Habakuk 1,1–11
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1: Die Fragen des Propheten: Warum das alles?
11Botschaft, die dem Propheten Habakuk als Last offenbart wurde:
2Wie lange schrei ich schon zu dir, Jahwe, doch du hörst mich nicht! Ich rufe: „Hilfe“ und „Gewalt!“, doch du rettest nicht. 3Warum lässt du mich das Unrecht sehen? Warum schaust du dem Verderben zu? Warum sehe ich nur Frevel und Gewalt, erlebe Zwietracht und Streit? 4Darum ist die Weisung erschlafft, und das Recht kommt nicht mehr durch. Der Böse umstellt den Gerechten, und so wird das Recht verdreht.
Gottes Antwort
5Seht euch unter den Völkern um, staunt und erstarrt! In eurer Zeit geschieht etwas, das ihr nicht glauben würdet, wenn es jemand erzählt. 6Seht her! Ich stachle die Chaldäer2 auf, das grausame, ungestüme Volk, das die Weiten der Erde durchzieht, um Länder in Besitz zu nehmen, die ihm nicht gehören, 7ein schreckliches und furchtbares Volk, das sich selbst sein Recht herausnimmt und seine Hoheit bestimmt. 8Schneller als Leoparden sind seine Pferde und wilder als hungrige Wölfe. Seine Pferde und Reiter stürmen heran, sie kommen aus der Ferne. Wie Geier fliegen sie herbei und stürzen sich auf den Fraß. 9Sie sind entschlossen zu roher Gewalt, ihre Blicke vorwärts gerichtet. Gefangene schaufeln sie ein wie Sand. 10Mit Königen treiben sie ihren Spott, Würdenträger sind ihr Gelächter. Über jede Festung lachen sie nur, schütten einen Wall auf und nehmen sie ein. 11Dann ziehen sie weiter. Wie der Sturm fegen sie dahin und machen sich schuldig, denn ihr Gott ist die eigene Kraft.
Footnotes
- 2Chaldäer. Ursprünglich Bewohner von Süd-Babylonien, später wurden alle Babylonier Chaldäer genannt.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden