Richter 15,1–11
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Simsons Rache
151Zur Zeit der Weizenernte wollte Simson seine Frau besuchen. Er brachte ihr ein Ziegenböckchen mit und sagte zu ihrem Vater: „Lass mich zu meiner Frau in die Kammer!“ Doch der ließ ihn nicht hinein. 2„Das geht nicht!“, sagte er. „Ich habe sie deinem Brautführer gegeben, weil ich dachte, du wolltest nichts mehr mit ihr zu tun haben. Aber sieh doch! Ihre jüngere Schwester ist noch viel schöner als sie. Du kannst sie an ihrer Stelle haben.“ 3„Das werde ich euch Philistern heimzahlen“, rief Simson, „und ihr seid selbst daran schuld!“ 4Er zog los, fing 300 Schakale1, band sie paarweise an den Schwänzen zusammen und steckte eine Fackel in den Knoten. 5Dann zündete er die Fackeln an und ließ die Schakale in das stehende Getreide der Philister laufen. So gingen die Garbenhaufen und das reife Getreide auf den Feldern in Flammen auf, ja selbst Weinberge und Olivenhaine.
6„Wer hat das getan?“, fragten die Philister. Und bald kam es heraus: „Es war Simson, der Schwiegersohn des Timniters. Das ist die Rache dafür, dass der ihm seine Frau weggenommen und sie dem Brautführer gegeben hat.“ Da zogen die Philister nach Timna und verbrannten die Frau und ihren Vater. 7„Wenn ihr das so macht“, sagte Simson darauf, „werde ich erst aufhören, wenn ich mich an euch gerächt habe!“ 8Er schlug sie derartig zusammen, dass ihnen die Knochen brachen, und zog sich dann in die Felsspalte bei Etam2 zurück.
9Da fielen die Philister in Juda ein und schlugen in der Gegend von Lehi3 ihr Lager auf. 10„Warum seid ihr gegen uns heraufgezogen?“, fragten die Männer von Juda. Sie erwiderten: „Wir wollen Simson gefangen nehmen. Wir haben eine Rechnung mit ihm zu begleichen.“ 11Da zogen 3000 Judäer4 zur Felsspalte Etam und sagten zu Simson: „Weißt du denn nicht, dass die Philister über uns herrschen? Warum hast du uns in solche Gefahr gebracht?“ – „Ich habe ihnen nur heimgezahlt, was sie mir angetan haben“, erwiderte Simson.
Footnotes
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