Logos Bible Study

Jesaja 14,4–25

Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions

German

Arabic

Czech

English

French

Hebrew

Hungarian

Italian

Korean

Latin

Portuguese

Russian

Simplified Chinese

Spanish

Traditional Chinese

4wirst du ein Spottlied auf den König von Babel singen:

„Ach, der Unterdrücker nahm ein Ende! Mit seiner Schreckensherrschaft ist es aus! 5Zersplittern ließ Jahwe den Knüppel der Bösen, zerbrach den Stock der Tyrannen, 6der die Völker schlug in blinder Wut und ihnen grausame Schläge versetzte, der sie in wildem Zorn unterdrückte und sie hetzte ohne Erbarmen. 7Nun ruht und rastet die ganze Erde. Jubel bricht aus! 8Selbst die Zypressen freuen sich mit, auch die Zedern auf dem Libanon: ‚Seit du gefallen bist und unten liegst, kommt kein Fäller mehr zu uns herauf.‘

9Die ganze Totenwelt ist aufgeregt und bereit, dich zu empfangen. Für dich wurden Totengeister aufgestört, die Mächtigen aus einer früheren Welt. Man schreckt die Könige der Völker auf, alle springen von ihren Thronen. 10Der Chor der Schatten ruft dir zu: ‚Nun bist du genauso wie wir, schwach und ohne Macht.‘ 11Ins Totenreich gestürzt ist deine Pracht und deine rauschende Harfenmusik. Maden bekommst du als Bett und mit Würmern deckst du dich zu.

12Ach wie bist du vom Himmel gefallen, funkelnder Morgenstern, zu Boden geschmettert, Eroberer der Welt! 13Du, du hattest in deinem Herzen gedacht: ‚Ich will zum Himmel hochsteigen! Höher als die göttlichen Sterne stelle ich meinen Thron! Im äußersten Norden setze ich mich hin, dort auf den Versammlungsberg2! 14Über die Wolken will ich hinauf, dem Allerhöchsten gleichgestellt sein!‘

15Doch ins Reich der Grüfte musst du hinab, wirst auf den Grund der Totenwelt gestürzt. 16Wer dich einst gesehen hat, betrachtet dich nun, schaut dich nachdenklich an: ‚Ist das der Mann, der die Erde zittern ließ, der Königreiche aus den Angeln hob?‘ 17Er machte Städte dem Erdboden gleich und verwüstete die ganze Welt. Wen er gefangen nahm, der kehrte nie zurück.

18Alle Herrscher setzt man prächtig bei, in Ehren ruhen sie in ihrer Gruft. 19Doch du liegst ohne Grab auf freiem Feld, hingeworfen wie ein dürrer Zweig, zertrampelt wie ein totes Tier, mit Leichen von Erschlagenen bedeckt. 20Dich bettet man nicht in die steinerne Gruft, mit denen dort wirst du niemals vereint. Denn dein Land hast du zerstört, hingemordet dein eigenes Volk. Dein Verbrechergeschlecht soll in Ewigkeit vergessen sein! 21Bringt seine Söhne her und schlachtet sie ab! Denn auf ihren Vätern lastete Schuld. Nie wieder dürfen sie an die Macht, nie sei die Welt in ihrem Besitz und der Erdkreis mit ihren Städten gefüllt.“

Die völlige Vernichtung Babylons

22„Ich werde mich gegen sie stellen!“, sagt Jahwe, der allmächtige Gott. „Mit Kind und Kindeskind rotte ich Babylon aus, mit Stumpf und Stiel! 23Zum Besitz der Igel mache ich es, und zu einem Sumpfgebiet. Ich kehre es mit eisernem Besen aus“, sagt Jahwe, der allmächtige Gott.

Gegen Assyrien

24Jahwe, der allmächtige Gott, hat es geschworen: „Wie ich es mir vornahm, so wird es geschehen, es wird so kommen, wie ich es beschloss. 25Assyriens Macht zerbreche ich in meinem Land, auf meinen Bergen zertrete ich sie. Dann weicht ihr Joch von meinem Volk, von seinem Nacken fällt es ab.“

Read in Logos

Footnotes

  1. 2Versammlungsberg. Gemeint ist wohl der Berg Zaphon, der 40 km nordöstlich von Ugarit in Syrien lag. Die Kanaaniter dachten sich dort die Ratsversammlung der Götter (wie die Griechen auf dem Berg Olymp).