die Erde
71Dann sagte Jahwe zu Noah: „Komm jetzt mit deiner ganzen Familie in die Arche, denn du bist der einzige Gerechte in dieser Generation. 2Nimm dir von allen reinen Tieren je sieben Paare mit, ein Männchen und sein Weibchen, von den unreinen aber nur je ein Paar. 3Auch von den Vögeln bringe jeweils sieben Männchen und Weibchen mit, sodass jede Art auf der ganzen Erde erhalten bleibt und sich vermehren kann. 4In sieben Tagen werde ich einen Regen über die Erde kommen lassen, der 40 Tage lang, Tag und Nacht, andauern wird. So werde ich alles Bestehende, alles, was ich gemacht habe, von der Erdoberfläche wegwischen.“ 5Noah machte alles genauso, wie Jahwe es ihm befohlen hatte.
6Als die Flut über die Erde hereinbrach, war Noah 600 Jahre alt. 7Er ging also mit seiner Frau, seinen Söhnen und deren Frauen in die Arche, um sich vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. 8Alle reinen und unreinen Tiere, die Vögel und die Kriechtiere 9kamen paarweise in die Arche, jeweils ein Männchen und ein Weibchen, wie Gott es Noah befohlen hatte. 10Sieben Tage später kamen die Fluten über die Erde.
11Im 600. Lebensjahr Noahs, am 17. Tag des zweiten Monats, brachen alle Quellen der großen Tiefe auf und die Schleusen des Himmels öffneten sich. 12Es regnete in Strömen 40 Tage lang, Tag und Nacht. 13An dem von Gott genannten Tag also war Noah mit seinen Söhnen Sem, Ham und Jafet, mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne in die Arche gegangen 14und mit ihnen alle Arten von Wildtieren und Herdenvieh und Kriechtieren, alle Vogelarten und alles, was sonst noch Flügel hat. 15Alle Lebewesen, alle, die Atem in sich hatten, waren paarweise zu Noah in die Arche gekommen. 16Es waren immer Männchen und Weibchen zusammen, wie Gott es Noah befohlen hatte. Dann schloss Jahwe hinter ihm zu.
1740 Tage lang ergoss sich die Flut über die Erde. Das Wasser stieg und hob die Arche vom Boden ab. 18Das Wasser schwoll und wuchs gewaltig über der Erde, und die Arche trieb auf dem Wasser. 19Immer höher und höher stieg das Wasser, bis schließlich alle hohen Berge auf der Erde zugedeckt waren. 20Mehr als sieben Meter hoch3 deckte das Wasser die Berge zu. 21Da ging alles zugrunde, was auf der Erde lebte und sich regte: Vögel, Herdenvieh und wilde Tiere und alle Menschen. 22Alles, was einen Lebenshauch in sich trug und auf dem Festland lebte, ging zugrunde. 23So löschte Gott alles aus, was auf dem Erdboden lebte: vom Menschen bis zum Herdenvieh, von den Vögeln bis zu den Kriechtieren. Alle fanden den Tod. Nur Noah und alles, was mit ihm in der Arche war, blieb übrig. 24150 Tage lang überflutete das Wasser die Erde.
Das Ende der Flut
81Gott dachte an Noah und an all die Wildtiere und das Herdenvieh, das mit ihm in der Arche war, und er ließ einen Wind über die Erde wehen. Da kam das Wasser zur Ruhe, 2die Quellen der Tiefe und die Schleusen des Himmels wurden verschlossen und der Regenfall gestoppt. 3Dann verliefen sich die Wassermassen allmählich von der Erde. Nach den 150 Tagen nahmen sie immer mehr ab, 4und am 17. Tag des siebten Monats setzte die Arche irgendwo auf dem Gebirge Ararat auf. 5Das Wasser nahm dann immer weiter ab, sodass man am ersten Tag des zehnten Monats die Bergspitzen sehen konnte. 640 Tage später öffnete Noah das Fenster, das er in die Arche eingelassen hatte, und ließ einen Raben hinaus. 7Der flog hin und zurück, immer wieder, bis die Erde trocken war. 8Dann ließ Noah eine Taube fliegen, um zu sehen, ob sich das Wasser vom Erdboden verlaufen hätte. 9Doch die Taube fand keinen Ruheplatz für sich, überall stand noch Wasser auf der Erde. Da kehrte sie zu ihm zurück. Er langte mit dem Arm hinaus und holte sie wieder in die Arche. 10Dann wartete er weitere sieben Tage und ließ sie noch einmal fliegen. 11Gegen Abend kam die Taube. Im Schnabel hatte sie ein frisch abgerissenes Olivenblatt. Noah erkannte jetzt, dass sich das Wasser von der Erde verlaufen hatte. 12Er wartete noch einmal sieben Tage und ließ die Taube wieder hinaus. Jetzt kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück.
13Im 601. Lebensjahr Noahs, am ersten Tag des ersten Monats, war das Wasser von der Erde abgetrocknet. Als Noah jetzt das Dach der Arche entfernte und Ausschau hielt, sah er, dass kein Wasser mehr auf der Erde stand. 14Am 27. Tag des zweiten Monats war die Erde trocken. 15Da sagte Gott zu Noah: 16„Verlass jetzt die Arche mit deiner Frau, deinen Söhnen und ihren Frauen. 17Und lass alle Tiere, die bei dir sind, mit hinausziehen: die Vögel, das Herdenvieh und alles, was sich auf der Erde regt. Sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren. Auf der Erde soll es wieder wimmeln von ihnen.“ 18Da ging Noah mit seinen Söhnen, seiner Frau und seinen Schwiegertöchtern ins Freie. 19Auch alle Arten von Tieren, alles, was kriecht und fliegt und sich auf der Erde regt, zog aus der Arche.
Footnotes
- 3sieben Meter hoch. Das könnte mit dem Tiefgang der Arche zusammenhängen.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden