Logos Bible Study

Apostelgeschichte 13,14–52

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14Paulus und Barnabas aber zogen von Perge aus landeinwärts weiter, bis sie in das pisidische9 Antiochia10 kamen. Am Sabbat gingen sie in die dortige Synagoge und setzten sich unter die Zuhörer. 15Nach der Schriftlesung aus dem Gesetz und den Propheten ließen die Synagogenvorsteher ihnen ausrichten: „Brüder, wenn ihr ein Wort der Ermutigung für unsere Leute habt, dann redet!“

Im südlichen Galatien: Antiochia

11 Da stand Paulus auf, bat mit einer Handbewegung um Ruhe und begann: „Männer von Israel und alle, die ihr Gott fürchtet, hört mir zu! 17Der Gott unseres Volkes, der Gott Israels, hat unsere Vorfahren erwählt. Er ließ sie in der Fremde Ägyptens zu einem großen Volk werden und führte sie dann mit starker Hand von dort weg. 18Ungefähr vierzig Jahre lang ertrug er sie in der Wüste. 19Dann vernichtete er sieben Nationen und gab deren Land unserem Volk zum Besitz. 20All das geschah in einem Zeitraum von etwa 450 Jahren. Danach gab Gott ihnen Richter bis zur Zeit des Propheten Samuel. 21Jetzt wollten sie einen König haben, und Gott gab ihnen Saul Ben-Kisch, einen Mann aus dem Stamm Benjamin. Der regierte sie vierzig Jahre. 22Dann verstieß Gott ihn und machte David zu ihrem König. Ihm stellte er das Zeugnis aus: ‚In David Ben-Isai habe ich einen Mann gefunden, der alles tut, was ich von ihm will.‘ 23Und einen von den Nachkommen dieses Mannes hat Gott dem Volk Israel, wie er es versprochen hatte, als Retter gesandt: Jesus. 24Bevor er aber auftrat, predigte Johannes dem ganzen Volk Israel, dass sie ihre Einstellung ändern und sich taufen lassen sollten. 25Johannes sagte am Ende seines Wirkens: ‚Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet. Der kommt nach mir, und ich bin nicht einmal würdig, ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen.‘14“

26„Meine Brüder, ihr Nachkommen Abrahams, und ihr, die ihr Gott fürchtet: Uns allen hat Gott die rettende Botschaft gesandt. 27Die Einwohner Jerusalems und ihre führenden Männer haben nicht erkannt, wer Jesus wirklich war. Deshalb machten sie ihm den Prozess und erfüllten so die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden. 28Obwohl sie keine todeswürdige Schuld an ihm fanden, verlangten sie seine Hinrichtung von Pilatus. 29Nachdem sie dann alles ausgeführt hatten, was über ihn geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Kreuz herunter und legten ihn in ein Grab. 30Aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. 31Und er hat sich als Auferstandener etliche Tage denen gezeigt, die ihm von Galiläa nach Jerusalem gefolgt waren. Das sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk Israel.

32So bringen wir euch nun diese erfreuliche Botschaft: Gott hat die Zusage, die er unseren Vätern gegeben hat, 33an uns, ihren Nachkommen, eingelöst. Er tat das, indem er Jesus auferweckte. So steht es auch im zweiten Psalm: ‚Du bist mein Sohn; ich habe dich heute gezeugt!‘15 34Dass er ihn mit der Auferweckung aus den Toten aber für immer der Verwesung entrissen hat, kündigte er so an: ‚Ich gebe euch die heiligen und unvergänglichen Güter, die ich David versprochen habe.‘16 35Deshalb heißt es auch an einer anderen Stelle: ‚Du wirst deinen heiligen Diener nicht der Verwesung überlassen.‘17 36David freilich ist gestorben, nachdem er seiner eigenen Generation nach Gottes Willen gedient hat. Er wurde neben seinen Vorfahren beigesetzt, und sein Körper verweste. 37Der aber, den Gott auferweckt hat, ist nicht verwest. 38Ihr sollt deshalb wissen, Brüder: Durch diesen Jesus wird euch Vergebung der Sünden angeboten. Das Gesetz des Mose konnte euch nicht von ihnen freisprechen. 39Durch Jesus aber ist das möglich. Jeder, der ihm vertraut, gilt vor Gott als gerecht. 40Seht zu, dass nicht eintrifft, was im Zwölfprophetenbuch geschrieben steht: 41‚Schaut her, ihr Verächter, wundert euch und verschwindet! Denn schon bald werde ich etwas tun, das ihr nicht glauben würdet, wenn es euch jemand erzählt.‘“

Auch Nichtjuden gilt die Botschaft

42Als Paulus und Barnabas die Synagoge verließen, wurden sie gebeten, am nächsten Sabbat weiter über diese Dinge zu reden. 43Als die Versammlung sich dann aufgelöst hatte, schlossen sich viele Menschen Paulus und Barnabas an, Juden und andere, die ebenso den Gott Israels verehrten. Paulus und Barnabas sprachen lange mit ihnen und ermahnten sie, sich auch weiterhin ganz auf die Gnade Gottes zu verlassen. 44Am nächsten Sabbat aber kam fast die ganze Stadt zusammen, um das Wort Gottes zu hören. 45Als die Juden die vielen Menschen sahen, wurden sie eifersüchtig. Sie widersprachen dem, was Paulus sagte, und beschimpften ihn.

46Da erklärten Paulus und Barnabas ihnen mutig und frei: „Zuerst musste euch das Wort Gottes gesagt werden. Weil ihr es aber abweist und das ewige Leben nicht empfangen wollt, wenden wir uns jetzt an die anderen Völker. 47Denn damit hat der Herr uns beauftragt. Er sagte: ‚Ich mache dich zum Licht für die Völker. Du sollst das Heil bis ans Ende der Welt bringen.‘19“ 48Als diese Menschen das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn. Und alle, die für das ewige Leben bestimmt waren, kamen zum Glauben.

49Das Wort des Herrn verbreitete sich in der ganzen Gegend. 50Aber die Juden hetzten die vornehmen griechischen Frauen, die sich zur Synagoge hielten, und die führenden Männer der Stadt gegen Paulus und Barnabas auf. Sie zettelten eine Verfolgung an und vertrieben sie aus der Gegend. 51Da schüttelten beide den Staub von ihren Füßen gegen sie ab20 und zogen nach Ikonion21 weiter. 52Die Jünger in Antiochia aber wurden mit Freude und mit dem Heiligen Geist erfüllt.

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Footnotes

  1. 9Pisidien. Hochlandgebiet in Kleinasien, 190 km lang und 80 km breit, nördlich von Pamphylien.
  2. 10Antiochia. Stadt in der römischen Provinz Galatien dicht an der Grenze zu der Landschaft Pisidien, etwa 1000 m hoch gelegen, römische Kolonie.
  3. 11„Galatien“ ist der Name einer Landschaft im nördlichen Kleinasien. Die römische Provinz Galatien schloss aber seit einigen Jahrzehnten auch die südlicher liegenden Landschaften Pisidien, Phrygien und Lykaonien ein.
  4. 20Siehe Markus 6,11.
  5. 21Ikonion. Die Stadt, das heutige Konja, lag 140 km südöstlich vom pisidischen Antiochia, in der römischen Provinz Galatien an der „Via Sebaste“. Als römische Ehrenkolonie erhielt sie die Verfassung einer hellenistischen Stadt. Man sprach Griechisch.

Cross references

  1. 14Markus 1,7
  2. 15Psalm 2,7
  3. 16Jesaja 55,3
  4. 17Psalm 16,10
  5. 19Jesaja 49,6