1. Samuel 22,9–19
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9Da sagte der Edomiter Doëg, der ebenfalls beim Gefolge Sauls stand: „Ich sah den Sohn Isais, wie er zu Ahimelech Ben-Ahitub nach Nob kam. 10Der hat Jahwe für ihn befragt, hat ihm Proviant und das Schwert des Philisters Goliat gegeben.“
11Da ließ der König den Priester Ahimelech Ben-Ahitub und seine ganze Verwandtschaft holen, alle Priester von Nob. Als sie vor ihm standen, 12sagte Saul: „Hör zu, Ben-Ahitub!“ – „Ich höre, mein Herr“, antwortete dieser. 13„Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und dieser Sohn von Isai?“, fuhr Saul ihn an. „Du hast ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt, sodass er mich verrät und mir auflauert, wie es jetzt offenbar ist.“ 14Ahimelech erwiderte dem König: „Aber David ist doch der treuste Gefolgsmann, den du hast. Er ist Schwiegersohn des Königs, der Anführer deiner Leibgarde und wird in deinem ganzen Haus geehrt. 15Es war doch keineswegs das erste Mal, dass ich Gott für ihn befragt habe. Das kann der König seinem Diener doch nicht zur Last legen und auch nicht meiner Verwandtschaft! Dein Diener hat von allem nicht das Geringste gewusst.“ 16Aber der König sagte: „Du musst sterben, Ahimelech, du und deine ganze Sippschaft!“ 17Er befahl den Wachen, die bei ihm standen: „Umstellt diese Priester Jahwes und tötet sie! Denn auch sie haben sich mit David verbündet. Und sie wussten, dass er auf der Flucht war, und haben es mir nicht gemeldet.“ Aber die Diener des Königs weigerten sich, die Priester Jahwes umzubringen. 18Da sagte der König zu Doëg: „Mach du es, und schlag die Priester tot!“ Der Edomiter Doëg tat es. Er fiel über die Priester her und tötete an diesem Tag 85 Männer. Sie hatten alle das leinene Efod getragen. 19Außerdem ließ Saul alle Einwohner der Priesterstadt Nob mit dem Schwert umbringen: Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, dazu auch Rinder und Esel, Schafe und Ziegen.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden