Jeremia 17,1–9
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Judas Sünde und Strafe
171Die Sünde Judas ist geschrieben, eingraviert mit eisernen Griffeln, hinein in die Tafeln ihrer Herzen und an die Hörner ihrer Altäre.
2„Wie an ihre Kinder – so denken sie an ihre Altäre und Aschera-Pfähle1 bei den grünen Bäumen auf den Opferhöhen. 3Du Volk von Berg- und Hügelpilgern! Deinen Besitz und all deine Schätze und auch deine Opferhöhen gebe ich zur Plünderung frei. Das ist der Lohn für deine Sünden in deinem ganzen Wohngebiet. 4Du bist selbst daran schuld, wenn du den Erbbesitz, den ich dir gegeben habe, loslassen musst. Ich mache dich zum Sklaven deiner Feinde in einem fremden, unbekannten Land. Ihr habt Feuer in mein Gesicht gebracht, das ist mein Zorn, der ewig brennt.“
Fluch oder Segen
5So spricht Jahwe: „Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut, der sich auf Menschenkraft verlässt und sein Herz von Jahwe abkehrt! 6Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der vergeblich auf Regen hofft. Er steht auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt.
7Gesegnet ist der Mann, der auf Jahwe vertraut, dessen Hoffnung Jahwe ist! 8Er ist wie ein Baum, der am Wasser steht und seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt, seine Blätter bleiben grün und frisch. Ihm ist nicht bange vor dem Dürrejahr; er trägt immer seine Frucht.“
Weisheitssprüche
9Abgründig ist das menschliche Herz, beispiellos und unverbesserlich. Wer kann es durchschauen?
Footnotes
- 1Die Aschera war eine Fruchtbarkeitsgöttin, die in handlichen Figuren, geweihten Bäumen oder Pfählen verehrt wurde.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden