Logos Bible Study

Levitikus 17–26

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17–27: Das Leben mit dem heiligen Gott

Die persönliche Heiligung (17–22)

Das Blutverbot

171Jahwe sagte dann zu Mose: 2„Gib Aaron, seinen Söhnen und allen Israeliten folgende Anordnungen Jahwes weiter: 3Jeder Israelit, der ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege schlachtet, sei es im Lager oder außerhalb davon, 4und das Tier nicht an den Eingang zum Offenbarungszelt bringt, um es dort vor der Wohnung Jahwes als Opfergabe für ihn zu schlachten, dem soll es als Blutschuld angerechnet werden. Er hat Blut vergossen und muss aus der Mitte seines Volkes entfernt1 werden. 5Deshalb sollen die Israeliten ihre Opfer, die sie jetzt noch auf dem freien Feld schlachten, zu Jahwe an den Eingang zum Offenbarungszelt bringen und ihm als Freudenopfer schlachten. 6Der Priester soll das Blut an den Altar Jahwes vor dem Offenbarungszelt sprengen und das Fett in Rauch aufgehen lassen als einen Geruch, der Jahwe erfreut. 7Sie sollen ihre Tiere nicht mehr als Opfer für die Dämonen schlachten, denen sie nachlaufen. Das ist eine ewige Ordnung für alle ihre Generationen.

8Weiter sollst du ihnen sagen: Jeder Israelit und jeder Fremde, der unter ihnen lebt, der ein Brand- oder Schlachtopfer darbringt 9und es nicht an den Eingang zum Offenbarungszelt bringt, um es Jahwe zu opfern, soll aus seiner Volksgemeinschaft entfernt werden.

10Genauso geht es jedem Israeliten und jedem Fremden unter euch, der irgendwelches Blut isst. Ich selbst werde mich gegen jede Person wenden, die Blut isst, und sie aus ihrem Volk auslöschen. 11Denn das Leben eines fleischlichen Wesens ist in seinem Blut. Ich habe bestimmt, dass es auf den Altar gegeben wird, um Sühne für euch zu erwirken. Denn das Blut bewirkt Sühne durch das Leben darin. 12Darum habe ich zu den Israeliten gesagt: Niemand von euch darf Blut essen, auch die Fremden nicht, die bei euch leben.

13Und jeder von den Israeliten oder den Fremden, die bei euch leben, der Wild oder Vögel jagt, die ihr essen dürft, soll ihr Blut ausfließen lassen und es mit Erde bedecken. 14Denn das Leben allen Fleisches ist sein Blut, und ich habe zu den Israeliten gesagt: Es ist euch nicht erlaubt, das Blut irgendeines Wesens aus Fleisch zu essen, denn das Leben allen Fleisches ist sein Blut. Jeder, der es isst, muss beseitigt werden.

15Und jeder, der ein verendetes oder gerissenes Tier isst, er sei Einheimischer oder Fremder, muss seine Kleidung waschen und sich in Wasser baden und bleibt bis zum Abend unrein. 16Wenn er seine Kleidung nicht wäscht und seinen Körper nicht in Wasser badet, muss er seine Schuld tragen.“

Verbotene sexuelle Beziehungen

181Jahwe sagte weiter zu Mose: 2„Sprich zu den Israeliten: Ich bin Jahwe, euer Gott! 3Lebt nicht nach den Sitten des Landes Ägypten, wo ihr gewohnt habt, auch nicht nach den Gewohnheiten des Landes Kanaan, wohin ich euch bringe. Ihr sollt nicht nach ihren Ordnungen leben. 4Meine Vorschriften sollt ihr befolgen und euch nach meinen Ordnungen richten! Ich bin Jahwe, euer Gott! 5Ihr sollt euch nach meinen Vorschriften und Ordnungen richten. Wer sie befolgt, wird durch sie leben. Ich bin Jahwe!

6Niemand von euch darf eine sexuelle Beziehung mit Blutsverwandten haben. Ich bin Jahwe! 7Die Scham deines Vaters, das heißt, die deiner Mutter, darfst du nicht entblößen. Es ist deine Mutter und du darfst nicht mit ihr schlafen. 8Auch die Scham einer anderen Frau deines Vaters darfst du nicht entblößen, denn es ist zugleich die Scham deines Vaters. 9Du darfst nicht mit deiner Schwester schlafen, der Tochter deines Vaters oder deiner Mutter, egal, ob sie in der Familie oder außerhalb von ihr lebt. 10Du darfst nicht mit deiner Enkeltochter schlafen, egal, ob sie ‹aus der Familie› deines Sohns oder deiner Tochter stammt. Denn das deckt deine eigene Scham auf. 11Du darfst auch nicht mit der Tochter deiner Stiefmutter schlafen, denn sie ist von deinem Vater gezeugt, also deine Schwester. 12Auch mit der Schwester deines Vaters darfst du nicht schlafen, denn sie ist eine Blutsverwandte deines Vaters. 13Ebenso ist es mit der Schwester deiner Mutter. Du darfst nicht mit ihr schlafen, denn sie ist eine Blutsverwandte deiner Mutter. 14Du sollst auch keine sexuelle Gemeinschaft mit einer angeheirateten Tante suchen, denn damit entblößt du deinen Onkel. 15Du darfst nicht mit deiner Schwiegertochter schlafen. Sie ist doch die Frau deines Sohnes, deshalb darfst du ihre Scham nicht aufdecken. 16Auch mit deiner Schwägerin darfst du nicht schlafen, denn es ist die Scham deines Bruders. 17Du darfst nicht mit einer Frau und ihrer Tochter schlafen. Auch mit der Tochter ihres Sohnes oder der Tochter ihrer Tochter darfst du nicht schlafen, weil sie blutsverwandt sind. Es wäre eine Schandtat. 18Und solange deine Frau lebt, sollst du ihre Schwester nicht zur Nebenfrau nehmen und ihre Scham neben ihr entblößen.

19Du darfst dich einer Frau, die wegen ihrer monatlichen Blutung unrein ist, nicht nähern, um mit ihr zu schlafen. 20Mit der Frau eines anderen Mannes darfst du nicht schlafen, denn dadurch wirst du unrein. 21Keinen von deinen Nachkommen darfst du dem Moloch2 als Opfer verbrennen. Du sollst den Namen deines Gottes nicht entweihen. Ich bin Jahwe! 22Mit einem Mann3 darfst du keinen geschlechtlichen Verkehr haben wie mit einer Frau. So etwas verabscheue ich. 23Du darfst keinen Geschlechtsverkehr mit einem Tier haben. Dadurch verunreinigst du dich. Auch eine Frau darf sich nicht zu einem Tier stellen, um sich mit ihm zu paaren. Das ist widerwärtig.

24Verunreinigt euch nicht durch solche Dinge! Denn durch all dieses haben sich die Völker verunreinigt, die ich vor euch vertreibe. 25Sie haben das Land unrein gemacht, und ich habe es zur Rechenschaft gezogen, sodass es seine Bewohner ausgespuckt hat.

26Ihr aber sollt euch an meine Ordnungen und Vorschriften halten, ebenso die Fremden, die bei euch leben. Tut keines dieser abscheulichen Dinge. 27Denn das haben die Menschen getan, die vor euch im Land lebten. Und dadurch ist das Land unrein geworden. 28Sonst wird euch das Land ebenso ausspucken, wie es das Volk ausgespuckt hat, das vor euch da war. 29Jeder, der irgendetwas von diesen Abscheulichkeiten tut, soll von seinem Volk beseitigt werden. 30Gehorcht also meinen Anweisungen, keine dieser abscheulichen Bräuche zu übernehmen, die man vor euch ausgeübt hat, und verunreinigt euch nicht durch sie. Ich bin Jahwe, euer Gott.“

Heiligung des täglichen Lebens

191Jahwe sagte weiter zu Mose: 2„Rede zur ganzen Versammlung der Israeliten und richte ihnen aus: Ihr sollt heilig sein, denn ich, Jahwe, euer Gott, bin heilig. 3Jeder von euch soll seine Mutter und seinen Vater ehren. Haltet meine Sabbate ein. Ich bin Jahwe, euer Gott. 4Ihr sollt euch nicht den Götzen zuwenden und euch auch keine Götter aus Metall gießen. Ich bin Jahwe, euer Gott!

5Wenn ihr Jahwe ein Freudenopfer schlachtet, sollt ihr es so tun, dass ihr Wohlwollen findet. 6Es muss am Tag der Schlachtung gegessen werden und auch noch am Tag danach. Wenn am dritten Tag noch etwas übrig ist, muss es verbrannt werden. 7Isst jemand noch am dritten Tag von dem Fleisch, ist es unrein geworden; und das ganze Opfer gefällt Gott nicht. 8Ja, wer dann noch davon isst, lädt Schuld auf sich, denn er hat entweiht, was Jahwe heilig ist. Diese Person muss aus ihrer Volksgemeinschaft entfernt werden.

9Wenn ihr eure Ernte einbringt, sollst du das Feld nicht bis an den Rand abernten. Du sollst auch keine Nachlese halten. 10Auch in deinem Weinberg sollst du nicht nachlesen und das Heruntergefallene nicht aufheben. Lass es für die Armen und Fremden übrig. Ich bin Jahwe, euer Gott!

11Ihr sollt nicht stehlen, nicht lügen und einander nicht betrügen. 12Missbraucht meinen Namen nicht, um falsch zu schwören, denn damit entweiht ihr ihn. Ich bin Jahwe! 13Du sollst deinen Nächsten weder unterdrücken noch berauben. Den Lohn eines Tagelöhners darfst du nicht über Nacht bis zum nächsten Morgen behalten. 14Einen Tauben sollst du nicht schmähen und vor einen Blinden kein Hindernis legen. Du sollst dich vor deinem Gott fürchten, denn ich bin Jahwe!

15Tut kein Unrecht im Gericht. Einen Geringen darfst du nicht bevorzugen und einen Großen nicht ehren. Du sollst ein gerechtes Urteil über deinen Nächsten sprechen. 16Du sollst nicht als Verleumder in deiner Sippe umhergehen. Trete nicht gegen das Leben deines Nächsten auf. Ich bin Jahwe!

17Du sollst im Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Nächsten ernstlich zurecht, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst. 18Räche dich nicht selbst und trage deinen Volksgenossen nichts nach. Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Ich bin Jahwe!

19Ihr sollt euch an meine Ordnungen halten. Kreuzt nicht Tiere verschiedener Art miteinander. Besät eure Felder nicht mit zweierlei Samen. Tragt keine Gewänder aus zweierlei Stoff.

20Wenn ein Mann mit einer Sklavin schläft, die für einen anderen Mann bestimmt ist, aber noch nicht losgekauft oder freigelassen wurde, muss er Schadenersatz leisten. Die beiden müssen nicht getötet werden, denn die Frau ist nicht frei gewesen. 21Der Mann muss Jahwe einen Schafbock als Schuldopfer an den Eingang zum Offenbarungszelt bringen. 22Der Priester soll ihm damit vor Jahwe Sühne für die begangene Sünde erwirken. Dann wird ihm vergeben werden.

23Wenn ihr in das Land kommt und Fruchtbäume pflanzt, dann sollt ihr deren Früchte wie eine Vorhaut stehen lassen. Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten und dürfen nicht gegessen werden. 24Im vierten Jahr sollt ihr sie Jahwe als Festgabe weihen. 25Vom fünften Jahr an dürft ihr die Früchte der Fruchtbäume genießen. So wird ihr Ertrag umso größer sein. Ich bin Jahwe, euer Gott!

26Ihr dürft nichts Blutiges essen. Treibt keine Wahrsagerei und deutet keine Zeichen. 27Rasiert euch das Haar nicht rings um den Kopf ab, stutzt auch nicht eure Bärte 28und macht euch keine Einschnitte am Körper wegen eines Toten. Ihr sollt euch auch keine Zeichen eintätowieren. Ich bin Jahwe! 29Entehre deine…

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Footnotes

  1. 1entfernt. Entweder durch Verbannung oder Tod.
  2. 2Moloch war ein ammonitischer Götze, dem Kinder geopfert wurden.
  3. 3Mann. Wörtlich: männlichen. Gemeint ist ein Mensch männlichen Geschlechts, gleich welchen Alters.