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Levitikus 9,1–11,47

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Der erste Opfergottesdienst

91Am achten Tag rief Mose Aaron, dessen Söhne und die Ältesten Israels zusammen. 2Dann sagte er zu Aaron: „Nimm dir ein Stierkalb zum Sündopfer und einen Schafbock zum Brandopfer und bringe sie vor Jahwe. Die Tiere müssen ohne Fehler sein. 3Sag auch den Israeliten: ‚Bringt einen Ziegenbock für das Sündopfer, ein Stierkalb und ein Schaf zum Brandopfer. Es müssen fehlerfreie einjährige Tiere sein. 4Dazu noch einen Stier und einen Schafbock für das Freudenopfer, um sie vor Jahwe zu schlachten, und ein Speisopfer, das mit Öl vermengt wurde. Denn heute wird Jahwe euch erscheinen.‘ “

5Sie brachten alles vor das Offenbarungszelt, wie Mose es angeordnet hatte. Und die ganze Gemeinschaft versammelte sich dort vor Jahwe. 6Mose sagte: „Das ist es, was Jahwe euch zu tun befohlen hat. Nun wird euch die Herrlichkeit Jahwes erscheinen.“ 7Zu Aaron sagte Mose: „Tritt an den Altar und bring das Sünd- und das Brandopfer für dich dar. Erwirke Sühne für dich und das Volk! Bring die Opfer für die Schuld des Volkes und erwirke Sühnung für sie, wie Jahwe es befohlen hat!“

8Aaron trat an den Altar und schlachtete das Stierkalb für seine eigene Sünde. 9Seine Söhne brachten ihm das Blut. Er tauchte seinen Finger hinein und strich etwas davon an die Hörner des Altars. Den Rest goss er am Fuß des Altars aus. 10Die Fettstücke, die Nieren und den Lappen an der Leber ließ er auf dem Altar in Rauch aufgehen, so wie Jahwe es Mose befohlen hatte. 11Das Fleisch und die Haut verbrannte er draußen vor dem Lager. 12Dann schlachtete er das Brandopfer. Seine Söhne brachten ihm das Blut, und er sprengte es ringsherum an den Altar. 13Dann reichten sie ihm die Stücke des Opfertiers und den Kopf, und er ließ alles auf dem Altar in Rauch aufgehen. 14Die Eingeweide und die Unterschenkel wusch er ab und ließ sie ebenfalls auf dem Altar in Rauch aufgehen.

15Dann ließ er die Opfergabe des Volkes herbringen. Er schlachtete den Ziegenbock als Opfer für die Sünden des Volkes so, wie er das Sündopfer für sich geschlachtet hatte. 16Auch das Brandopfer brachte er nach der Vorschrift dar. 17Vom Speisopfer nahm er eine Handvoll und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen, zusätzlich zu dem Morgen-Brandopfer. 18Anschließend schlachtete er den Stier und den Schafbock als Freudenopfer für das Volk. Seine Söhne brachten ihm das Blut, und er sprengte es ringsherum an den Altar. 19Sie brachten ihm auch die Fettstücke von beiden Tieren, den Fettschwanz, das Fett, das die Eingeweide bedeckt, die Nieren mit ihrem Fett und den Lappen an der Leber 20und legten es auf die Bruststücke, damit Aaron sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen würde. 21Die Bruststücke und die rechte Hinterkeule schwang Aaron als Weihgabe vor Jahwe hin und her, wie Mose es angeordnet hatte.

22Nachdem Aaron das Sünd-, das Brand- und das Freudenopfer dargebracht hatte, erhob er seine Hände und segnete alles Volk. Dann stieg er herab. 23Mose und Aaron gingen anschließend in das Offenbarungszelt hinein. Als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da zeigte sich die Herrlichkeit Jahwes dem ganzen Volk. 24Flammen gingen von ihm aus und verzehrten das Brandopfer auf dem Altar und die Fettstücke. Bei diesem Anblick brach das Volk in Jubel aus, und alle warfen sich zu Boden.

Ein unerlaubtes Opfer

101Zwei Söhne Aarons, es waren Nadab und Abihu, nahmen ihre Räucherpfannen, legten Glut und Räucherwerk darauf und brachten Jahwe ein unerlaubtes Feueropfer, das er ihnen nicht geboten hatte. 2Da ging Feuer von Jahwe aus und verzehrte sie. So starben sie vor Jahwe. 3Mose sagte zu Aaron: „Das ist es, was Jahwe meinte, als er sagte:

An denen, die mir nahe sind, erweise ich mich als heilig. Und vor dem ganzen Volk will ich verherrlicht sein!“

Aaron schwieg. 4Mose rief Mischaël und Elizafan, die Söhne von Aarons Onkel Usiël, und sagte zu ihnen: „Kommt her und schafft die Leichen eurer Verwandten vom Heiligtum weg! Bringt sie aus dem Lager hinaus!“ 5Sie gehorchten dem Befehl Moses und schafften die Toten in ihren Priesterhemden aus dem Lager hinaus. 6Mose sagte zu Aaron und dessen Söhnen Eleasar und Itamar: „Ihr dürft euer Haupthaar jetzt nicht ungepflegt herunterhängen lassen und eure Kleidung nicht zerreißen,1 damit ihr nicht auch sterben müsst und Gott über die ganze Gemeinschaft zornig wird. Lasst eure Brüder, die anderen Israeliten, diesen Brand beweinen, den Jahwe angerichtet hat. 7Entfernt euch nicht vom Eingang des Offenbarungszelts, damit ihr nicht sterben müsst, denn das Öl der Salbung Jahwes ist auf euch.“ Sie taten, wie Mose es gesagt hatte.

Besondere Bestimmungen für Priester

8Jahwe sagte zu Aaron: 9„Wenn ihr ins Offenbarungszelt hineingeht, dürft ihr weder Wein noch Bier trinken, sonst müsst ihr sterben. Das ist eine ewige Ordnung für dich und deine Nachkommen. 10Denn ihr sollt unterscheiden zwischen dem, was heilig, und dem, was nicht heilig ist, zwischen dem, was rein, und dem, was unrein ist. 11Und ihr sollt die Israeliten unterweisen in all den Ordnungen, die Jahwe euch durch Mose gegeben hat.“

12Mose sagte zu Aaron und seinen übrig gebliebenen Söhnen Eleasar und Itamar: „Was von den Speisopfern übrig bleibt und nicht als Feueropfer für Jahwe verbrannt wird, dürft ihr nehmen und als ungesäuerte Fladen in der Nähe des Altars essen, denn es ist höchstheilig. 13Ihr müsst es an heiliger Stätte essen, denn es ist der Anteil, der dir und deinen Söhnen von den Feueropfern Jahwes zusteht. So ist es mir geboten worden. 14Das Bruststück und die Hinterkeule, die dir und deinen Söhnen und Töchtern von den Freudenopfern der Israeliten zustehen, könnt ihr auch an einem anderen reinen Ort verzehren. 15Die Hinterkeule und die Brust sollt ihr zusammen mit den Fettstücken für das Feueropfer zum Altar bringen und dort vor Jahwe hin- und herschwingen. Danach gehören sie dir und deinen Nachkommen. Das steht euch für alle Zeit als Anteil zu. So hat Jahwe es befohlen.“

16Als Mose nach dem Ziegenbock für das Sündopfer suchte, stellte sich heraus, dass er schon verbrannt worden war. Da wurde Mose zornig auf Eleasar und Itamar, die Söhne, die Aaron geblieben waren. 17„Warum habt ihr das Sündopfer nicht an geweihter Stätte gegessen? Es ist doch höchstheilig! Jahwe hat es euch gegeben, um die Schuld von der Gemeinschaft wegzunehmen, indem ihr Sühne für sie erwirkt. 18Sein Blut ist nicht ins Heiligtum hineingebracht worden. Ihr hättet es auf jeden Fall im Heiligtum essen sollen, wie ich es angewiesen habe.“ 19Aaron erwiderte Mose: „Du weißt doch, dass meine Söhne ihr Sünd- und Brandopfer Jahwe gebracht haben. Und da ist mir so etwas zugestoßen2. Meinst du, es hätte Jahwe gefallen, wenn ich heute das Sündopfer gegessen hätte?“ 20Als Mose das hörte, gab er sich zufrieden.

Die Reinigung (11–16)

Reine und unreine Tiere

111Jahwe sagte zu Mose und Aaron: 2„Gebt den Israeliten weiter: Folgende Landtiere dürft ihr essen: 3Alle, die deutlich gespaltene Hufe haben und ihre Nahrung wiederkäuen. 4Es gibt aber einige von den wiederkäuenden Arten, die ihr nicht essen dürft, weil sie keine gespaltenen Hufe haben. Sie sollen euch als unrein gelten. Dazu gehört das Kamel, 5der Klippdachs 6und der Hase1. 7Auch das Schwein soll euch als unrein gelten, denn es hat zwar gespaltene Hufe, käut aber nicht wieder. 8Ihr dürft nichts von ihrem Fleisch essen und sie auch nicht berühren, wenn sie verendet sind. Sie sollen euch als unrein gelten.

9Von den Wassertieren dürft ihr alles essen, was Flossen und Schuppen hat, egal ob sie in Flüssen, Seen oder im Meer leben. 10Aber jedes Lebewesen, das keine Flossen oder Schuppen hat und in Süß- oder Salzwasser lebt, soll euch etwas Abscheuliches sein. 11Ihr sollt euch voller Ekel davon abwenden, ihr Fleisch nicht essen und das Verendete verabscheuen. 12Alle Tiere im Wasser, die keine Flossen und Schuppen haben, sollen für euch etwas Abscheuliches sein.

13Von den Flugtieren müsst ihr die Folgenden verabscheuen und dürft sie nicht essen: den Gänsegeier, den Lämmergeier und den Mönchsgeier, 14den Milan und alle Arten von Habichten, 15alle Arten von Raben, 16den Strauß, die Schwalbe, die Möwe und alle Arten von Falken, 17das Käuzchen, den Kormoran und den Uhu, 18die Schleiereule, den Pelikan und den Aasgeier, 19den Storch, alle Arten von Reihern, den Wiedehopf und die Fledermaus.

20Alle geflügelten Insekten, die wie Vierfüßer laufen, sollt ihr verabscheuen, 21mit Ausnahme derer, die Sprungbeine haben und damit auf der Erde hüpfen können. 22Von den Folgenden aber dürft ihr alle Arten essen: von den Wanderheuschrecken, den Feldheuschrecken, den Laubheuschrecken und Springheuschrecken. 23Alles übrige geflügelte vierbeinige Kleingetier sollt ihr verabscheuen.

24An all den folgenden Tieren verunreinigt ihr euch. Jeder, der ihr Aas berührt, ist bis zum Abend unrein, 25und jeder, der etwas von dem Aas aufhebt, muss seine Kleidung waschen und ist bis zum Abend unrein. 26Jedes Tier, das gespaltene, aber nicht ganz gespaltene Klauen hat und nicht wiederkäut, ist unrein für euch. Jeder, der sie berührt, wird unrein. 27Alle Vierbeiner, die auf Tatzen gehen, sollen euch unrein sein. Jeder, der ihr Aas berührt, wird unrein bis zum Abend. 28Wer ihr Aas trägt, muss seine Kleidung waschen und ist bis zum Abend unrein. Das alles ist unrein für euch.

29Von den kleinen Landtieren, die auf der Erde wimmeln, sind die Folgenden unrein für euch: der Maulwurf und die Springmaus, alle Arten von Dornschwanzechsen, 30der Gecko, der Waran, die Eidechse, die Blindschleiche und das Chamäleon. 31Von dem Kleingetier sind diese also unrein für euch. Jeder, der sie berührt, wenn sie verendet sind, ist bis zum Abend unrein.

32Und jeder Gegenstand, auf den ein solches totes Tier fällt, wird unrein sein, ob es ein Holzgerät ist, ein Kleid, ein Stück Leder, ein Sack, und jeder Gegenstand, mit dem man eine Arbeit verrichtet. Er muss ins Wasser gelegt werden und bleibt unrein bis zum Abend. Dann wird er wieder rein. 33Fällt solch ein totes Tier in ein…

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Dieser Abschnitt wurde gekürzt. Levitikus 9,1–11,47 in Logos weiterlesen

Fußnoten

  1. 1nicht zerreißen. Das heißt: Ihr dürft die herkömmlichen Trauerbräuche nicht anwenden.
  2. 2zugestoßen. Er hatte mit einem Schlag zwei seiner Söhne verloren.
  3. 1Hasen werden zoologisch nicht zu den rinderartigen Wiederkäuern gerechnet, trotzdem kauen sie einen Teil ihrer Nahrung zweimal. Neben ihrem üblichen Kot scheiden sie nämlich von einem Vlies umgebene vitaminreiche Kügelchen aus, sogenannte Caecotrophe. Diese werden sofort wieder aufgenommen und an einer bestimmten Stelle des Magens, der Cardiaregion, noch einmal verdaut. Hindert man die Tiere an dieser Form des Wiederkäuens, sterben sie nach kurzer Zeit.