Hesekiel 29–31
Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions
German
Arabic
Czech
English
- DARBY 1890 Darby Bible
- ASV American Standard Version
- AV 1873 The Cambridge Paragraph Bible of the Authorized English Version
- CSB Christian Standard Bible
- D-R Douay-Rheims Bible
- ESV English Standard Version
- GW GOD’S WORD Translation
- GNB Good News Translation
- HCSB The Holman Christian Standard Bible
- KJV 1900 King James Version
- LSB Legacy Standard Bible
- LEB The Lexham English Bible
- MSG The Message: The Bible in Contemporary Language
- NET The NET Bible
- NASB95 New American Standard Bible (1995)
- NCV New Century Version
- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
- NKJV The New King James Version
- NLT New Living Translation
- NRSVue New Revised Standard Version: Updated Edition
- RSV The Revised Standard Version
- RSVCE The Revised Standard Version, Catholic Edition
- YLT Young’s Literal Translation
French
Hebrew
Hungarian
Italian
Korean
Latin
Portuguese
Russian
Simplified Chinese
Spanish
Traditional Chinese
Das Schicksal Ägyptens
291Am 12. Januar im zehnten Jahr unserer Verbannung kam das Wort Jahwes zu mir. Er sagte: 2„Du Mensch, wende dich gegen den Pharao, den König von Ägypten, und weissage Folgendes über ihn und ganz Ägypten: 3So spricht Jahwe, der Herr: Du bekommst es mit mir zu tun, Pharao, König von Ägypten, du großes Seeungeheuer, das im Nil und seinen Armen liegt und sagt:
Mir gehört der Strom, ich habe ihn selber gemacht.
4Ich schlage dir Haken durch die Kinnbacken und lasse die Fische deiner Ströme2 an deinen Schuppen kleben und ziehe dich mit all den an dir hängenden Fischen aus ihnen heraus. 5Dann werfe ich dich samt allen deinen Fischen in die Wüste. Dort bleibst du liegen, niemand sammelt dich auf. Den wilden Tieren und den Vögeln bist du zum Fraß vorgeworfen. 6Dann werden alle Bewohner Ägyptens erkennen, dass ich Jahwe bin. Denn du bist für das Haus Israel eine Stütze aus Schilfrohr gewesen: 7Wenn sie dich in die Hand nahmen, knicktest du ein und rissest ihnen die ganze Schulter auf. Und wenn sie sich auf dich lehnten, zerbrachst du und durchbohrtest ihnen die Hüfte. 8Deshalb spricht Jahwe, der Herr: Pass auf! Ich bringe das Schwert über dich und rotte Menschen und Vieh in dir aus. 9Ägypten wird zu Wüste und Ödland werden, damit man erkennt, dass ich Jahwe bin. Weil du sagst:
‚Mir gehört der Strom, ich habe ihn selber gemacht!‘,
10deshalb gehe ich gegen dich und deine Ströme vor. Ich mache Ägypten zum dürren Ödland, zur Wüste, und zwar von Migdol3 bis nach Assuan und an die Grenze von Nubien.4 11Weder Mensch noch Tier ziehen dort hindurch. 40 Jahre lang wird es nicht bewohnt sein. 12Ich mache Ägypten zur Wüste mitten in verwüsteten Ländern. Seine Städte werden 40 Jahre lang als Trümmerhaufen daliegen, und seine Bewohner werde ich in fremde Länder unter fremde Völker zerstreuen.
13Doch so spricht Jahwe, der Herr: Wenn die 40 Jahre vorbei sind, 14werde ich das Geschick Ägyptens zum Guten wenden und sie nach Oberägypten in das Land Patros, das Land ihrer Herkunft, zurückbringen. Dort werden sie ein kleines Königreich sein, 15schwächer als alle anderen Königreiche. Es wird sich nicht mehr über andere Völker erheben, denn ich vermindere ihre Zahl, damit sie nicht mehr über andere Völker herrschen können. 16Dann wird sich das Haus Israel auch nicht mehr auf sie verlassen und sich an sie hängen, was mich an ihre Schuld erinnern würde. Und man wird erkennen, dass ich, Jahwe, der Herr, bin.“
Tyrus, Ägypten und Nebukadnezzar
17Am 1. April im 27. Jahr unserer Verbannung kam das Wort Jahwes zu mir. Er sagte: 18„Du Mensch, König Nebukadnezzar von Babylon hat sein Heer gegen Tyrus eine schwere Arbeit tun lassen. Jeder Kopf ist dabei kahl geworden und jede Schulter blank gescheuert. Aber Lohn für ihre schwere Mühe haben er und sein Heer dort nicht erhalten. 19Darum spricht Jahwe, der Herr: Passt auf! Ich gebe König Nebukadnezzar von Babylon das Land Ägypten. Der ganze Reichtum Ägyptens wird ihm zufallen. Er wird das Land ausplündern, und sein Heer wird reiche Beute machen. Das wird ihr Lohn sein. 20Weil sie für mich gearbeitet haben, gebe ich ihnen das Land Ägypten als Lohn, spricht Jahwe, der Herr.
21An dem Tag werde ich auch dem Haus Israel wieder Kraft verleihen, und dir gebe ich Freimut, zu den Leuten zu reden. Sie sollen erkennen, dass ich Jahwe bin.“
Das Strafgericht über Ägypten
301Das Wort Jahwes kam zu mir. Er sagte: 2„Du Mensch, weissage Folgendes: ‚So spricht Jahwe, der Herr:
Jammert und schreit: O, welch ein Tag! 3Denn nah ist der Tag, nah der Tag Jahwes, ein Tag dunkler Wolken. Für die Völker hat die Stunde geschlagen. 4Das Schwert dringt ein in Ägypten. Zittern überfällt die Nubier, wenn Ägypter erschlagen fallen und wenn man ihre Schätze wegschleppt und ihre Festungswerke zerstört.
5Söldner aus Nubien, Libyen und Lydien und das ganze Völkergemisch, die Männer aus Kub und die Söhne aus dem Land meines Bundes werden mit ihnen durch das Schwert niedergemacht.‘
6So spricht Jahwe: ‚Wer Ägypten unterstützt, wird fallen, und stürzen wird der Stolz seiner Macht. Von Migdol bis nach Assuan verfallen sie dem Schwert, spricht Jahwe, der Herr. 7Ägypten wird zur Wüste werden mitten in verwüsteten Ländern, und seine Städte werden Trümmerhaufen sein. 8Wenn ich Feuer an Ägypten lege und alle seine Unterstützer zerschmettert sind, wird man erkennen, dass ich Jahwe bin. 9An jenem Tag schicke ich meine Boten auf Schiffen los, um das sichere Nubien aufzuschrecken. Ein Zittern überfällt sie am Gerichtstag Ägyptens. Passt auf! Genauso wird es kommen.‘
10So spricht Jahwe, der Herr: ‚Ja, ich werde den Prunk Ägyptens wegschaffen lassen durch Nebukadnezzar, den König von Babylon. 11Die gewalttätigsten Völker wird er gegen Ägypten heranführen. Sie werden ihre Schwerter gegen Ägypten ziehen, das Land verwüsten und es mit Erschlagenen füllen. 12Ich werde den Nil und seine Arme trockenlegen und das Land in die Hand grausamer Menschen geben. Durch Fremde verwandle ich das blühende Land in eine Wüste. Das sage ich, Jahwe.‘
13So spricht Jahwe, der Herr: ‚Ja, ich werde die Götzen vernichten! Verschwinden lasse ich die Nichtse aus Memphis1! Ägypten soll keinen Herrscher mehr haben, und ich bringe Furcht in dieses Land. 14Patros2 werde ich verwüsten, und Zoan3 brenne ich nieder. Ich vollstrecke das Gericht an Theben4. 15Mein Zorn trifft Sin5, das Bollwerk Ägyptens, und den Prunk von Theben rotte ich aus. 16Ich setze ganz Ägypten in Brand. Sin wird sich in Krämpfen winden, und Theben wird aufgebrochen sein. Memphis lebt in ständiger Angst. 17Die jungen Männer aus Heliopolis und Bubastis6 werden mit dem Schwert erschlagen, und die übrigen kommen in Gefangenschaft. 18In Tachpanhes7 wird der Tag sich verfinstern, wenn ich dort die Joche Ägyptens zerbreche und seine stolze Macht ein Ende hat. Eine dunkle Wolke wird es bedecken, und seine Tochterstädte müssen in die Gefangenschaft. 19So werde ich mein Strafgericht an Ägypten vollziehen, damit man erkennt, dass ich Jahwe bin.‘ “
20Am 7. April im 11. Jahr unserer Verbannung kam das Wort Jahwes zu mir. Er sagte: 21„Du Mensch, ich habe dem Pharao, dem König von Ägypten, den Arm gebrochen. Man hat ihn nicht geschient und nicht verbunden; man hat ihm keine Heilung gegönnt, die ihn wieder zu Kräften kommen und zum Schwert greifen ließe.
22Darum spricht Jahwe, der Herr: Passt auf! Ich werde gegen den Pharao, den König von Ägypten, vorgehen. Ich breche ihm die Arme, auch den, der schon gebrochen ist, und lasse das Schwert seiner Hand entfallen. 23Ich zerstreue die Ägypter unter die Völker, versprenge sie in fremde Länder. 24Aber die Arme des Königs von Babylon mache ich stark und gebe ihm mein Schwert in die Hand. Die Arme des Pharao jedoch zerbreche ich, dass er wie ein zu Tode Getroffener sich vor ihm windet und stöhnt. 25Ja, die Arme des Königs von Babylon mache ich stark, während die Arme des Pharao kraftlos herabfallen, damit man erkennt, dass ich Jahwe bin, wenn ich mein Schwert dem König von Babylon in die Hand gebe, damit er es gegen Ägypten gebraucht. 26Ich zerstreue die Ägypter unter die Völker, versprenge sie in fremde Länder, damit man erkennt, dass ich Jahwe bin.“
Der Pharao: Gleichnis vom prächtigen Baum
311Am 1. Juni im 11. Jahr unserer Verbannung kam das Wort Jahwes zu mir. Er sagte: 2„Du Mensch, sag zum Pharao, dem König von Ägypten, und zu seiner lärmenden Menge:
‚Wem kamst du gleich in deiner Größe? 3Schau dir Assur an! Es war wie eine Zeder auf dem Libanon. Die Pracht ihrer Äste gab reichlichen Schatten. Hoch war ihr Wuchs, ihr Wipfel stieß an die Wolken. 4Das Wasser machte sie groß, das Grundwasser trieb sie hoch, Ströme flossen rings um die Pflanzen, schickten Wasser zu allen Bäumen im Feld. 5Darum wuchs sie höher als alle anderen Bäume und breitete ihre vielen Äste weit aus, denn sie hatte so viel Wasser. 6Die Vögel bauten Nester in den Zweigen, und das Wild warf seine Jungen unter ihrem Schutz. Ganze Völker wohnten in ihrem Schatten. 7Schön war sie in ihrer Größe und ihrem breiten Geäst, denn ihre Wurzeln hatten viel Wasser. 8Keine Zeder im Garten Gottes glich ihr, keine Zypresse hatte Zweige wie sie, keine Platane so mächtige Äste. Kein Baum in Gottes Garten war so schön. 9Ich hatte sie so schön gemacht mit ihren zahlreichen Zweigen, dass alle in Eden sie beneideten, alle Bäume in Gottes Paradies.‘
10Doch nun spricht Jahwe, der Herr: ‚Weil sie so hoch gewachsen ist, weil sie ihren Wipfel bis zwischen die Wolken ausstreckte und ihre Größe ihr zu Kopf gestiegen ist, 11liefere ich sie dem mächtigsten Herrscher der Völker aus. Er wird sie nach seinem Belieben behandeln. Wegen ihrer Gottlosigkeit habe ich sie verstoßen. 12Fremde werden sie umhauen, die gewalttätigsten Völker werfen sie auf die Berge hin. Ihre abgeschlagenen Zweige füllen Täler und Bachrinnen aus. Und die Völker, die in ihrem Schatten gewohnt haben, ergreifen die Flucht. 13Auf ihren umgefallenen Stamm setzen sich die Vögel, und das Wild läuft über die Äste. 14Das geschieht, damit kein Baum am Wasser sich mehr überhebt und seinen Wipfel bis zwischen die Wolken streckt. Denn alle werden dem Tod ausgeliefert und müssen unter die Erde ins Grab, wo die Menschen sind.‘
15So spricht Jahwe, der Herr: ‚An dem Tag, an dem ich die Zeder ins Totenreich stürzte, habe ich die Tiefe in Trauer versetzt; wegen ihr hielt ich die Ströme zurück und hemmte die Flüsse, wegen ihr hüllte ich den Libanon in Trauer, und wegen ihr verdorrten die Bäume im Wald. 16Als ich die Zeder mit gewaltigem Getöse in die Totenwelt stürzte – zusammen mit allen, die ins Grab müssen, – zitterten die Völker vor Angst. Und dort, im Land der Tiefe, trösteten sich die Bäume von Eden, auch die herrlichsten und besten des Libanon, und alle, die am Wasser standen. 17Auch sie waren mit ihr ins Totenreich gestürzt, zu den vom Schwert Erschlagenen. Und alle Nationen, die im Schatten der Zeder wohnten, kamen um.‘
18Welcher von den Bäumen Edens war so groß und prächtig wie du? Und doch musst du mit…
This passage has been shortened. Keep reading Hesekiel 29–31 in Logos
Footnotes
- 2Ströme bedeutet in Ägypten den Nil samt seinen Seitenarmen und Kanälen.
- 3Migdol war eine Stadt im Norden Unterägyptens, in der auch Juden lebten. Assuan liegt 880 km südlich von Kairo.
- 4Nubien. Hebräisch: Kusch. Land am Oberlauf des Nil, südlich von Ägypten.
- 1Memphis, Hebräisch Nof, war die alte Hauptstadt Ägyptens, 21 km südlich vom heutigen Kairo.
- 2Patros ist Oberägypten, das Land links und rechts des Nil vom heutigen Kairo bis Assuan.
- 3Zoan ist eine Stadt im nordöstlichen Nildelta, am Menzale-See. Die Griechen nannten sie Tanis, heute heißt sie San-el-Hagar.
- 4Theben, Hebräisch No, war die Hauptstadt Oberägyptens, heute: Luxor und Karnak, 530 km stromaufwärts von Kairo entfernt.
- 5Sin wird gewöhnlich mit der Hafenstadt Pelusium gleichgesetzt, die östlich vom Nildelta am Mittelmeer liegt.
- 6Bubastis war eine Zeit lang Hauptstadt von Unterägypten. Die Stadt, in der die katzenköpfige Göttin Bastet verehrt wurde, lag 64 km nordöstlich von Kairo.
- 7Tachpanhes war eine Grenzfestung gegen Syrien und Israel in der Nähe von Pelusium, im äußersten Nordosten von Ägypten.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden