Logos Bible Study

Hosea 12,1–14,10

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Das unzuverlässige Volk

121Mit Lügen hat mich Efraïm umringt, mit Betrug die Leute Israels. Nur Juda schweift noch um Gott herum, den Heiligen und Treuen. 2Efraïm weidet Luft und jagt dem Ostwind nach, täglich mehrt es Lüge und Gewalt. Mit Assyrien schließt es einen Bund und liefert Ägypten gleichzeitig Öl. 3Auch mit Juda geht Jahwe ins Gericht. Jakob straft er für sein Verhalten und zahlt ihm heim, wie es seinen Taten entspricht. 4Im Mutterleib hat er seinen Bruder betrogen und in seiner Manneskraft mit Gott gekämpft. 5Er kämpfte mit dem Engel und war überlegen. Er weinte und flehte ihn um Gnade an. In Bet-El sollte er ihn finden. Und dort redete er zu uns.

6Jahwe, der allmächtige Gott, Jahwe ist sein Name! Er sagt:7„Du darfst zurückkehren mit Gott! Bewahre Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!“

8Doch dieser Händler ‹Efraïm› hat eine falsche Waage in der Hand, er liebt es, zu betrügen! 9Und Efraïm redet sich ein: „Ich bin doch reich geworden, hab ein Vermögen gewonnen. Und in allem, was ich mir erwarb, wird man keine Schuld an mir finden, nichts von dem, was Sünde ist!“

10Doch ich bin Jahwe! Ich bin dein Gott seit Ägypten. Ich lasse dich wieder in Zelten wohnen, wie du es jetzt während der Festtage tust. 11Ich habe zu den Propheten geredet, ich gab ihnen viele Visionen und sprach in Gleichnissen durch sie. 12Wenn schon Gilead ein Unheil darstellt, sind nun auch sie zu Nichtsen geworden. Sogar Stiere opferten sie in Gilgal. Darum werden ihre Altäre wie die Steinhaufen sein, die man neben den Äckern aufhäuft.

13Jakob floh ins Land der Syrer. Wegen einer Frau hat Israel wie ein Sklave gedient. Einer Frau zuliebe hütete er Schafe. 14Aber durch einen Propheten führte Jahwe Israel aus Ägypten heraus, und durch einen Propheten hat er es behütet.

15Efraïm hat Gott bitter gekränkt. Sein Herr lässt ihn die Blutschuld büßen, er zahlt ihm die Beschimpfung heim.

Letzte Abrechnung mit Israel

131Wenn Efraïm redete, zitterten alle. Der Stamm war in Israel stark. Durch Baal machte er sich schuldig und verfiel dem Tod. 2Dennoch sündigen sie weiter und machen sich ein Gussbild, Götzen aus Silber, wie sie es verstehen, alles ein Werk von menschlichen Künstlern. Denen sprechen sie die Opfer zu. Menschen, die das Kälbervieh küssen! 3Deshalb werden sie verschwinden wie die Wolke am Morgen, wie der Tau, der früh vergeht, wie Spreu, die vom Dreschplatz weht, und wie Rauch, der aus der Luke dreht.

4Doch ich bin Jahwe, dein Gott, schon seit der Zeit in Ägypten. Du kennst keinen Gott außer mir, und es gibt keinen anderen Retter. 5Ich habe dich in der Wüste versorgt, im Land der glühenden Hitze.

6Als sie ihre Weide hatten, wurden sie satt. Als sie satt waren, überhoben sie sich. Darum vergaßen sie mich. 7So wurde ich wie ein Löwe für sie, wie ein Leopard lauere ich am Weg. 8Ich falle sie an wie eine Bärin, der die Jungen geraubt sind und reiße ihnen den Brustkorb auf. Wie eine Löwin fress ich sie dort. Die wilden Tiere zerfetzen ‹den Rest›.

9Es ist dein Untergang, Israel, dass du gegen mich, deine Hilfe, bist. 10Wo ist nun der Schutz deines Königs, der dich rettet in all deinen Städten? Wo sind deine Richter, von denen du sagtest: „Gib mir Obere und einen König!“ 11Da gab ich dir einen König im Zorn und nahm ihn zornig wieder weg. 12Efraïms Schuld ist verschnürt, aufbewahrt ist seine Sünde. 13Es kommen die Wehen für seine Geburt, aber es ist wie ein törichtes Kind, denn es kommt nicht aus dem Mutterleib heraus.

14Aus der Gewalt des Totenreichs soll ich sie erlösen, sie freikaufen aus dem Tod? Wo sind deine Seuchen, Tod, / wo dein Pestfieber, Gruft?1 / Mitleid sehen meine Augen nicht. 15Mag Efraïm auch zwischen Flussgras gedeihen, es wird ein Ostwind kommen, ein Sturm Jahwes. Er steigt aus der Wüste auf, trocknet seine Brunnen aus, lässt alle Quellen versiegen. Er plündert euch aus, schafft alle eure Schätze weg.

141Samaria wird es büßen, denn es hat sich gegen Gott empört. Sie fallen durch das Schwert, ihre Kinder werden zerschmettert, ihre Schwangeren aufgeschlitzt.

Umkehr bringt Segen

2Israel, kehr um zu Jahwe, deinem Gott! Denn durch deine Schuld bist du gestürzt. 3Nehmt Worte mit euch und kehrt um zu Jahwe! Sagt zu ihm: „Vergib die ganze Schuld und nimm es gut auf, dass wir die Frucht unserer Lippen dir bringen. 4Assyrien soll uns nicht retten, auf Pferden wollen wir nicht reiten und zum Machwerk unserer Hände nie mehr sagen: ‚Unser Gott!‘ Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen.“

5Ich will ihre Untreue heilen, sie aus freien Stücken lieben. Mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt. 6Ich werde für Israel sein wie der Tau. Es soll blühen wie die Lilie, Wurzeln schlagen wie der Libanonwald. 7Seine Triebe sollen sich ausbreiten, dass seine Pracht wie der Ölbaum sei, sein Duft wie der vom Libanonwald.

8Die in seinem Schatten wohnen, kehren zurück. Sie bauen wieder Getreide an und blühen auf wie der Weinstock, dessen Ruf wie der Wein vom Libanon ist. 9Efraïm wird sagen: „Was soll ich noch mit den Götzen?“ Ich, ich habe ihn erhört und freundlich auf ihn geblickt. Ich bin wie ein immergrüner Baum, an mir findest du reiche Frucht.

10Wer weise ist, begreife dies alles; wer klug ist, erkenne es! Denn gerade sind die Wege Jahwes, und die Gerechten gehen darauf; doch die Treulosen kommen dort zu Fall.

Read in Logos
Hosea 12,6: SO BEKEHRE DICH NUN ZU DEINEM GOTT, HALTE FEST AN BARMHERZIGKEIT UND RECHT UND HOFFE STETS AUF DEINEN GOTT!

Footnotes

  1. 1Wird im Neuen Testament von Paulus nach der zitiert: 1. Korinther 15,55.