Logos Bible Study

Exodus 15,22–17,16

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Das Wasser von Mara und von Elim

22Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen. Sie zogen los und kamen in die Wüste Schur. Drei Tage waren sie in der Wüste unterwegs und fanden kein Wasser. 23Dann kamen sie nach Mara3. Dort gab es Wasser, aber man konnte es nicht trinken, weil es bitter war. Deshalb hatte der Ort auch den Namen Mara, Bitterwasser. 24Da stellte sich das Volk gegen Mose und murrte: „Was sollen wir nun trinken?“ 25Mose schrie zu Jahwe, und Jahwe zeigte ihm ein Stück Holz. Das warf Mose ins Wasser. Da wurde es zu Süßwasser.

Dort stellte Gott sein Volk auf die Probe und richtete es auf Recht und Ordnung aus. 26Er sagte: „Wenn du auf Jahwe, deinen Gott, hörst und tust, was ihm gefällt, wenn du seinen Geboten folgst und dich an seine Vorschriften hältst, dann werde ich dir keine von den Krankheiten schicken, die ich den Ägyptern auferlegt habe. Denn ich bin Jahwe, dein Arzt.“

27Dann kamen sie nach Elim4. Dort am Wasser schlugen sie ihr Lager auf. In Elim gab es nämlich zwölf Quellen und siebzig Palmen.

Wachteln und Manna

161Von Elim aus zogen die Israeliten weiter und kamen in die Wüste Sin1, die zwischen Elim und Sinai liegt. Es war am 15. Tag im 2. Monat nach ihrem Auszug aus Ägypten. 2Hier in der Wüste stellte sich die ganze Gemeinschaft der Israeliten gegen Mose und Aaron. Sie ärgerten sich: 3„Hätte Jahwe uns doch in Ägypten sterben lassen, als wir an Fleischtöpfen saßen und genug Brot zu essen hatten! Aber ihr habt uns dort herausgeführt und in diese Wüste gebracht, damit wir alle verhungern!“ 4Da sagte Jahwe zu Mose: „Pass auf! Ich werde euch Brot vom Himmel regnen lassen. Dann sollen die Leute aus dem Lager hinausgehen und so viel sammeln, wie sie für einen Tag brauchen, aber nicht mehr. Ich will das Volk prüfen, ob es nach meiner Weisung leben wird oder nicht. 5Wenn sie am sechsten Tag die eingesammelte Nahrung zubereiten, werden sie entdecken, dass es doppelt so viel ist, wie sie sonst gesammelt haben.“

6Mose und Aaron sagten zu allen Israeliten: „Heute Abend werdet ihr erfahren, dass Jahwe es war, der euch aus Ägypten herausgeführt hat. 7Und morgen früh werdet ihr die Herrlichkeit Jahwes erkennen. Er hat euer Murren gehört. Denn wer sind wir schon, dass ihr gegen uns murrt!“ 8Weiter sagte Mose: „Er wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot, dass ihr euch satt essen könnt, weil Jahwe euer Murren gehört hat. Denn wer sind wir schon? Euer Murren hat sich nicht gegen uns gerichtet, sondern gegen Jahwe.“

9Dann sagte Mose zu Aaron: „Befiehl der ganzen Gemeinschaft Israels: ‚Kommt her und stellt euch vor Jahwe auf, denn er hat euer Murren gehört!‘ “ 10Während Aaron noch zu den Israeliten redete und alle zur Wüste hinschauten, erschien die Herrlichkeit Jahwes in der Wolke. 11Jahwe sagte zu Mose: 12„Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sag zu ihnen: ‚Am Abend werdet ihr Fleisch essen können und am Morgen Brot, bis ihr satt seid. So werdet ihr erkennen, dass ich Jahwe, euer Gott, bin.‘ “

13Gegen Abend kamen Wachteln und ließen sich überall im Lager nieder. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. 14Als der Tau verdunstet war, blieben auf dem Wüstenboden feine Körner zurück, die aussahen wie Reif. 15Als die Israeliten das sahen, sagten sie zueinander: „Was ist das?“2 Denn sie wussten nicht, was es war. Mose sagte zu ihnen: „Das ist das Brot, das Jahwe euch zu essen gibt. 16Und er befiehlt euch: ‚Sammelt davon, so viel ihr braucht, vielleicht ein Gomer3 pro Kopf, je nachdem, wie viele Personen ihr im Zelt habt.‘ “

17Die Israeliten sammelten es also, der eine mehr, der andere weniger. 18Als sie es zu Hause mit dem Gomer-Gefäß abmaßen, hatte keiner, der viel gesammelt hatte, zu viel, und keiner, der wenig gesammelt hatte, zu wenig. Jeder hatte genauso viel gesammelt, wie er brauchte. 19Mose sagte zu ihnen: „Niemand darf bis morgen etwas davon übrig lassen!“ 20Einige hörten nicht auf ihn und legten etwas für den nächsten Tag zurück. Aber am nächsten Morgen war es voller Maden und stank. Mose war zornig über sie. 21Morgen für Morgen sammelte nun jeder so viel er brauchte. Wenn es heiß wurde, zerschmolz das, was draußen lag.

22Am sechsten Tag hatten sie doppelt so viel Brot gesammelt, zwei Gomer pro Person. Die Vertreter der Gemeinschaft kamen zu Mose und berichteten es ihm. 23Er erwiderte: „Damit ist genau eingetroffen, was Jahwe gesagt hat. Morgen ist ein Ruhetag, ein Sabbat, der Jahwe geweiht ist. Backt, was ihr backen wollt, und kocht, was ihr kochen wollt, und bewahrt den Rest für morgen auf.“ 24Sie bewahrten es also bis zum nächsten Morgen auf, wie Mose es angeordnet hatte. Tatsächlich fing es nicht an zu stinken, und es waren auch keine Maden darin. 25Mose sagte: „Esst das heute! Heute ist ein Sabbat für Jahwe. Heute werdet ihr draußen nichts finden. 26Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist Sabbat; da gibt es nichts.“

27Trotzdem gingen am siebten Tag einige Leute vom Volk hinaus und wollten sammeln. Aber sie fanden nichts. 28Da sagte Jahwe zu Mose: „Wie lange wollt ihr euch noch weigern, meine Gebote und Anordnungen zu befolgen? 29Ihr seht, Jahwe hat euch den Sabbat gegeben. Deshalb gibt er euch am sechsten Tag Brot für zwei Tage. Jeder bleibe also am siebten Tag zu Hause und gehe nicht hinaus!“ 30Da hielt das Volk den siebten Tag als Ruhetag ein.

Eine Probe Manna zur Erinnerung

31Die Israeliten nannten es Manna. Es war weiß wie Koriandersamen6 und schmeckte wie Honigkuchen. 32Mose sagte: „Jahwe hat befohlen, ein Gomer voll Manna für eure Nachkommen aufzubewahren. Sie sollen das Brot sehen, das er euch in der Wüste zu essen gab, nachdem er euch aus Ägypten herausgeführt hatte.“ 33Dann sagte er zu Aaron: „Nimm ein Gefäß und füll es mit einem Gomer Manna. Dann stell es vor Jahwe hin, damit es für künftige Generationen aufbewahrt wird.“ 34Aaron machte es so, wie Jahwe Mose befohlen hatte und stellte es zur Aufbewahrung vor die Bundeslade. 35Vierzig Jahre lang aßen die Israeliten das Manna, bis sie an der Grenze des Landes Kanaan in bewohntes Land kamen. 36Ein Gomer ist der zehnte Teil eines Efa10.

Wasser aus dem Felsen

171Nach dem Befehl Jahwes brach die Gemeinschaft der Israeliten das Lager in der Wüste Sin ab. Sie zogen weiter, von einem Lagerplatz zum anderen. Als sie ihr Lager in Refidim1 aufschlugen, fanden sie kein Trinkwasser. 2Da machten sie Mose schwere Vorwürfe und forderten: „Gib uns Wasser zum Trinken!“ Mose erwiderte: „Was streitet ihr mit mir? Warum stellt ihr Jahwe auf die Probe?“ 3Aber die Israeliten quälte der Durst. So murrten sie gegen Mose und sagten: „Wozu hast du uns überhaupt aus Ägypten herausgeführt? Willst du uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst umkommen lassen?“

4Da schrie Mose zu Jahwe: „Was soll ich nur mit diesem Volk machen? Es fehlt nicht viel, dann steinigen sie mich!“ 5Jahwe antwortete ihm: „Ruf einige von den Ältesten Israels und geh mit ihnen dem Volk voran. Nimm den Stab in die Hand, mit dem du auf das Nilwasser geschlagen hast. 6Dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann sollst du an den Felsen schlagen. Es wird Wasser herauskommen, und das Volk kann trinken.“ Mose machte es so, und zwar vor den Augen der Ältesten Israels. 7Dann nannte er den Ort Massa und Meriba, Versuchung und Vorwurf. Denn dort hatten die Israeliten Mose Vorwürfe gemacht und Jahwe auf die Probe gestellt. Sie hatten nämlich gesagt: „Ist Jahwe nun unter uns oder nicht?“

Abwehr der Amalekiter

8Bei Refidim geschah es auch, dass die Amalekiter3 anrückten, um gegen Israel zu kämpfen. 9Mose sagte zu Josua4: „Wähl uns Männer aus und zieh in den Kampf gegen die Amalekiter! Ich selbst werde morgen oben auf dem Hügel stehen und den Stab Gottes in der Hand halten.“ 10Josua tat, was Mose ihm aufgetragen hatte, und zog in den Kampf gegen die Amalekiter. Mose, Aaron und Hur stiegen auf die Spitze des Hügels. 11Solange Mose seine Hand erhob, hatte Israel die Oberhand. Wenn er seine Hand sinken ließ, waren die Amalekiter überlegen. 12Als Mose die Hände immer schwerer wurden, brachten Aaron und Hur einen Stein herbei, auf dem Mose sitzen konnte. Sie selbst standen rechts und links neben ihm und stützten seine Arme. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging. 13Auf diese Weise konnte Josua das Heer der Amalekiter mit dem Schwert besiegen.

14Danach sagte Jahwe zu Mose: „Schreib es in ein Buch, damit es nicht in Vergessenheit gerät, und präge es Josua ein: ‚Ich werde das Andenken an Amalek in der ganzen Welt vollständig auslöschen.‘ “ 15Mose baute einen Altar und nannte ihn: „Mein Feldzeichen ist Jahwe!“ 16Er rief: „Hand zum Thron Jahwes!6 Krieg Jahwes gegen Amalek in jeder Generation!“

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Exodus 17,15: UND MOSE BAUTE EINEN ALTAR UND NANNTE IHN: Der Herr mein Feldzeichen…

Footnotes

  1. 3Mara war eine Oase, ungefähr drei Tagereisen von Ägypten entfernt, vielleicht identisch mit Ain Hawarah, 75 km südöstlich von Suez.
  2. 4Elim lag 11 km südlich von Ain Hawarah im gut bewässerten Tal von Gharandel. Die Identifikation der Orte hängt allerdings davon ab, welcher Berg mit dem Sinai identifiziert wird.
  3. 1Die Wüste Sin lag wahrscheinlich im südwestlichen Teil der Sinaihalbinsel in dem Gebiet, das heute Debbet-er-Ramleh genannt wird.
  4. 2Was ist das? Hebräisch: Man hu. Damit wird bereits der Name Manna angedeutet.
  5. 3ein Gomer, etwa ein Liter.
  6. 6Koriander. Die Übersetzung des hebräischen Wortes gad mit Koriander, dessen 2–3 mm große Samenkörner braun sind, ist nicht sicher.
  7. 10Die Hohlmaße Efa = Bat (Hesekiel 45,11) fassen nach Berechnungen bei 1. Könige 7,26 / 2. Chronik 4,5 etwa 10 Liter. 1 Gomer = 1 Liter.
  8. 1Refidim. Vielleicht das Wadi Refajid oder Wadi Feiran im Süden der Sinai-Halbinsel. Die Lage des Ortes hängt davon ab, wo der biblische Berg Sinai liegt.
  9. 3Die Amalekiter lebten als Nomaden im Negev, südlich von Beerscheba.
  10. 4Josua bedeutet: Jahwe ist Rettung (griechisch: Jesus). Er war Moses Diener und späterer Nachfolger.
  11. 6Hand zum Thron. Die Bedeutung der Wendung ist unbekannt. Es handelt sich vielleicht um eine Schwurformel: „Erhebt die Hand zum Thron Jahwes!“