Logos Bible Study

Deuteronomium 27–30

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27–30: Die Bestätigung des Bundes

Gedenksteine mit dem Gesetz

271Zusammen mit den Ältesten Israels befahl Mose dem Volk: „Haltet das ganze Gebot, das ich euch heute gebe. 2Wenn ihr über den Jordan hinüberkommt und das Land betretet, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, sollst du große Steine aufrichten und sie mit Kalk bestreichen. 3Sobald du hinübergegangen bist, sollst du alle Worte dieser Weisung darauf schreiben. So wirst du in das Land kommen, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, das von Milch und Honig überfließt, wie es Jahwe, der Gott deiner Vorfahren, dir versprochen hat. 4Wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollt ihr diese Steine, wie ich es jetzt befehle, auf dem Berg Ebal aufrichten und mit Kalk bestreichen. 5Dort sollst du auch einen Altar für Jahwe, deinen Gott, bauen, einen Altar aus Steinen. Du sollst sie nicht mit Eisen bearbeiten. 6Aus unbehauenen Steinen sollst du den Altar für Jahwe, deinen Gott, bauen und ihm Brandopfer darauf opfern. 7Auch Freudenopfer sollst du dort schlachten und essen und dich vor Jahwe, deinem Gott, freuen. 8Und auf die Steine sollst du alle Worte dieses Gesetzes klar und deutlich schreiben.“

9Weiter sagte Mose zusammen mit den Priestern aus dem Stamm Levi zum ganzen Volk: „Sei still und höre, Israel! Heute bist du Jahwe, deinem Gott, zum Volk geworden. 10Höre darum auf das Wort Jahwes, deines Gottes, und richte dich nach seinen Geboten und Vorschriften, die ich dir heute gegeben habe!“

Die Fluchworte

11Mose befahl dem Volk an diesem Tag: 12„Wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollen die Stämme Simeon, Levi, Juda, Issachar, Josef und Benjamin auf dem Berg Garizim stehen, um das Volk zu segnen. 13Die Stämme Ruben, Gad, Ascher, Sebulon, Dan und Naftali sollen auf dem Berg Ebal stehen, um die Flüche auszusprechen. 14Die Leviten sollen mit lauter Stimme zu allen Männern Israels sprechen:

15‚Verflucht ist, wer ein geschnitztes oder gegossenes Bild macht, das Jahwe verabscheut, ein Werk von Künstlerhand, und es heimlich aufstellt!‘ Das ganze Volk soll darauf antworten und sprechen: ‚Amen!‘1

16‚Verflucht ist, wer Vater oder Mutter verachtet!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

17‚Verflucht ist, wer die Grenze zu seinem Nächsten verändert!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

18‚Verflucht ist, wer einen Blinden auf den falschen Weg führt!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

19‚Verflucht ist, wer das Recht des Fremden, der Waise oder der Witwe beugt!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

20‚Verflucht ist, wer mit der Frau seines Vaters schläft, denn er hat seinen Vater entehrt!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

21‚Verflucht ist, wer mit einem Tier geschlechtlich verkehrt!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

22‚Verflucht ist, wer mit seiner Schwester schläft, der Tochter seines Vaters oder seiner Mutter!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

23‚Verflucht ist, wer mit seiner Schwiegermutter schläft!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

24‚Verflucht ist, wer seinen Nächsten heimlich erschlägt!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

25‚Verflucht ist, wer Bestechung annimmt, damit ein unschuldiger Mensch getötet wird!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘

26‚Verflucht ist, wer die Worte dieser Weisung nicht annimmt, um danach zu handeln!‘ Und das ganze Volk soll sprechen: ‚Amen!‘ “

Der Segen für Gehorsam

281„Wenn du genau auf die Stimme Jahwes, deines Gottes, hörst und alle seine Gebote, die ich dir heute gebe, sorgfältig beachtest, dann wird Jahwe, dein Gott, dich hoch über alle Völker der Erde erheben. 2All diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du auf die Stimme Jahwes, deines Gottes, hörst:

3Gesegnet wirst du sein in der Stadt und gesegnet auf dem Feld. 4Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Ackerlands, die Frucht deines Viehs, die Zucht deiner Rinder und der Nachwuchs deines Kleinviehs. 5Gesegnet werden sein dein Korb und dein Backtrog. 6Gesegnet wirst du sein, wenn du heimkommst und wenn du wieder losgehst.

7Jahwe wird die Feinde, die sich gegen dich erheben, vor dir niederstoßen. Auf einem Weg werden sie gegen dich anrücken, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen. 8Auf Jahwes Befehl wird der Segen in deine Scheunen kommen und in alle Geschäfte, die du anpackst. So wirst du in dem Land, das Jahwe, dein Gott, dir gibt, lauter Segen haben. 9Jahwe wird dich zu einem heiligen Volk für sich erheben, wie er es dir geschworen hat, wenn du seine Gebote hältst und auf seinen Wegen gehst. 10Alle Völker der Erde werden sehen, dass du nach seinem Namen genannt bist, und sich vor dir fürchten.

11Jahwe wird dir Gutes im Überfluss geben, Frucht deines Leibes, Frucht deines Viehs, Frucht deines Ackerlandes in dem Land, das Jahwe deinen Vorfahren geschworen hat, dir zu geben. 12Jahwe wird dir sein Schatzhaus, den Himmel, öffnen, um deinem Land zur rechten Zeit Regen zu geben und alle Arbeit deiner Hände zu segnen. Du wirst vielen Völkern leihen können, selbst aber nicht leihen müssen. 13Jahwe wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz, du wirst immer die Oberhand haben und nicht unterliegen, solange du den Geboten Jahwes, deines Gottes, gehorchst, die ich dir heute zu beachten gebe, 14und solange du von den Worten, die ich euch heute gebiete, weder rechts noch links abweichst, um anderen Göttern nachzulaufen und ihnen zu dienen.“

Der Fluch für Ungehorsam

15„Wenn du aber nicht auf die Stimme Jahwes, deines Gottes, hörst und seine Gebote und Vorschriften, die ich dir heute verkünde, nicht befolgst, dann werden all diese Flüche über dich kommen und dich treffen:

16Verflucht wirst du sein in der Stadt und verflucht auf dem Feld. 17Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog. 18Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Ackerlands, die Zucht deiner Rinder und der Nachwuchs deines Kleinviehs. 19Verflucht wirst du sein, wenn du heimkommst und wenn du wieder losgehst. 20Jahwe wird dir Fluch, Bestürzung und Verwünschung schicken in allen Geschäften, die du anpackst, bis du vernichtet bist, bis du schnell zugrunde gehst wegen der Bosheit deiner Taten, die zeigen, dass du mich verlassen hast.

21Jahwe wird dir die Pest anhängen, bis er dich wieder aus dem Land entfernt hat, das du jetzt in Besitz nehmen willst. 22Jahwe wird dich mit Schwindsucht, Fieberglut und Hitze schlagen, mit Entzündung, Dürre, Getreidebrand1 und Vergilben des Korns. Das alles wird dich verfolgen, bis du zugrunde gehst. 23Der Himmel über dir wird wie aus Bronze sein und die Erde unter dir wie Eisen. 24Statt Regen wird Jahwe Staub und Sand vom Himmel kommen lassen, bis du umgekommen bist. 25Jahwe wird deinen Feinden erlauben, dich zu schlagen. Auf einem Weg wirst du gegen sie ausrücken und auf sieben Wegen vor ihnen fliehen. Zum Entsetzen wirst du sein für alle Reiche der Welt. 26Dein Leichnam wird den Vögeln und den wilden Tieren zum Fraß, und niemand wird sie verscheuchen. 27Mit den Geschwüren Ägyptens wird Jahwe dich schlagen, mit Beulen, Krätze und Grind, von denen du nicht geheilt werden kannst. 28Mit Wahnsinn und mit Blindheit wird Jahwe dich schlagen und mit Verwirrung. 29Am hellen Mittag tappst du wie ein Blinder umher. Deine Wege führen nicht zum Erfolg. Dein Leben lang wirst du unterdrückt und ausgebeutet sein und niemand wird dir helfen.

30Du verlobst dich mit einer Frau, doch ein anderer Mann wird mit ihr schlafen. Du baust ein Haus, wirst aber nicht darin wohnen. Du pflanzt einen Weinberg, wirst ihn aber nicht nutzen. 31Dein Rind wird vor deinen Augen geschlachtet, aber du wirst nichts davon essen. Dein Esel wird vor deiner Nase geraubt, und du siehst ihn nie wieder. Dein Kleinvieh wird deinen Feinden gegeben, und du hast niemand, der dir hilft. 32Deine Söhne und Töchter werden einem anderen Volk ausgeliefert und du musst zusehen. Du wirst dich täglich nach ihnen sehnen, aber völlig machtlos sein. 33Die Früchte deines Ackerlands und aller deiner Arbeit werden Leute genießen, die du nicht kennst. Du wirst immerzu nur unterdrückt und misshandelt werden.

34Du wirst wahnsinnig werden vom Anblick dessen, was du siehst. 35An Knien und Schenkeln wird Jahwe dich schlagen mit bösen Geschwüren, die niemand heilen kann. Von der Sohle bis zum Scheitel wirst du krank. 36Jahwe wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einem Volk führen, das du und deine Vorfahren nicht gekannt haben. Dort wirst du anderen Göttern dienen, Göttern aus Holz und aus Stein. 37Du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zum Gespött bei allen Völkern, zu denen Jahwe dich treibt. 38Viel Saatgut bringst du aufs Feld, sammelst aber wenig ein, denn die Heuschrecke wird es fressen. 39Du wirst Weinberge anlegen und pflegen, aber den Wein weder trinken noch lagern, denn der Wurm frisst alles kahl. 40Ölbäume wachsen überall in deinem Land, aber du wirst dich nicht mit Öl salben, denn die Oliven fallen ab. 41Söhne und Töchter wirst du zeugen, aber sie bleiben dir nicht, denn sie gehen in die Gefangenschaft. 42Das Ungeziefer wird all deine Bäume und die Früchte deines Ackers verderben. 43Der Fremde, der sich bei dir aufhält, wird sich immer mehr über dich erheben, und du wirst immer weiter herunterkommen. 44Er wird dir leihen, du ihm aber nicht. Er wird zum Kopf, und du wirst zum Schwanz.

45All diese Flüche werden über dich kommen, dich verfolgen und einholen, bis du vernichtet bist, weil du nicht auf die Stimme Jahwes, deines Gottes, gehört und seine Gebote und Vorschriften nicht gehalten hast. 46Diese Flüche werden als Zeichen und Beweis für immer an dir und deinen Nachkommen haften.

47Weil du Jahwe, deinem Gott, nicht mit Freude und fröhlichem Herzen gedient hast, als du in allem Überfluss lebtest, 48wirst du deinen Feinden dienen müssen, die Jahwe auf dich loslassen wird. Dabei wirst du Hunger und Durst haben, an Kleidung und allem anderen Mangel leiden. Jahwe wird ein eisernes Joch auf dich legen, bis er dich vernichtet…

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Footnotes

  1. 1Amen. Hebräisch: Es werde wahr! Oder: So sei es!
  2. 1Getreidebrand ist eine Pilzerkrankung der Pflanze.