Numeri 22,30–41
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30Das Tier erwiderte: „Bin ich nicht deine Eselin, auf der du zeitlebens geritten bist? Habe ich jemals so reagiert wie heute?“ – „Nein“, sagte er. 31Da öffnete Jahwe ihm die Augen, und er sah den Engel Jahwes mit dem gezückten Schwert auf dem Weg. Bileam beugte sich und warf sich dann ganz nieder, das Gesicht auf dem Boden. 32Der Engel Jahwes sagte zu ihm: „Warum hast du deine Eselin nun schon dreimal geschlagen? Ich selbst habe mich gegen dich gestellt. Denn dein Weg ist ganz gegen mich. 33Die Eselin sah mich und wich vor mir aus, nun schon dreimal! Hätte sie das nicht getan, dann hätte ich dich erschlagen und sie am Leben gelassen.“ 34Da sagte Bileam zu dem Engel Jahwes: „Ich habe Unrecht getan. Ich habe nicht gemerkt, dass du dich mir entgegengestellt hast. Wenn dir nun die Sache missfällt, will ich umkehren.“ 35„Geh mit den Männern!“, sagte der Engel Jahwes. „Aber du darfst nur das aussprechen, was ich dir sage!“ So zog Bileam mit der Gesandtschaft Balaks weiter.
Bileam trifft Balak
36Als Balak hörte, dass Bileam zu ihm unterwegs war, zog er ihm bis zur Grenzstadt Moabs am Arnonfluss entgegen. 37„Warum bist du nicht gleich gekommen?“, sagte er zu Bileam. „Ich habe doch dringend nach dir geschickt! Kann ich dich vielleicht nicht angemessen belohnen?“ 38„Nun bin ich ja hier“, erwiderte Bileam. „Ob ich aber wirklich etwas sagen kann, weiß ich nicht. Ich werde nur das sagen, was Gott mir befiehlt.“ 39Bileam ging mit Balak bis nach Kirjat-Huzot3. 40Dort ließ der König Rinder, Schafe und Ziegen für ein Opfermahl schlachten und bewirtete Bileam und die Fürsten, die bei ihm waren. 41Am nächsten Morgen ging Balak mit Bileam auf die Baalshöhen. Von dort aus konnte er ein kleines Stück von Israel sehen.
Footnotes
- 3Kirjat-Huzot. Die genaue Ortslage ist unbekannt.
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