Genesis 4,6–15
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6Jahwe fragte ihn:
„Warum bist du so zornig? Was soll dein finsterer Blick? 7Hast du Gutes im Sinn, dann heb den Kopf hoch! Wenn aber nicht, dann liegt die Sünde schon vor der Tür und sie hat Verlangen nach dir. Aber du musst es sein, der über sie herrscht!“
8Doch Kain sprach seinen Bruder an.6 Und als sie auf dem Feld waren, fiel er über Abel her und schlug ihn tot. 9Da sagte Jahwe zu Kain: „Wo ist Abel, dein Bruder?“ Der entgegnete: „Ich weiß es nicht. Bin ich etwa sein Aufpasser?“ 10„Was hast du da getan!“, sagte Gott. „Hörst du nicht das Blut deines Bruders aus dem Ackerboden zu mir schreien? 11Verflucht sollst du sein, verbannt vom Ackerboden! Denn du hast ihn mit dem Blut deines Bruders getränkt. 12Wenn du ihn künftig bebaust, wird er dir keinen Ertrag mehr bringen. Als ruheloser Flüchtling wirst du auf der Erde umherirren.“ 13Da sagte Kain zu Jahwe: „Diese Strafe ist zu schwer für mich. Ich werde sie nicht ertragen können. 14Du vertreibst mich vom fruchtbaren Land, und auch vor dir muss ich mich verstecken. Als ruheloser Flüchtling werde ich umherirren, und jeder, der mich findet, kann mich erschlagen.“ 15„Nein“, erwiderte Jahwe, „ich ordne an: Wer Kain erschlägt, wird siebenfach bestraft!“ Und er machte ein Zeichen an Kain, damit niemand es wagen würde, ihn zu erschlagen, wenn er ihm begegnete.
Fußnoten
- 6sprach seinen Bruder an. Eine hebräische Handschrift und einige alte Übersetzungen fügen hier ein: Lass uns aufs Feld gehen!
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden