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Offenbarung 2–3

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2–3: Er zeigt den Zustand der Gemeinden

An die Gemeinde in Ephesus

21„Schreib an den Engel der Gemeinde in Ephesus1: Der, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält und zwischen den sieben goldenen Leuchtern umhergeht, lässt dir sagen: 2Ich kenne dein Tun, deine Mühe und Standhaftigkeit. Ich weiß auch, dass du niemand ertragen kannst, der Böses tut. Du hast die, die sich als Apostel ausgeben, geprüft und sie als Lügner entlarvt. 3Du bist standhaft und hast viel ertragen, weil du dich zu meinem Namen bekennst. Du bist nicht müde geworden. 4Doch den einen Vorwurf muss ich dir machen: Du hast deine anfängliche Liebe nicht mehr! 5Denk einmal darüber nach, wie weit du davon abgekommen bist! Ändere deine Einstellung und handle so wie am Anfang! Wenn aber nicht, dann gehe ich gegen dich vor und stoße deinen Leuchter von seinem Platz weg. 6Doch es spricht für dich, dass du die Taten der Nikolaïten2 genauso verabscheust wie ich. 7Wer hören will, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer den Kampf besteht, dem gebe ich vom Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes steht.“

An die Gemeinde in Smyrna

8„Schreib an den Engel der Gemeinde in Smyrna3: Der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde, lässt dir sagen: 9Ich weiß von deiner Bedrängnis und Armut – obwohl du eigentlich reich bist! Ich weiß auch, wie bösartig du von Leuten verleumdet wirst, die behaupten, Juden zu sein, das aber nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans. 10Hab keine Angst vor dem Leiden, das dir bevorsteht! Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis bringen, um euch zu versuchen. Zehn Tage lang werdet ihr bedrängt sein. Bleib mir treu bis zum Tod! Dann gebe ich dir den Siegeskranz des Lebens. 11Wer hören will, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer den Kampf besteht, dem wird der zweite Tod nichts anhaben können.“

An die Gemeinde in Pergamon

12„Schreib an den Engel der Gemeinde in Pergamon4: Der, der das scharfe zweischneidige Schwert hat, lässt dir sagen: 13Ich weiß, dass du dort wohnst, wo der Thron des Satans5 steht. Trotzdem hast du dich zu meinem Namen bekannt und den Glauben an mich nicht verleugnet, auch damals nicht, als mein treuer Zeuge Antipas in eurer Stadt, dieser Hochburg Satans, ermordet wurde. 14Doch den einen Vorwurf muss ich dir machen: Du duldest Leute in deiner Mitte, die an der Lehre Bileams festhalten. Bileam hatte Balak gezeigt, wie er die Israeliten zu Fall bringen könnte. Er verführte sie zum Essen von Opferfleisch, das den Götzen geweiht war, und zu sexueller Zügellosigkeit. 15So gibt es auch bei euch Leute, die den Lehren der Nikolaïten folgen. 16Kehr um! Sonst gehe ich sehr schnell gegen dich vor und bekämpfe diese Leute mit dem Schwert aus meinem Mund. 17Wer hören will, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer den Kampf besteht, dem werde ich von dem Manna zu essen geben, das jetzt noch verborgen ist. Und ich werde ihm einen weißen Stein geben, auf dem ein neuer Name eingraviert sein wird, den nur der kennt, der ihn empfängt.“

An die Gemeinde in Thyatira

18„Schreib an den Engel der Gemeinde in Thyatira: Der Sohn Gottes, dessen Augen wie lodernde Flammen brennen und dessen Füße wie leuchtendes Gold glänzen, lässt dir sagen: 19Ich kenne dein Tun, dein Lieben, deinen Glauben, dein Dienen und deine Geduld. Ich weiß auch, dass du heute noch mehr tust als früher. 20Doch den einen Vorwurf muss ich dir machen: Du unternimmst nichts gegen diese Isebel, die sich als Prophetin ausgibt. Und dabei verführt sie mit ihrer Lehre meine Leute zu sexueller Zügellosigkeit und zum Essen von Götzenopferfleisch. 21Ich habe ihr Zeit gelassen, ihre Einstellung zu ändern. Doch sie weigert sich, ihr lasterhaftes Leben aufzugeben. 22Darum werfe ich sie jetzt aufs Krankenbett. Und alle, die Sex mit ihr hatten, lasse ich in größte Not geraten, es sei denn, sie ändern ihre Einstellung und wenden sich von dem ab, was diese Frau tut. 23Isebels Kinder werde ich nicht am Leben lassen. Sie müssen sterben. Dann werden alle Gemeinden wissen, dass mir auch die geheimsten Gedanken und Wünsche nicht verborgen bleiben, und dass ich jedem von euch das gebe, was er verdient. 24Aber euch, den anderen in Thyatira, sage ich: Ihr seid dieser Lehre nicht gefolgt und wolltet von den sogenannten Tiefen des Satans nichts wissen. Ich lege keine weitere Last auf euch. 25Haltet nur fest, was ihr habt, bis ich komme. 26Wer den Kampf besteht und sich bis zuletzt von meinem Wirken bestimmen lässt, dem werde ich Macht über die Völker geben. 27Mit eisernem Stab wird er sie hüten, sie zerschmettern wie Töpfergeschirr. 28Die ‹Macht dazu› habe ich von meinem Vater erhalten.8 Und ich werde ihm den Morgenstern geben. 29Wer hören will, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!“

An die Gemeinde in Sardes

31„Schreib an den Engel der Gemeinde in Sardes1: Der, bei dem die sieben Geister Gottes sind und der die sieben Sterne in seiner Hand hält, lässt dir sagen: Ich kenne dein Tun und weiß, dass du im Ruf stehst, lebendig zu sein. Aber du bist tot. 2Werde wach und stärke den Rest, der noch etwas Leben in sich hat, damit er nicht stirbt! Was du tust, kann vor meinem Gott noch nicht bestehen. 3Denk daran, wie bereitwillig du die Botschaft gehört und angenommen hast. Daran halte fest und ändere deine jetzige Einstellung! Wenn du weiter schläfst, werde ich dich wie ein Dieb überraschen, und du weißt nicht, wann ich komme. 4Doch einige bei euch in Sardes haben sich nicht besudelt. Sie werden einmal in weißen Festgewändern neben mir hergehen, denn sie sind es wert. 5Wer den Kampf besteht, wird mit einem weißen Festgewand bekleidet werden. Ich werde seinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens streichen, sondern mich vor meinem Vater und seinen Engeln zu ihm bekennen. 6Wer hören will, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!“

An die Gemeinde in Philadelphia

7„Schreib an den Engel der Gemeinde in Philadelphia2: Der Heilige und Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand schließen kann, und der zuschließt, so dass niemand öffnen kann, der lässt dir sagen: 8Ich kenne dein Tun und habe dir eine Tür geöffnet, die niemand schließen kann. Du hast nur wenig Kraft, aber du hast dich nach meinem Wort gerichtet und dich zu meinem Namen bekannt. 9Pass auf, ich werde dafür sorgen, dass Leute aus der Synagoge des Satans zu dir kommen und sich vor dir niederwerfen. Diese Leute behaupten, Juden zu sein, obwohl sie das gar nicht wirklich sind. Aber sie sollen erkennen, dass ich dich liebe. 10Weil du meine Aufforderung zur Standhaftigkeit beherzigt hast, werde ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, in der die ganze Menschheit den Mächten der Verführung ausgesetzt sein wird. 11Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit dir niemand deinen Ehrenkranz nimmt. 12Wer den Kampf besteht, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird diesen Platz für immer behalten. Ich werde ihn mit dem Namen meines Gottes kennzeichnen und mit dem Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommen wird. Und mein eigener neuer Name wird auf ihm geschrieben sein. 13Wer hören will, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!“

An die Gemeinde in Laodizea

14„Schreib an den Engel der Gemeinde in Laodizea3: Der, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung von Gottes Schöpfung, lässt dir sagen: 15Ich kenne dein Tun und weiß, dass du weder heiß noch kalt bist. Wenn du doch das eine oder andere wärst! 16Doch du bist lau, weder heiß noch kalt. Darum werde ich dich aus meinem Mund ausspucken. 17Du sagst: ‚Ich bin reich und wohl versorgt; mir fehlt nichts.‘ Aber du weißt nicht, wie erbärmlich und jämmerlich du dran bist: arm, nackt und blind. 18Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du etwas anzuziehen hast und man die Schande deiner Nacktheit nicht sieht, und Salbe für deine Augen, damit du sie einsalben und dann wieder sehen kannst. 19Alle, die ich lieb habe, weise ich zurecht und erziehe sie. Mach endlich Ernst und ändere deine Einstellung! 20Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer mich rufen hört und mir öffnet, zu dem gehe ich hinein, und wir werden miteinander essen – ich mit ihm und er mit mir. 21Wer den Kampf besteht, dem werde ich das Recht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich den Kampf bestanden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. 22Wer hören will, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!“

4–22: Er zeigt, was noch geschehen wird

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Footnotes

  1. 1Ephesus war die Hauptstadt der Provinz Asia und zweitgrößte Stadt des römischen Reiches. Der reiche Handelsknotenpunkt lag etwa 5 km vom Meer entfernt am Fluss Kaystros, auf dem man damals bis in den Hafen der Stadt segeln konnte. Berühmt war Ephesus für seinen Artemis-Tempel, der zu den sieben Weltwundern zählte.
  2. 2Nikolaïten. Anhänger einer frühchristlichen Irrlehre, die freizügig okkulte und sexuelle Praktiken ihrer ungläubigen Umwelt mit dem Glauben verbinden wollten.
  3. 3Smyrna. Die Stadt lag etwa 55 km nördlich von Ephesus und war für ihre Schönheit berühmt. Das heutige Izmir war damals eine wohlhabende Stadt und stark mit dem römischen Kaiserkult verbunden. Die große jüdische Bevölkerungsgruppe war der Gemeinde feindlich gesonnen.
  4. 4Pergamon. Die Stadt lag ungefähr 80 km nördlich von Smyrna und war auf einem kegelförmigen Hügel erbaut, der sich 300 m über dem umliegenden Tal erhob.
  5. 5Thron des Satans. Pergamon war das Zentrum des Kaiserkultes in der Provinz Asia. Auf der Akropolis stand der berühmte Zeusaltar, der sich heute im Pergamonmuseum in Berlin befindet. Außerdem besaß die Stadt ein Heiligtum des Asklepios Soter, des Gottes der Heilkunst. Welcher dieser Tempel oder Altäre mit dem Thron Satans gemeint ist, bleibt unsicher.
  6. 1Sardes. 50 km südlich von Thyatira. Der Wohlstand von Sardes galt zur Zeit des Königs Krösus als sprichwörtlich für Reichtum.
  7. 2Philadelphia. 50 km südöstlich von Sardes. Philadelphia war auf Textil- und Lederproduktion spezialisiert.
  8. 3Laodizea. Reiche Handelsstadt, 50 km südlich von Philadelphia. Sie wurde von lauwarmem Wasser aus den 10 km nördlich gelegenen Heißwasserquellen versorgt.

Cross references

  1. 8Siehe Psalm 2,8.