Prediger 12,1–5
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1Denk an deinen Schöpfer, solange du noch jung bist; bevor die bösen Tage kommen / und die Jahre sich nähern, von denen du dann sagst: „Sie gefallen mir nicht!“; 2bevor sich verdunkeln Sonne und Licht, der Mond und die Sterne und neue Wolken nach dem Regen aufziehen; 3wenn dann die Wächter des Hauses zittern und die starken Männer sich krümmen, die Müllerinnen ruhen, weil sie wenig geworden sind; wenn dunkel werden, die durchs Fenster sehen,1 4und das Tor zur Straße geschlossen wird; wenn das Geräusch der Mühle leise wird; wenn man aufsteht beim Zwitschern der Vögel und alle Lieder verklingen;2 5wenn man sich vor jeder Anhöhe fürchtet und Angst hat, unterwegs zu sein; wenn der Mandelbaum blüht, die Heuschrecke sich schleppt und die Kaper versagt3 – denn der Mensch geht zu seinem ewigen Haus, und auf der Straße stimmen sie die Totenklage an –;
Footnotes
- 1… durchs Fenster sehen. Gemeint ist wohl: Die Hände zittern, die Beine werden schwach und krumm, die Zähne fallen aus und die Augen werden trüb.
- 2… verklingen. Gemeint ist wohl: Das Gehör wird immer schlechter, man schläft nicht mehr gut und das Vergnügen bedeutet nichts mehr.
- 3… die Kaper versagt. Gemeint ist vielleicht das weiße Haar, der Verlust der Beweglichkeit und des Geschmacks.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden