Logos Bible Study

Jesaja 10,5–21

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Assyrien geht zu weit

5Wehe dir Assyrien, du Rute meines Zorns! Der Stock in deiner Hand, das ist mein Grimm. 6Ich sende ihn gegen einen gottlosen Stamm, gegen ein Volk, das meinen Zorn erregt, damit er Beute erbeutet und raubt wie ein Räuber und es in den Straßendreck tritt. 7Doch er stellt sich das ganz anders vor, er verfolgt seinen eigenen Plan. Nur Vernichtung von Völkern hat er im Sinn, auslöschen will er, so viele er kann. 8„Jeder meiner Feldherrn ist ein König!“, sagt er. 9„Ging es Kalne nicht wie Karkemisch, wurde Hamat nicht wie Arpad besiegt und Samaria nicht wie Damaskus? 10Königreiche von Götzen bekam ich zu fassen, die mehr Götterbilder hatten als es in Jerusalem und Samaria gibt. 11Was ich an Samaria und seinen Göttern tat, werde ich auch an Jerusalem und seinen Götzenbildern tun.“

12Doch wenn der Herr sein Werk am Zionsberg und an Jerusalem zu Ende gebracht hat, wird er mit dem König von Assyrien abrechnen, mit seiner überheblichen Selbstherrlichkeit und dem hochmütigen Stolz, mit dem er auf andere herabsieht. 13Denn er brüstet sich und sagt:

„Aus eigener Kraft habe ich das alles getan, mit meiner Klugheit habe ich es fertiggebracht! Ich habe die Grenzen der Völker verrückt, ihre Vorräte geplündert und sie mit Macht von ihren Sitzen gestürzt. 14Wie in ein Vogelnest griff meine Hand in die Habe der Völker. Wie Eier in einem verlassenen Nest habe ich ganze Länder zusammengerafft. Keiner war da, der mit den Flügeln schlug, keiner, der den Schnabel aufriss und einen Piep von sich gab.“

15Rühmt sich die Axt gegen den, der sie gebraucht? Tut die Säge sich groß gegen den, der sie zieht? Das wäre, als ob der Stock den schwingt, der ihn hebt, als ob das tote Stück Holz den Mann bewegt. 16Darum wird der Herr, Jahwe, der Allmächtige, das fette Assyrien dürr werden lassen. Unter seiner Pracht flackert ein Brand, der alles in Flammen aufgehen lässt. 17Israels Licht wird zum Feuer, sein heiliger Gott zu einer Flamme, die seine Dornen und Disteln in Brand setzt und sie verbrennt an einem einzigen Tag. 18Mit Stumpf und Stiel werden Wälder und Gärten verbrannt. Es wird wie ein Aussterben sein. 19Ein Junge könnte die Waldbäume zählen, die ihm noch übriggeblieben sind.

Der gerettete Rest

20An dem Tag wird Israels Rest – und wer sonst vom Haus Jakobs entkommen ist – sich nicht mehr stützen auf den, der ihn schlägt, sondern ganz auf Jahwe vertrauen, den Heiligen Israels. 21Ein Rest kehrt um zum starken Gott, ein Rest von Jakobs Nachkommenschaft.

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