Logos Bible Study

Genesis 6–11

Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions

German

Arabic

Czech

English

French

Hebrew

Hungarian

Italian

Korean

Latin

Portuguese

Russian

Simplified Chinese

Spanish

Traditional Chinese

Die Menschen nach Noah (6–11)

Noah vor der großen Flut

61Als die Menschen immer zahlreicher wurden und sich auf der Erde ausbreiteten, 2sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich die zu Frauen, die ihnen gefielen. 3Da sagte Jahwe: „Mein Geist soll nicht für immer in diesen sterblichen Menschen bleiben. Ich gebe ihnen noch eine Frist von 120 Jahren.“2 4Damals lebten die Gewaltigen auf der Erde und auch später noch, als die Gottessöhne mit den Menschentöchtern verkehrten und ihnen Kinder geboren wurden. Das waren die hochberühmten Helden der Vorzeit.

5Jahwe aber sah, wie groß die Bosheit der Menschen auf der Erde war. Ihr ganzes Denken und Streben, alles, was aus ihrem Herzen kam, war immer nur böse. 6war es leid, den Menschen auf der Erde gemacht zu haben, und es schmerzte ihn bis ins Herz. 7Er beschloss: „Ich werde den Menschen, den ich geschaffen habe, vom Erdboden wegwischen samt dem Vieh, den Kriechtieren und Vögeln, denn es ist mir leid, sie gemacht zu haben.“ 8Nur Noah fand Gnade vor Jahwe.

9Es folgt die Geschichte Noahs.

Noah war ein gerechter4 Mann. Seine Zeitgenossen fanden nichts Tadelnswertes an ihm. Er lebte beständig mit Gott. 10Drei Söhne hatte er: Sem, Ham und Jafet. 11Die Erde aber verdarb vor Gott und füllte sich mit Verbrechen. 12Gott sah sich das an: Die Erde war vollkommen verdorben, denn alle Menschen waren vom rechten Weg abgekommen. 13Da sagte Gott zu Noah: „Ich habe beschlossen, Mensch und Tier zu vernichten, denn ihretwegen ist die Erde voller Gewalt. 14Baue dir eine Arche, einen Kasten aus Goferholz5! Teil ihn in Zellen auf und dichte ihn innen und außen mit Asphalt ab! 15Er soll 150 Meter7 lang sein, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. 16Sorge auch für eine Lichtöffnung! Sie darf bis zu einem halben Meter unter den Dachrand reichen. Setze eine Tür in die Mitte ihrer Längsseite. Drei Stockwerke soll die Arche insgesamt haben. 17Denn ich, ja ich werde eine Wasserflut über die ganze Erde kommen lassen und alles vernichten, was atmet und lebt. 18Mit dir aber schließe ich folgenden Bund: Du sollst mit deiner Frau, deinen Söhnen und ihren Frauen in die Arche gehen. 19Und von allen Tieren sollst du immer zwei, ein Männchen und ein Weibchen, in die Arche kommen lassen, damit sie zusammen mit dir am Leben bleiben. 20Alle Arten der Vögel, der Land- und Kriechtiere sollen paarweise zu dir in die Arche hineinkommen, damit sie überleben können. 21Lege ausreichend Vorräte an, dass ihr und die Tiere damit versorgt werden können.“ 22Noah machte alles genauso, wie Gott es ihm befohlen hatte.

Die große Flut kommt über die Erde

71Dann sagte Jahwe zu Noah: „Komm jetzt mit deiner ganzen Familie in die Arche, denn du bist der einzige Gerechte in dieser Generation. 2Nimm dir von allen reinen Tieren je sieben Paare mit, ein Männchen und sein Weibchen, von den unreinen aber nur je ein Paar. 3Auch von den Vögeln bringe jeweils sieben Männchen und Weibchen mit, sodass jede Art auf der ganzen Erde erhalten bleibt und sich vermehren kann. 4In sieben Tagen werde ich einen Regen über die Erde kommen lassen, der 40 Tage lang, Tag und Nacht, andauern wird. So werde ich alles Bestehende, alles, was ich gemacht habe, von der Erdoberfläche wegwischen.“ 5Noah machte alles genauso, wie Jahwe es ihm befohlen hatte.

6Als die Flut über die Erde hereinbrach, war Noah 600 Jahre alt. 7Er ging also mit seiner Frau, seinen Söhnen und deren Frauen in die Arche, um sich vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. 8Alle reinen und unreinen Tiere, die Vögel und die Kriechtiere 9kamen paarweise in die Arche, jeweils ein Männchen und ein Weibchen, wie Gott es Noah befohlen hatte. 10Sieben Tage später kamen die Fluten über die Erde.

11Im 600. Lebensjahr Noahs, am 17. Tag des zweiten Monats, brachen alle Quellen der großen Tiefe auf und die Schleusen des Himmels öffneten sich. 12Es regnete in Strömen 40 Tage lang, Tag und Nacht. 13An dem von Gott genannten Tag also war Noah mit seinen Söhnen Sem, Ham und Jafet, mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne in die Arche gegangen 14und mit ihnen alle Arten von Wildtieren und Herdenvieh und Kriechtieren, alle Vogelarten und alles, was sonst noch Flügel hat. 15Alle Lebewesen, alle, die Atem in sich hatten, waren paarweise zu Noah in die Arche gekommen. 16Es waren immer Männchen und Weibchen zusammen, wie Gott es Noah befohlen hatte. Dann schloss Jahwe hinter ihm zu.

1740 Tage lang ergoss sich die Flut über die Erde. Das Wasser stieg und hob die Arche vom Boden ab. 18Das Wasser schwoll und wuchs gewaltig über der Erde, und die Arche trieb auf dem Wasser. 19Immer höher und höher stieg das Wasser, bis schließlich alle hohen Berge auf der Erde zugedeckt waren. 20Mehr als sieben Meter hoch3 deckte das Wasser die Berge zu. 21Da ging alles zugrunde, was auf der Erde lebte und sich regte: Vögel, Herdenvieh und wilde Tiere und alle Menschen. 22Alles, was einen Lebenshauch in sich trug und auf dem Festland lebte, ging zugrunde. 23So löschte Gott alles aus, was auf dem Erdboden lebte: vom Menschen bis zum Herdenvieh, von den Vögeln bis zu den Kriechtieren. Alle fanden den Tod. Nur Noah und alles, was mit ihm in der Arche war, blieb übrig. 24150 Tage lang überflutete das Wasser die Erde.

Das Ende der Flut

81Gott dachte an Noah und an all die Wildtiere und das Herdenvieh, das mit ihm in der Arche war, und er ließ einen Wind über die Erde wehen. Da kam das Wasser zur Ruhe, 2die Quellen der Tiefe und die Schleusen des Himmels wurden verschlossen und der Regenfall gestoppt. 3Dann verliefen sich die Wassermassen allmählich von der Erde. Nach den 150 Tagen nahmen sie immer mehr ab, 4und am 17. Tag des siebten Monats setzte die Arche irgendwo auf dem Gebirge Ararat auf. 5Das Wasser nahm dann immer weiter ab, sodass man am ersten Tag des zehnten Monats die Bergspitzen sehen konnte. 640 Tage später öffnete Noah das Fenster, das er in die Arche eingelassen hatte, und ließ einen Raben hinaus. 7Der flog hin und zurück, immer wieder, bis die Erde trocken war. 8Dann ließ Noah eine Taube fliegen, um zu sehen, ob sich das Wasser vom Erdboden verlaufen hätte. 9Doch die Taube fand keinen Ruheplatz für sich, überall stand noch Wasser auf der Erde. Da kehrte sie zu ihm zurück. Er langte mit dem Arm hinaus und holte sie wieder in die Arche. 10Dann wartete er weitere sieben Tage und ließ sie noch einmal fliegen. 11Gegen Abend kam die Taube. Im Schnabel hatte sie ein frisch abgerissenes Olivenblatt. Noah erkannte jetzt, dass sich das Wasser von der Erde verlaufen hatte. 12Er wartete noch einmal sieben Tage und ließ die Taube wieder hinaus. Jetzt kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück.

13Im 601. Lebensjahr Noahs, am ersten Tag des ersten Monats, war das Wasser von der Erde abgetrocknet. Als Noah jetzt das Dach der Arche entfernte und Ausschau hielt, sah er, dass kein Wasser mehr auf der Erde stand. 14Am 27. Tag des zweiten Monats war die Erde trocken. 15Da sagte Gott zu Noah: 16„Verlass jetzt die Arche mit deiner Frau, deinen Söhnen und ihren Frauen. 17Und lass alle Tiere, die bei dir sind, mit hinausziehen: die Vögel, das Herdenvieh und alles, was sich auf der Erde regt. Sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren. Auf der Erde soll es wieder wimmeln von ihnen.“ 18Da ging Noah mit seinen Söhnen, seiner Frau und seinen Schwiegertöchtern ins Freie. 19Auch alle Arten von Tieren, alles, was kriecht und fliegt und sich auf der Erde regt, zog aus der Arche.

20Dann baute Noah Jahwe einen Altar. Dort opferte er ihm einige von den reinen Tieren und Vögeln als Brandopfer. 21Jahwe roch den angenehmen Duft und sagte sich: „Nicht noch einmal werde ich nur wegen des Menschen den Erdboden verfluchen. Alles, was aus seinem Herzen kommt, ist ja böse – von seiner frühesten Jugend an. Nicht noch einmal werde ich alles Lebendige auslöschen, wie ich es tat.

22Von jetzt an, solange die Erde besteht, soll nicht aufhören: Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Gottes Bund mit Noah und mit allen Menschen

91Dann segnete Gott Noah und seine Söhne. Er sagte: „Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die Erde. 2Alle Tiere, alle Vögel, alles, was sich auf der Erde regt, und auch alle Fische sind in eure Gewalt gegeben. Sie werden vor euch erschrecken und sich fürchten. 3Und alles, was da lebt und sich regt, soll euch wie die Pflanzen zur Nahrung dienen. 4Nur das Fleisch, das sein Lebensblut noch in sich hat, dürft ihr nicht essen.

5Euer eigenes Blut darf auf keinen Fall vergossen werden, denn ich wache darüber und werde es wieder einfordern, vom Tier genauso wie vom Menschen. Ich werde Rechenschaft für das Leben jedes Menschen fordern.

6Wer das Blut von Menschen vergießt – durch Menschen werde vergossen sein Blut! Denn der Mensch ist zum Abbild Gottes gemacht.

7Und ihr, seht zu, dass ihr viele Nachkommen habt! Bevölkert die Erde!“ 8Und dann sagte Gott zu Noah und seinen Söhnen: 9„Ich schließe diesen Bund mit euch und euren Nachkommen 10und auch mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen anderen Tieren der Erde, die mit in der Arche waren. 11Und ich sichere euch zu: Nie wieder werde ich das Leben durch eine Wasserflut vernichten. Nie mehr wird eine Flut die Erde zerstören. 12Dieser Bund zwischen mir und euch gilt jeder kommenden Generation und jedem Lebewesen bei euch. 13Und als Zeichen für den Bund zwischen mir und der Erde setze ich meinen Bogen in die Wolken. 14Jedes Mal wenn ich Wolken über der Erde zusammenziehe und wenn dann der Bogen erscheint, 15werde ich an mein Versprechen denken, das ich euch und allen Lebewesen gegeben habe: Nie mehr sollen die Wassermassen zu einer Flut werden, die alles Leben vernichtet. 16Der Regenbogen wird in den Wolken stehen, und ich werde ihn ansehen und an den ewigen Bund denken, den ich mit euch und allen Lebewesen auf der Erde geschlossen habe. 17Und dieser Bogen“, sagte Gott zu Noah, „ist das Zeichen für den gültigen Bund.“

18Zusammen mit Noah…

Read in Logos

This passage has been shortened. Keep reading Genesis 6–11 in Logos

Footnotes

  1. 2Frist. Manche Übersetzungen beziehen die 120 Jahre auf das Lebensalter. Das ist aber nicht sinnvoll, weil auch nach der Flut Menschen noch viel älter wurden und Gott ja auch nicht androhte, das Lebensalter zu verringern, sondern die Menschen zu vernichten. Die 120 Jahre beziehen sich eher auf die Zeit bis zur Flut.
  2. 4Der Gerechte im Alten Testament ist ein Mensch, der mit Gott und Menschen im richtigen Verhältnis lebt und sich nach Gottes Geboten richtet. Er steht im Gegensatz zum Gottlosen, der sich an Gott und Menschen schuldig macht.
  3. 5Goferholz. Unbekannte Holzart, vielleicht Zypresse.
  4. 7Wörtlich: dreihundert Ellen. Weil die für eine Elle angegebenen Maße nach archäologischen Messungen in Israel zwischen normaler = 44 cm und königlicher Elle = 52 cm schwanken, gehen wir für die meisten Umrechnungen von 50 cm aus. Dadurch werden auch die Proportionen deutlicher.
  5. 3sieben Meter hoch. Das könnte mit dem Tiefgang der Arche zusammenhängen.