Logos Bibelsoftware

2. Samuel 23–24

Neue evangelistische ÜbersetzungAndere Übersetzungen

Deutsch

Arabisch

Chinesisch (traditionell)

Chinesisch (vereinfacht)

Englisch

Französisch

Hebräisch

Italienisch

Koreanisch

Latein

Portugiesisch

Russisch

Spanisch

Tschechisch

Ungarisch

Davids Vermächtnis

231Dies sind die letzten Aussagen Davids:

„Das sagt David Ben-Isai, so spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs, der Israels Lieder singt und spielt. 2Der Geist Jahwes hat durch mich gesprochen, seine Rede war in meinem Mund. 3Israels Gott hat geredet, Israels Fels sprach zu mir: ‚Wer gerecht über die Menschen herrscht, wer das in Ehrfurcht vor Gott tut, 4der ist wie das Morgenlicht, wenn die Sonne aufstrahlt, wenn ihr Glanz den Nebel vertreibt, wenn das Grün aus regennasser Erde sprosst.‘

5Steht nicht so mein Königshaus zu Gott? Für alle Zeit hat er mir einen Bund gesetzt, hat alles wohl geordnet, gut verwahrt. Ja, all mein Heil und all meine Freude, er ließ sie wachsen. 6Doch wer von Gott nichts wissen will, ist wie abgestorbenes Dornengestrüpp, entwurzelt und vom Wind verweht. Mit bloßen Händen fasst es niemand an. 7Mit Eisen und Speerschaft wird es gepackt und ins Feuer geworfen, wo es gründlich verbrennt.“

Davids Elitetruppe

8Es folgen die Namen der Elitetruppe Davids: Jischbaal aus der Sippe Hachmoni, Anführer der Wagenkämpfer1. Er schwang seinen Speer über 800 Mann, die er in einer Schlacht durchbohrte. 9Der zweite nach ihm war Eleasar Ben-Dodo, ein Nachkomme Ahoachs. Er war einer der drei, die David bei sich hatte, als sie die Philister verhöhnten. Als diese sich dort zum Kampf versammelten, zogen sich die Männer Israels zurück. 10Er aber hielt stand und schlug auf die Philister ein, bis sein Arm erlahmte und seine Hand am Schwert kleben blieb. So schenkte Jahwe damals einen großen Sieg, und die Kämpfer kehrten um, ihm nach, doch nur noch, um zu plündern. 11Der dritte war Schamma Ben-Age aus Harar. Die Philister hatten sich zu einer Truppe gesammelt, und das Volk floh vor ihnen. Nun gab es dort ein Linsenfeld. 12Schamma stellte sich mitten in das Feldstück, entriss es den Philistern und schlug sie. So schaffte Jahwe eine große Rettung.

13Drei von den dreißig Helden Davids kamen einmal zu David in die Höhle bei Adullam2. Es war in der Erntezeit, und die Philister hatten die Ebene Refaïm3 besetzt. 14Und in Bethlehem lag eine Wache von ihnen. David hielt sich gerade in der Bergfestung auf, 15als ihn ein großes Verlangen überkam. Er sagte: „Wer bringt mir Wasser aus der Zisterne am Tor von Bethlehem?“ 16Da drangen die drei Helden ins Lager der Philister ein, schöpften Wasser aus der Torzisterne von Bethlehem und brachten es David. Doch David wollte es nicht trinken, sondern goss es als Trankopfer vor Jahwe aus. 17Er sagte: „Jahwe bewahre mich davor, so etwas zu tun! Es ist das Blut der Männer, die unter Lebensgefahr dort hingegangen sind.“ Deshalb wollte er es nicht trinken. Das hatten die drei Helden getan.

18Abischai Ben-Zeruja, der Bruder Joabs, war der Anführer der Dreißig und hochgeachtet unter ihnen. Er tötete 300 Feinde mit dem Speer 19und war angesehener als die Dreißig, aber an die Drei reichte er nicht heran. 20Benaja Ben-Jojada war ein tapferer Mann aus Kabzeël, der große Taten vollbrachte. Er erschlug die beiden Kriegshelden von Moab. Und an einem Schneetag stieg er in eine Zisterne und erschlug den Löwen, der dort hineingeraten war. 21Er war es auch, der den gewaltigen mit einem Speer bewaffneten Ägypter erschlug. Mit einem Stock ging er zu dem Ägypter hinunter, riss ihm den Speer aus der Hand und durchbohrte ihn damit. 22Solche Taten vollbrachte Benaja Ben-Jojada. Er war hochgeachtet unter den dreißig Helden 23 und wurde mehr als sie geehrt. Aber an die Drei reichte er nicht heran. David machte ihn zum Anführer seiner Leibgarde.

24Zu den Dreißig gehörten Joabs Bruder Asaël, Elhanan Ben-Dodo aus Bethlehem, 25Schamma und Elika aus Harod, 26Helez aus Bet-Pelet, Ira Ben-Ikkesch aus Tekoa, 27Abiëser aus Anatot, Mebunnai aus Huscha, 28Zalmon aus Ahoach, Mahrai aus Netofa, 29Heled Ben-Baana, ebenfalls aus Netofa, Ittai Ben-Ribai aus dem Gibea der Benjaminiten, 30Benaja aus Piraton, Hiddai aus Nahale-Gasch, 31Abialbon aus Bet-Araba, Asmawet aus Bahurim, 32Eljachba aus Schaalbon und Jonatan von den Söhnen Jaschens, 33Schamma aus Harar, Ahiam Ben-Scharar aus Arar, 34Elifelet Ben-Ahasbai aus Maacha, Eliam Ben-Ahitofel aus Gilo, 35Hezro aus Karmel, Paarai aus Arab, 36Jigal Ben-Natan aus Zoba, Bani aus Gad, 37der Ammoniter Zelek, Nachrai aus Beerot, der Waffenträger von Joab Ben-Zeruja, 38Ira und Gareb aus Jattir 39und der Hetiter Urija, zusammen 37.

Davids Volkszählung

241Da flammte der Zorn Jahwes erneut gegen Israel auf. Er reizte David, Israel und Juda zu zählen, und zwar zum Schaden seines Volkes. 2Der König sagte also zu Joab, seinem Heerführer, der gerade bei ihm war: „Zieh doch durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerscheba, und lass die wehrfähigen Männer zählen. Ich will wissen, wie viele es sind.“ 3Doch Joab sagte zum König: „Jahwe, dein Gott, möge das Volk noch hundertmal zahlreicher machen, als es schon ist, und dass du es noch mit eigenen Augen siehst, mein Herr und König! Aber warum nur willst du so etwas tun?“ 4Doch der König blieb bei seinem Entschluss. Er ließ sich von Joab und den Heerführern nicht davon abbringen. So zog Joab mit seinen Offizieren vom König weg, um ‹die Wehrfähigen› im Volk Israel zu zählen. 5Sie gingen über den Jordan und begannen bei Aroër, der Stadt, die mitten im Arnontal liegt, gingen dann auf das Stammesgebiet von Gad zu und kamen nach Jaser1. 6Sie zogen weiter durch Gilead2 bis in die Gegend von Tachtim-Hodschi3. Über Dan und Ijon4 kamen sie in die Gegend von Sidon5. 7Dann kamen sie zur befestigten Stadt Tyrus, den Städten der Hiwiter und Kanaaniter und zogen in den Süden von Juda nach Beerscheba. 8So durchstreiften sie das ganze Land. Nach Ablauf von neun Monaten und zwanzig Tagen kamen sie nach Jerusalem zurück. 9Joab teilte dem König das Ergebnis der Musterung mit: die Gesamtzahl der wehrfähigen Männer, die mit dem Schwert umgehen konnten, betrug in Israel 800.000 und in Juda 500.000.6

Gottes Gericht: die Pest

10Aber jetzt schlug David das Gewissen, weil er das Volk gezählt hatte, und er sagte zu Jahwe: „Ich habe mich schwer versündigt mit dem, was ich getan habe. Jahwe, vergib doch bitte die Schuld deines Dieners. Ich habe sehr unbesonnen gehandelt.“

11Als David am Morgen aufstand, kam das Wort Jahwes zu dem Propheten Gad, dem Seher Davids: 12„Geh zu David und richte ihm aus: ‚So spricht Jahwe: Dreierlei lege ich dir vor. Wähl dir aus, was ich dir antun soll!‘ “ 13Gad kam zu David und überbrachte die Botschaft. „Soll dir eine siebenjährige Hungersnot ins Land kommen?“, fragte er. „Oder willst du drei Monate vor deinen Verfolgern fliehen? Oder soll drei Tage lang die Pest in deinem Land wüten? Überleg es dir gut und sag mir, welche Antwort ich dem überbringen soll, der mich gesandt hat.“ 14David sagte zu Gad: „Ich habe große Angst. Dann will ich lieber in die Hand Jahwes fallen, denn sein Erbarmen ist groß. In die Hand von Menschen will ich nicht geraten.“ 15Da ließ Jahwe die Pest in Israel ausbrechen. Sie wütete von jenem Morgen an bis zu der von ihm bestimmten Zeit. Vom ganzen Volk zwischen Dan und Beerscheba starben 70.000 Menschen. 16Als der Engel im Begriff stand, sein grausiges Werk auch in Jerusalem zu tun und die Stadt zu vernichten, hatte Jahwe Mitleid. Er sagte dem Engel, der seine Opfer unter dem Volk suchte: „Genug! Hör auf damit!“ Der Engel Jahwes stand gerade am Dreschplatz von Arauna, einem Jebusiter. 17Als David den Engel sah, der die Leute umbrachte, sagte er zu Jahwe: „Ich habe doch gesündigt! Ich habe verkehrt gehandelt! Was haben denn diese Schafe getan? Bestrafe doch mich und meine Familie!“

David baut einen Altar auf dem Dreschplatz

18An diesem Tag kam Gad zu David und sagte zu ihm: „Geh hinauf zum Dreschplatz des Jebusiters Arauna und errichte dort einen Altar für Jahwe!“ 19Da zog David nach dem Befehl Jahwes, der durch Gad zu ihm gekommen war, hinauf. 20Als Arauna hinausblickte und den König mit seinem Gefolge zu sich kommen sah, ging er hinaus und verneigte sich tief gebeugt vor ihm. 21Er fragte: „Weshalb kommt mein Herr und König zu seinem Diener?“ – „Um den Dreschplatz von dir zu kaufen“, sagte David. „Ich will Jahwe einen Altar bauen, damit die Seuche vom Volk abgewehrt wird.“ 22Da sagte Arauna zu David: „Mein Herr und König nehme und opfere, was er will. Hier sind die Rinder zum Brandopfer. Die Dreschschlitten und die Rindergeschirre können das Brennholz sein. 23Ich schenke dir das alles, mein König“, sagte Arauna und fügte hinzu: „Möge Jahwe, dein Gott, dich gnädig annehmen!“ 24„Nein“, sagte der König, „ich will es zum vollen Preis von dir kaufen. Ich will Jahwe, meinem Gott, keine kostenlosen Opfer bringen.“ So kaufte David den Platz und die Rinder für 50 Schekel Silber. 25Er baute dort einen Altar für Jahwe und opferte Brand- und Freudenopfer8. Da ließ Jahwe sich für das Land erbitten und machte der Seuche in Israel ein Ende.

In Logos lesen

Fußnoten

  1. 1Wagenkämpfer. Wörtlich: der Dritten. Das war eine feststehende Bezeichnung für den dritten Mann auf dem Streitwagen, einem Offizier.
  2. 2Adullam, „Schlupfwinkel“, Stadt in der Schefela, dem Hügelland von Juda, 26 km westlich von Jerusalem.
  3. 3Refaïm. Fruchtbares Gebiet westlich von Jerusalem.
  4. 1Jaser. Vermutlich Khirbet es-Sar, 10 km westlich vom heutigen Amman.
  5. 2Gilead bezeichnet hier das mittlere Ostjordanland.
  6. 3Tachtim-Hodschi. Vermutlich handelt es sich um eine Gegend im Norden von Israel. Beide Begriffe kommen nur an dieser Stelle vor und sind unbekannt.
  7. 4Dan und Ijon. Die Städte liegen ganz im Norden Israels.
  8. 5Sidon war die wichtigste Hafenstadt in Phönizien, heute Saida im Libanon.
  9. 6Zahlen n_N 40.000, 25.000 wehrfähige Männer.
  10. 8Beim Freudenopfer wurde im Gegensatz zum Brandopfer nur das Fett auf dem Altar verbrannt. Der größte Teil des Tieres durfte bei einer fröhlichen Opfermahlzeit gemeinsam mit Verwandten und Freunden verzehrt werden.