Sprüche 25,2–27
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2Ist es Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen, so ist es der Könige Ehre, eine Sache zu erforschen.
3Der Himmel an Höhe, die Erde an Tiefe und die Gedanken der Könige – unerforschlich sind sie.
4Entferne die Schlacke aus dem Silber, dann kommt dem Goldschmied ein Schmuckstück heraus. 5Entferne den Gottlosen vom König, dann regiert er gerecht und seine Herrschaft besteht.
6Tritt vor dem König bescheiden auf, und stell dich nicht an den Platz der Großen. 7Es ist besser, man ruft dich auf den höheren Platz, als dass man dich vor Edlen herabsetzt.
Was du mit deinen Augen erblickt hast, 8bringe nicht so schnell zum Gericht! Denn was willst du machen, wenn dich dein Nächster beschämt?
9Trage deinen Streit mit deinem Nächsten aus, gib aber nicht das Geheimnis eines anderen preis; 10sonst verachtet dich jeder, der davon hört, und du behältst einen üblen Ruf.
11Wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen ist ein rechtes Wort zur richtigen Zeit.
12Wie ein goldener Ring, wie feinster Schmuck, so ist ein weiser Mahner für ein offenes Ohr.
13Wie kühlender Schnee am Erntetag, so ist ein treuer Bote für den, der ihn schickt: eine erfrischende Freude für seinen Herrn.
14Wie Wolken und Wind, aber kein Regen, so ist jemand, der Versprechungen macht, sie aber nicht hält.
15Mit Geduld wird ein Vorgesetzter umgestimmt, denn eine sanfte Zunge kann den Widerstand1 brechen.
16Hast du Honig gefunden, iss nicht zu viel davon, sonst wirst du ihn satt und erbrichst.
17Mach dich selten im Haus deines Nächsten, sonst wird er dich satt und verabscheut dich.
18Wie eine Keule, ein Schwert, ein spitzer Pfeil ist ein falscher Zeuge für seinen Nächsten.
19Ein brüchiger Zahn und ein schlotternder Fuß, so ist ein treuloser Mensch in der Zeit der Not.
20Wenn einer sich auszieht bei Frost, wenn jemand Essig auf Natron gießt2, so ist es, wenn man lustige Lieder vor einem Traurigen singt.
21Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken; 22so sammelst du glühende Kohlen auf seinen Kopf,3 und Jahwe vergilt es dir.
23Nordwind bringt Regen und Klatsch ein verdrießliches Gesicht.
24Besser auf dem Flachdach zu wohnen als mit einer zänkischen Frau zusammen im Haus.
25Kühles Wasser für eine durstige Kehle ist eine gute Nachricht aus fernem Land.
26Eine trübe Quelle, ein verdorbener Brunnen, so ist ein Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt.
27Zu viel Honig essen ist nicht gut, zu viel Ehre bekommt einem nicht5.
Footnotes
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