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Numeri 17,16–19,22

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Der blühende Stab Aarons

16Dann sagte Jahwe zu Mose: 17„Rede zu den Israeliten und lass dir von jedem Stamm einen Stab geben, also von jedem ihrer Fürsten einen, insgesamt zwölf. Schreib auf jeden Stab den Namen des Stammes. 18Aarons Namen schreibst du auf den Stab Levis, denn je ein Stab soll für ein Stammesoberhaupt stehen. 19Dann sollst du die Stäbe ins Offenbarungszelt bringen und vor die göttliche Urkunde legen, also dorthin, wo ich euch begegne. 20Der Stab von dem Mann, den ich auswähle, wird Blätter treiben. So werde ich das Murren der Israeliten gegen euch zum Schweigen bringen.“ 21Mose sagte das alles den Israeliten, und ihre Fürsten gaben ihm je einen Stab für ein Stammesoberhaupt. Es waren zwölf Stäbe, und der Stab Aarons war dabei. 22Mose brachte die Stäbe ins Zelt der göttlichen Urkunde und legte sie vor Jahwe hin. 23Als er am nächsten Morgen wieder ins Zelt kam, hatte der Stab Aarons tatsächlich ausgeschlagen, Knospen hervorgebracht, Blüten getrieben und Mandeln reifen lassen. 24Mose brachte alle Stäbe von Jahwe zu allen Israeliten hinaus. Sie sahen sie und jeder nahm seinen Stab.

25Jahwe sagte zu Mose: „Bring den Stab Aarons zurück vor die göttliche Urkunde. Er soll dort als Zeichen für die Widerspenstigen aufbewahrt werden. So sollst du ihrem Murren vor mir ein Ende machen, damit sie nicht sterben.“ 26Mose machte es, wie Jahwe ihm befohlen hatte. 27Die Israeliten aber sagten zu Mose: „Wir werden alle noch umkommen, wir sind verloren. Bald wird keiner von uns mehr übrig sein. 28Jeder, der in die Nähe von Jahwes Wohnung kommt, stirbt. Sollen wir denn allesamt umkommen?“

Die Verantwortung der Priester und Leviten

181Jahwe sagte zu Aaron: „Du, deine Söhne und dein ganzes Vaterhaus, ihr müsst die Schuld tragen, wenn sich jemand am Heiligtum vergeht. Und wenn sich jemand im Priesterdienst vergeht, dann musst du mit deinen Söhnen die Schuld tragen. 2Lass auch deine Brüder vom Stamm Levi, deinem väterlichen Stamm, sich dir anschließen und dir dienen, während du mit deinen Söhnen für das Zelt der göttlichen Urkunde verantwortlich bist. 3Sie sollen ihre Aufgaben für dich und das Zelt erfüllen, aber sie dürfen nicht in die Nähe der Gegenstände im Heiligtum und zum Altar kommen, damit sie nicht sterben und ihr mit ihnen. 4Sie sollen dir beigeordnet sein und den Dienst am Offenbarungszelt verrichten, alle Arbeiten, die dort anfallen. Aber kein Unbefugter darf in eure Nähe kommen. 5Ihr sollt eure Aufgaben am Heiligtum und am Altar verrichten, damit kein Zorngericht mehr über die Israeliten kommt. 6Seht, ich habe eure Brüder, die Leviten, von den Israeliten ausgesondert und euch als Geschenk für Jahwe übergeben, damit sie die Arbeit am Offenbarungszelt tun. 7Du und deine Söhne mit dir, ihr sollt den Priesterdienst am Altar und innerhalb des Vorhangs tun. Das Priesteramt habe ich euch als Geschenk übergeben. Jeder Unbefugte, der sich nähert, muss getötet werden.“

8Jahwe sagte zu Aaron: „Pass auf, ich habe dir die Verwaltung der für mich bestimmten Abgaben übertragen. Von allen heiligen Opfergaben der Israeliten habe ich dir und deinen Söhnen einen Anteil gegeben. Das gilt für alle Zeiten. 9Vom Höchstheiligen soll dir alles gehören, was nicht verbrannt wird: von allen Speisopfern, Sündopfern und Schuldopfern, die die Israeliten mir bringen. Als Höchstheiliges gehört es dir und deinen Nachkommen. 10Die männlichen Angehörigen der Priesterfamilien sollen es am höchstheiligen Ort essen, denn es soll dir heilig sein. 11Die Weihgaben der Israeliten gehören dir und allen deinen Nachkommen, Söhnen und Töchtern. Diese Ordnung gilt für alle Zeit. Jede Person in deinem Haus, die rein ist, darf davon essen. 12Das Beste vom Öl und das Beste von Most und Getreide, die ersten Gaben jeder Ernte, die sie Jahwe bringen, habe ich dir gegeben. 13Die ersten Früchte von allem, was auf ihrem Land wächst, die sie Jahwe bringen, sollen dir gehören. Jede Person in deinem Haus, die rein ist, darf davon essen. 14Alles geweihte Gut in Israel soll dir gehören. 15Alles, was zuerst aus dem Mutterschoß kommt, von Mensch und Tier, das sie Jahwe darbringen, soll dir gehören. Nur die Erstgeburt bei Menschen und bei unreinen Tieren musst du auslösen lassen. 16Das soll im Alter von einem Monat geschehen. Je nach deiner Schätzung soll der Wert fünf Schekel Silber betragen, die dem Normgewicht im Heiligtum von elf Gramm entsprechen. 17Die Erstgeburten von Rindern, Schafen oder Ziegen dürft ihr nicht auslösen lassen. Sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen, ein Geruch, der Jahwe erfreut. 18Ihr Fleisch soll dir gehören, so wie die Brust beim Schwingopfer und die rechte Keule. 19Alle Abgaben von den heiligen Gaben, die die Israeliten Jahwe bringen, habe ich dir und deinen Familienangehörigen gegeben. Diese Ordnung gilt für alle Zeit. Es ist ein ewiger Salzbund vor Jahwe für dich und deine Nachkommen.“

20Jahwe sagte zu Aaron: „Wenn die Israeliten in ihr Land kommen, wirst du keinen Grundbesitz unter ihnen erhalten, denn ich bin dein Anteil und dein Besitz unter ihnen. 21Den Leviten weise ich als Erbgut für ihre Arbeit und ihren Dienst am Offenbarungszelt den gesamten Zehnten Israels zu. 22Die anderen Israeliten aber sollen dem Offenbarungszelt nicht mehr zu nahe kommen, sonst laden sie Schuld auf sich und müssen sterben. 23Vielmehr sollen die Leviten die Arbeit am Offenbarungszelt tun, und sie allein sollen die Verantwortung dafür tragen. Diese Ordnung gilt auch für die nachfolgenden Generationen. Aber einen Grundbesitz unter den Israeliten sollen sie nicht erhalten, 24denn ich habe ihnen den Zehnten der Israeliten gegeben, den diese als Abgabe für Jahwe entrichten. Deshalb sagte ich, dass sie keinen Erbbesitz unter den Israeliten erhalten.“

25Jahwe befahl Mose, 26den Leviten zu sagen: „Wenn ihr den Zehnten von den Israeliten nehmt, den ich euch als euren Erbanteil gegeben habe, dann sollt auch ihr eine Abgabe davon für Jahwe entrichten, den Zehnten vom Zehnten. 27Das wird euch als eure Abgabe angerechnet werden, so wie das Getreide vom Dreschplatz und der Ertrag von der Kelter. 28Auf diese Weise sollt auch ihr eine Abgabe für Jahwe von dem Zehnten entrichten, den ihr von den Israeliten nehmt, und sie als Abgabe für Jahwe dem Priester Aaron geben. 29Von allen Gaben, die euch zufallen, sollt ihr die ganze Abgabe Jahwe entrichten, vom Besten den heiligen Teil. 30Wenn ihr das Beste davon entrichtet, wird es den Leviten angerechnet werden wie der Ertrag vom Dreschplatz und der Ertrag von der Kelter. 31Ihr dürft es mit euren Familien essen, wo ihr wollt. Das ist der Lohn für eure Arbeit am Offenbarungszelt. 32Wenn ihr das Beste davon entrichtet, werdet ihr keine Sünde auf euch laden und die heiligen Gaben der Israeliten nicht entweihen und auch nicht sterben müssen, wenn ihr davon esst.“

Das Reinigungswasser

191Jahwe sagte zu Mose und Aaron: 2„Das ist die gesetzliche Anordnung1, die Jahwe erlassen hat: Sag den Israeliten, dass sie dir eine rote junge Kuh bringen, die ohne Fehler ist, an der sich kein Makel findet und die noch kein Joch getragen hat. 3Übergebt sie dem Priester Eleasar. Der soll sie vor das Lager führen, und man soll sie dort in seiner Gegenwart schlachten. 4Dann soll der Priester Eleasar mit dem Finger von ihrem Blut siebenmal etwas in Richtung auf die Vorderseite des Zeltes der Gottesbegegnung hin sprengen. 5Anschließend soll man die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: Ihre Haut, ihr Fleisch, ihr Blut und den Inhalt ihres Magens soll man verbrennen. 6In dieses Feuer hinein soll der Priester Zedernholz, Ysop2 und Karmesinstoff3 werfen. 7Dann soll der Priester seine Kleidung waschen und seinen Körper in Wasser baden. Danach darf er ins Lager zurückgehen. Er wird aber bis zum Abend unrein bleiben. 8Auch derjenige, der die Kuh verbrannt hat, soll seine Kleidung waschen und seinen Körper in Wasser baden. Auch er wird bis zum Abend unrein sein. 9Jemand, der rein ist, soll dann die Asche der jungen Kuh einsammeln und an einen reinen Platz außerhalb vom Lager bringen. Dort soll die Asche für die Gemeinschaft der Israeliten aufbewahrt werden. Sie ist für das Reinigungswasser bestimmt. Es ist ein Sündopfer. 10Derjenige, der die Asche der jungen Kuh eingesammelt hat, soll seine Kleidung waschen. Er wird bis zum Abend unrein sein.

Das Folgende soll eine immerwährende Ordnung für die Israeliten sein und für die Fremden bei ihnen: 11Wer einen Toten berührt, den Leichnam eines Menschen, wird für sieben Tage unrein sein. 12Am dritten Tag soll er sich mit diesem Wasser entsündigen und wird dann am siebten Tag rein sein. Wenn er das nicht tut, wird er auch am siebten Tag nicht rein werden. 13Jeder, der einen Toten berührt, die Leiche eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigt, hat die Wohnung Jahwes unrein gemacht. Er soll aus Israel beseitigt werden. Weil das Reinigungswasser nicht auf ihn gesprengt wurde, ist und bleibt er unrein.

14Folgendes Gesetz gilt, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder, der dieses Zelt betritt, und jeder, der sich darin befindet, wird für sieben Tage unrein sein. 15Jedes offene Gefäß, auf dem kein Deckel festgebunden ist, wird unrein sein. 16Und jeder, der auf dem freien Feld einen berührt, der mit dem Schwert erschlagen wurde, oder einen Verstorbenen oder die Knochen eines Menschen oder ein Grab, wird für sieben Tage unrein sein. 17Um die Unreinheit zu beseitigen, nehmt ihr etwas Asche des verbrannten Sündopfers in ein Gefäß und gießt frisches Wasser darüber. 18Dann soll ein reiner Mann ein Ysopbüschel in die Hand nehmen, ihn in das Wasser eintauchen und damit das Zelt, die Gefäße und die Menschen, die dort gewesen sind, besprengen, auch die Person, die die Knochen oder den Erschlagenen, den Verstorbenen oder das Grab berührt hat. 19Ein Reiner soll den Unreinen am dritten und am siebten Tag besprengen und ihn so entsündigen. Dieser soll seine Kleidung waschen und…

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Fußnoten

  1. 1gesetzliche Anordnung. Hebräisch: Tora, was auf die Wurzel jarah = lehren/leiten zurückgeht und Belehrung, Unterweisung, Gesetz bedeutet.
  2. 2Ysop, ein Busch mit stark riechenden Blättern, der bei Reinigungsopfern zum Besprengen verwendet wurde. Seine Stängel werden bis zu 80 cm lang.
  3. 3Karmesin. Die scharlachrote Farbe wurde in der Stiftshütte und der Priesterkleidung verwendet.